Uran im Wasser (Teil II): Entfernung aus dem Grundwasser

Die Verunreinigung von Grundwasser mit Uran ist ein Problem mit dem Menschen in verschiedenen Ländern konfrontiert sind. Die Entfernung von Uran aus dem Wasser ist daher ein wichtiges Anliegen der Wasserforschung. Aufgrund der spezifischen Eigenschaften von Uran stellt dies jedoch eine große Schwierigkeit dar. Uran ist im Grundwasser in der Regel in einer gebundenen Form als Uran (VI) (Uranyl), nur in Ausnahmefällen als Uran (IV) vorzufinden, weil Uran (IV) schwer löslich ist. Eine Möglichkeit der Entfernung von Uran aus dem Wasser ergibt sich demnach durch die Umwandlung von sechswertigem Uran in vierwertiges Uran. Dieser Umwandlungsprozess wird als Reduktion bezeichnet und wurde z.B. bereits mit Hilfe von Mikroorganismen experimentell durchgeführt. Könnte Uran (VI) jedoch direkt aus dem Wasser entfernt werden, würde dies eine effizientere Methode darstellen. Bisher scheiterten Versuche dies in größerem Maßstab durchzuführen jedoch fast ausschließlich. Konventionelle Methoden, wie z.B. die Adsorption von Uran (VI) mit Hilfe von Eisenoxiden stellten sich in Feldexperimenten bisher leider als unzuverlässig heraus. Sie waren unter den von Laborbedingungen abweichenden Bedingungen oft nicht in der Lage Uran (VI) aus dem Wasser zu entfernen. Nun richtet sich das Augenmerk auf eine weitere Eigenschaft von Uran (VI), die möglicherweise sehr viel versprechend ist. In Experimenten zeigte sich, dass es ebenfalls möglich ist, Uran (VI) mit Hilfe eines Anionenaustauschs auf direktem Weg aus dem Wasser zu eliminieren. Bisher konnte jedoch noch kein Verfahren für die Entfernung mit Hilfe dieses Ansatzes entwickelt werden. Daher müssen jetzt entsprechende Forschungen fortgesetzt werden.

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