Fahrradkauf in Kabul

Ganz früh morgens war ich verabredet, mit dem Wächter zusammen ein Fahrrad zu kaufen. Der Bruder eines Freundes habe ein Fahrrad-Geschäft. Um ein gutes Fahrrad zu bekommen, versprach ich ihm das Fahrrad, sobald ich wieder nach Deutschland zurück fahren würde (das wäre aber nicht nötig gewesen). Mit dem Taxi sind wir in die Innenstadt, zu […]

Freifunk in Rostock: Interview mit Freifunkern auf dem 23c3 Chaos Communication Congress

In der Wireless Corner treffen sich die Freifunker beim 23. Chaos Communication Congress am Alexanderplatz. Am Rande spreche ich mit Rene und Mathias von der Opennet-Initiative aus Rostock über die Organisation des lokalen Freifunk-Netzes, die Zusammenarbeit mit der Universität und ihre eigene Motivation. Zudem berichtet Rene darüber, wie freie Netze kürzlich unter seiner Mithilfe in […]

Die Deutsche Welthungerhilfe in Kabul und ein Spaziergang in die Innenstadt

Nach dem Frühstück besuchte ich Martin. Das Taxi hielt genau da, wo in meinem Plan die deutsche Welthungerhilfe (DWHH) eingezeichnet war, aber es gab an den Häusern keine Zeichen, wie sonst überall (Hausnummern gibt es sowieso nicht und ganz selten Straßennamen). Auf meine Frage erzählte mir jemand, die seien umgezogen, irgendwo dort hinten. Also bin […]

Die ersten europäischen Erkunder Ruandas und die deutsche Kolonialzeit

Als die ersten Erkunder des Landes 1894 Ruanda betraten und Recherchen über die „Ethnien“ Ruandas betrieben, waren sie sich nicht über deren Auswirkungen in der künftigen Kolonialzeit bewusst. Sie bereisten Afrika und berichteten als so genannte „Agenten der Zivilisation“ (so wurden die ersten Erkunder Afrikas – und damit auch Ruandas – genannt; vgl. Semujanga, 2003: […]

Wünsche für die Arbeit außerhalb Kabuls

Gleich morgens vor dem Frühstücken noch, kam Karl Anders. Für mich war das Gespräch mit Karl sehr gut. Er stellte mir eigentlich zu allen Punkten, die ich ansprach, mehr in Aussicht, als ich gedacht hätte: Dass ich während der Arbeit außerhalb Kabuls zum Beispiel einen Funkkontakt zum Entwicklungsdienst war für ihn selbstverständlich. Meine Ausstattungswünsche fand […]

Kulturtechnik Software: Warum Organisationen, die mit Entwicklungsländern kommunizieren, Freie Software einsetzen müssen

Lesen, Schreiben, Rechnen und Ackerbau haben, wie alle Kulturtechniken, einen entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Perspektiven eines Landes. Auch Software, als Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts, muss allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung stehen (vgl. Greve 2003). Deshalb tragen Organisationen, welche mit Entwicklungsländern kommunizieren, eine besondere Verantwortung bei ihrer eigenen Softwarewahl.

Interessantes Tischthema Polizei und Geheimdienst in Afghanistan bei großem Dinner im „deutschen Club“ in Kabul

Abends hatten wir ein großes Dinner mit Frau Saumer und etlichen geladenen Gästen im “deutschen Club”, einem großen angemieteten Haus mitten in der Stadt mit (leerem) Swimmingpool im Garten und sehr hohen Mauern. Die Einrichtung war so ein bisschen wie ein Treffpunkt von Punks, besonders was die Renovierung der Wände und der Zusammenstellung von Sofas […]

Unbehelligt am Flughafen in Kabul

Morgens bin ich alleine zum Flughafen, um Arun abzuholen, den Afghanen aus unserer Vorbereitungszeit in Bonn. Arun will in dem Ministerium für Stadtentwicklung arbeiten, ist seit dreißig Jahren nicht mehr in Afghanistan gewesen und hatte etwas Schiss, wieder hierher zu kommen. Erfahrung hatte er aber reichlich mit Stadtentwicklungsprojekten in islamischen Ländern. Als er hörte, für […]

Die Bedeutung der Begriffe ‘Hutu’ und ‘Tutsi’ im Ruanda vor der Kolonialzeit

Vor der Kolonialzeit wurden die Begriffe 'Hutu' und 'Tutsi' wesentlich flexibler genutzt als es nach der Eroberung der Fall war. Zudem gibt es keine Hinweise auf eine ethnische Gruppierung innerhalb Ruandas vor 1894. Obwohl die Bezeichnungen schon vor dem „Einfall der Europäer“ im späten 19. Jahrhundert existierten, variierten ihre Bedeutungen in Raum und Zeit. Zuerst […]