Valeria Perucco's blog

Als ich das erste Mal in Berlin U-Bahn gefahren bin

Dass die Züge in Deutschland immer auf die Minute pünktlich fahren, ist kein Stereotyp. Aber was ich am Anfang nicht verstand, war dass es keine Kasse in der U-Bahn gibt. Das erste Mal als ich in Berlin U-Bahn gefahren bin, habe ich einen Schaffner gesucht.

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Das habe ich sehr gemocht und immer diese Tradition respektiert

Ich finde die Berliner lesen viel. Immer. Überall. In den Bibliotheken kann sich man für wenig Geld Bücher, Videos und CD’s ausleihen. Das gefällt mir sehr. Eine ganz andere Sache, die mir auch aufgefallen ist, die Deutschen versuchen immer alles Mögliche selbst zu reparieren, denn Handwerker sind teuer.

Das erstaunliche Verhalten der Deutschen in der Öffentlichkeit

In Berlin in der U-Bahn sehen die Leute aus, als ob sie alle in einer Prüfung wären. Sie reden nicht miteinander. Sie schauen nur in ihre Zeitung. Niemand lacht laut (nur ich und Vittorio) und es singt auch nie jemand.

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Nicht wie ich vermutete

Es dauert länger, Deutsche gut kennen zu lernen. Am Anfang wirkten sie auf mich kalt und distanziert. Aber ich habe bemerkt, dass sie Freundschaften sehr ernst nehmen.

Ich will ehrlich sein

Eine Italienerin 8 Monate in Berlin. Ich will ehrlich mit dem Land sein, das mich so viel am Anfang meines Aufenthalts erstaunt hat und am Ende so verzaubert! „Meine Mauer im Kopf“ ist dafür eine gute Metapher, die meinen Clichées, den Sorgen entspricht, die ich vor einem Jahr als Erasmus-Studentin hatte.

Der 9. November 2005!!!

Der 9. November 1989?!? Ein Datum, das ein Symbol geworden ist. Heute, am 9. November 2005, kann ich endlich mit meinen 23 Jahren meine Meinung dazu entwickeln und meine kleinen Ideen zu diesem Tag „dazugeben“. Ich möchte keine moralische Lehren, Urteile, Kommentare, Kritik über den Mauerfall schreiben, weil die Geschichte und die Zeit haben schon die Konsequenzen der Wende gezeigt und erklärt; sondern ich möchte einfach den Deutschen ein sehr interessant Buch empfehlen, zu dem es leider noch keine italienische Übersetzungen gibt ;-)…

Das Buch „Mauerspringer“ ist von Peter Schneider, einem Schriftsteller, der in West-Berlin während der Berliner Mauer lebte. Sein wesentliches Thema ist die Teilung Deutschlands und besonders die Mauer, die er täglich erlebte. Sein Erzählwerk „der Mauerspringer“ sammelt verschiedene Geschichten zum Thema „Berlin eine geteilte Stadt“ und betont die totale Sinnlosigkeit der Situation. Das Buch hat mir sehr gefallen, denn die Erzählungen bieten eine besondere und neugierige PERSPEKTIVE und Beobachtung des Alltagslebens während der Berliner Mauer. Besonders zu bemerken ist die Tatsache, dass der Autor tragische Ereignisse oder dramatische Abenteuer der Bewohner der DDR oder der BRD NICHT kommentiert, wie die meisten historischen Bücher… sondern Peter Schneider gibt dem Leser selbst die Aufgabe die Anekdoten, die merkwürdigen, seltsamen und komischen Geschichten der Protagonisten des Romans, zu interpretieren. Toll! Ich habe viel Spaß beim Lesen gehabt. Einige Beispiele? Die Stories bestehen aus den 5 Mauergeschichten, die alle relativ unverbunden sind, allerdings haben sie einen Zusammenhang zur Hauptgeschichte, schon allein durch das Thema: Die Suche nach einer eigenen Realität.

1. Die erste Geschichte handelt von Gerhard Schalter, einem Mann, der seine Geliebte aus Afrika erwartet und daher jeden Tag zum Flughafen in den Osten fährt. Eines Tages bleibt Schalter gleich ganz im Osten, um die Frau, die er liebt, die aber nie kommt, nicht zu verpassen.

2. Arnold Kabe ist mehr oder weniger die Hauptfigur von Schneider, weil er das Herz des Themas von Schneider darstellt: Er springt aus Langweile fünfzehn Mal von West nach Ost über die Mauer. Am Ende, springt er nicht mehr über die Mauer, sondern balanciert er auf ihr!!! Unglaublich, meiner Meinung nach!

3. Der Begriff des „Springens“ findet sich auch in der Erzählung der drei Kinogänger, Ostberliner Jugendliche, die die Mauer mehrmals überspringen, um sich in Westberlin Kinofilm anzusehen. Auch hier handeln sie nicht aus politischer Motivation, sondern aus Abenteuerlust!!!

Wie gesehen, lässt Schneider seine Figuren zwischen Ost und West pendeln und sie eigentlich nur paradoxal auf der Mauer zufrieden sein. Was bedeutet das? Natürlich nur eine Sache, meiner Meinung nach: Den Wunsch des Autors, sich wieder mit seinem Land, mit Ost- und Westdeutschland als Ganzes, zu identifizieren.

Schneider hat das Buch 1982 geschrieben hat. Der Mauerfall geschah 7 Jahre später. Bei Schneider spielte auch Angst eine Rolle und die Ungewissheit, ob es jemals dazu kommen würde… Denn: Von der Spaltung bis zum Wiedervereinigung eines geteilten Volkes, das eine einzige Sprache und eine einzige Tradition besitzt, führt ein langer Weg. In Peter Schneiders Roman wird die äußere und innere Mauer sehr detailliert beschrieben. Dieses Thema hat mich sehr fasziniert! Die äußere Mauer als realexistierende Grenze zwischen BRD und DDR, die innere Mauer als Begrenzung der Gedanken in den Köpfen der Deutschen. Sowohl der West- als auch der Ostdeutschen: Meine Frage dazu: „Ist dies heute noch so? Wie fühlt sich ein Ostdeutscher wenn er mit einem Westdeutschen ist? Spürt man Unterschiede?

Heute frage ich mich als Ausländerin: “Was passierte wirklich mit den Deutschen, als die reale Mauer weg war? Blieb eine Mauer in den Köpfen der Deutschen zurück? Gibt es sie heute noch?

Danke für eventuelle Antworten.

 

 

 

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Der 9. November 1989?!?

9. November 1989?!? Ein Datum, das ein Symbol geworden ist. Aber,… auch für eine Italienerin vom Gardasee? Tausende Mal hat man mich über meine persönliche Meinung über diesen Tag gefragt. Und tausende Mal habe ich auf dem Gymnasium, an der Uni in Modena, an der Humboldt-Universität in Berlin mit Freunden, mit Lehrern und mit Dozenten versucht, nicht zu idiotisch zu antworten… Heute, den 9.

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