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Mensch, dann verschlafen wir das größte Ding in der Weltgeschichte! (zum 9. Nov. 1989)

Ich war 14 Jahre alt im Jahr 1989, eine aufregende Zeit im Leben, aber dieses Jahr war für alle aufregend, die hier lebten. Soviel war passiert den Sommer über. Viele waren über Ungarn abgehauen und wir hatten einen neuen Regierungschef, der aber auch aus „der alten Garde“ war.

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Honig ist Honig (zum 9. November 1989)

Eigentlich wollte ich Sowjetsoldat werden. Die hatten diese tollen grünen Mützen mit dem winzigen roten Stern drauf. Diese kleinen Sternchen leuchteten unter der friedlich freundschaftlichen Sonne verbrüderter Staaten, sie leuchteten gen Westen, wo es keine Staaten gab, stattdessen nur diese klumpige geballte zäh wabernde angeblich extrem kinderfeindliche Masse.

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Ich versteh' es heute noch nicht (zum 9. Nov. 1989)

Ich habe diese Internetseite besucht von meinem Freund Mario und ich freu mich sehr, dass ich die Möglichkeit habe hier meine Meinung über die Mauer zu schreiben. Aber was kann ich eigentlich über den Mauerfall erzählen, frage ich mich.

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Worin besteht der Unterschied zwischen ALDI und KAISERS? (zum 9. Nov. 1989)

Was kann ein Brasilianer über den Mauerfall sagen? Wenn ein deutscher Freund mich fragt, was ich in dieser Zeit machte, kann ich keineswegs antworten... ich erinnere mich daran nicht, was ich gestern beim Frühstück aß, wie kann ich mich an ein Ereignis erinnern, welches vor sechzehn Jahre passierte? Und so weit weg von mir? Ruhig!!!! Ich habe doch meine Meinung und möchte kein Quatsch schreiben.

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Kreuzberg ist kein „Banlieue“ von Paris

Heute habe ich viel über die Situation in Frankreich nachgedacht, nicht weil ich in Frankreich wohne oder weil ich Franzose bin, ich wohne in Kreuzberg in Berlin. Das ist der Bezirk mit dem höchsten Ausländeranteil in Berlin.

Der Mauerfall - Suche Berichte zum 9. November 1989

Am 9. November 2005 wird diese Website offiziell online gehen - ein historisches Datum! 16. Jahrestag des Mauerfalls! Dafür suche ich Geschichten vom 9. November 1989, die auf dieser Seite veröffentlicht werden.

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Studieren in Italien: Nicht nur piano, piano und immer mit der Ruhe

Morgens um fünf geht es am 2. März mit Czech Airlines zuerst von Berlin nach Prag und dann weiter nach Rom. „Das ist die billigste Variante“, meint Jana im Reisebüro. Von Rom dann noch drei Stunden mit dem Zug und ich sollte gegen 23 Uhr ankommen. Doch unterwegs in Italien wartet schon eine Überraschung auf mich, denn es gibt Streik und das heißt: Es gibt keinen Anschlusszug. Streik, „Sciopero“, das ist also ein Wort, das man sich merken muss. Doch Streik in Italien ist mit Streik in Deutschland nicht zu vergleichen. Irgendwie funktioniert trotzdem alles. Und nachdem einige Mitreisende mächtig Krach machen, bucht der Stationschef zwei Taxis für die übrig gebliebenen 8 Reisenden. Die anderen ca. 20 Personen, die ebenfalls in unsere Richtung wollten, sind offenbar schon anders weitergekommen.

Im Taxi sitzen wir zu fünft. Der Fahrer, zwei Frauen, ein aufgeweckter 13-jähriger und ich. Und wie sie sich alle so offen und munter miteinander unterhalten, fühle ich, jetzt bin ich in Italien angekommen. Zwei Stunden sind wir unterwegs, viele Themen werden abgehandelt. Das Fernsehen und die Politiker, vor allem Berlusconi, bekommen ihr Fett weg, soviel verstehe ich.

Zufälligerweise lebte eine der Frauen lange Zeit in Deutschland und spricht dann auch noch perfekt deutsch. Ich nutze die Gelegenheit, um mir einiges erklären zu lassen. „Sagen denn alle Du zueinander in Italien?“ „Nicht alle, aber auf dem Lande die meisten.“ Zumindest sind der Taxifahrer und der 13jährige Junge auf „Du und Du“. Die andere Frau versucht etwas ihr Englisch mit mir und freut sich, dass ich sie verstehe. Leider spricht sie kein deutsch, sagt sie, aber sie gibt mir die Telefonnummer von einem Mädchen, „multo carina” – sehr hübsch, das ebenfalls in Macerata studiert und mir bestimmt irgendwie weiterhelfen kann.

In Macerata angekommen, treffe ich gleich zwei Erasmusstudenten aus England, die mich durch die kleinen Gassen zur Herberge bringen. Dort kann ich wohnen bleiben, wenn ich will, doch ich bevorzuge es, eine Unterkunft mit ein paar Italienern zu suchen.

Keine langweilige WG

Im Erasmusbüro am nächsten Tag geht es ziemlich streng zu und ich denke, „das ist doch gar nicht Italien...“. Wie sich herausstellt, kommt die Beauftragte auch aus Frankreich, was die Verständigung leichter macht, denn ich habe italienisch gerade erst angefangen.

Da treffe ich auch Andrea, in Italien ein Männername, der demnächst nach Nancy will und mir gerne hilft bei der WG-Suche. Nachdem wir alle Aushänge an der Uni durchstöbert und eine ganze Menge Anrufe getätigt haben, treffen wir Laura mit einem Gipsarm auf der Straße. Sie hatte vor der Disko mit ihrer Vespa einen kleinen Unfall, erzählt sie und nimmt uns mit auf einen Espresso zu sich nach Hause. Die Mitbewohner Giovanna und Francesca dort sind auch gleich einverstanden, dass ich bei ihnen einziehe. Zag, eigentlich Alessandro, ist gerade nicht da. Mit ihm soll ich in einem Zimmer wohnen. Ob er denn nicht gefragt werden sollte, meine ich, und die Mädels meinen, das geht schon klar. Anscheinend haben sie das Sagen dort. Also hole ich meine Sachen aus der Herberge und ziehe ein. Wie sich herausstellt, ist Zag auch nur 1-2 mal pro Woche da / wo er sonst schläft, weiß ich nicht. Auch Francesca bleibt öfters mal eine Woche zu Hause bei den Eltern, um zu lernen.

Eigentlich brauche ich jetzt noch eine offizielle Aufenthaltserlaubnis, die „Carta di Soggiorno“ und einen „Code Fiscale“, aber nachdem ich zur Behörde gehe und sich dort etwa 100 Leute an zwei Schaltern drängeln, denke ich, darauf kann ich vielleicht verzichten. Da ich ja jetzt in einer WG wohne, muss ich die Bescheinigung ja auch keinem Vermieter vorlegen und das Mobiltelefon habe ich mit dem „Code Fiscale“ von Andrea gekauft. Also, was soll’s.

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