Johannes Apfel's blog

Mehr Schwierigkeiten


Zwei Tage später bin ich etwas krank geworden, bisschen Fieber und sehr schlapp. Gestern hatte ich ein Gespräch mit Said Machmat über das Essensgeld. Wieso das bessere Essen der Ingenieure mit neun Mahlzeiten pro Woche nur 50 Afghani kostet und sie das schlechtere Essen der Schreinerlehrlinge mit 5 Mahlzeiten die Woche (und selbst mitgebrachtem Brot) mit ca. 500 Afghani/Woche veranschlagen.

Kategorien:

Die Reste des großen Essens und das liebe Geld

Morgens kam erst mein Co-Teacher nicht. Er kauft seit über einer Woche ein bisschen Material ein. Zwar hatte ich mit ihm eine Liste des benötigten Materials (Holz und Beschläge) erstellt und er sollte sagen (schreiben und lesen kann er ja nicht, oder nur sehr wenig), welches Holz wir brauchen. Das, weil ich ja nicht weiß, was in Kabul möglich ist zu bekommen und auch die Holzarten nicht kenne.

Kategorien:

Das Zentralgefängnis von Kabul


Arnold holt mich am Donnerstag mit zwei Autos von Hezarak ab. Wie immer hat er wenig Zeit, holt mich schon vormittags ab und will auch kaum warten. Ich schließe also meinen Workshop, schicke alle Leute nach Hause, suche in aller Hektik meine Sachen zusammen und los geht's. Auf dem Rückweg fährt Arnold noch zu dem alten Zentralgefängnis von Afghanistan. Er will sehen, ob da wirklich gebaut wird, wie ihm gesagt wurde.

Kategorien:

Das große Essen


In der zweiten Woche meiner Ausbildung habe ich dann ein großes Essen gegeben, für 200,- Euro. Samea und Hermid erklärten sich bereit, mir zu helfen, machten mit mir eine Vorbereitungsliste (zum Beispiel gab es nicht genug Geschirr) und eine Einkaufsliste. Gemeinsam überlegten wir, wen wir einladen könnten.

Kategorien:

Unterricht mit Afghanen: In der Schreinerwerkstatt in Hezarak


Ich glaube, Einnullah kann recht gut erklären und die Azubis haben viel (fachlichen) Respekt vor ihm. Aber als praktischen Lehrer muss ich ihn immer wieder auffordern, nicht alles selbst zu machen, sondern zu zeigen und dann machen zu lassen und vor allem, dann auch dabei zu bleiben. Oft steht er nur herum und wartet, dass jemand ihn anspricht. Dabei sehe ich bei meinen Rundgängen durch die Werkstatt so vieles, was ich korrigieren, erläutern oder zeigen kann. Und er sieht ja mit Sicherheit mehr, weil er vertrauter mit dem Handwerkszeug ist.

Kategorien:

Einnullah, der Co-Teacher auf dem Schreinerhof in Hezarak

Irgendwann bekomme ich Abdul Einnullah vorgestellt: Er sei ein sehr guter Schreiner, mit ihm solle ich zusammenarbeiten. Abdul Einnullah ist etwa dreißig Jahre alt, ein kleiner, drahtiger Mann mit einer spitzen Nase, spitzbübischem Gesicht und braungebrannt. In der Zeit bevor ich kam, als ein Teil meiner Azubis und andere für das UNHCR-Programm Fenster bauten, war er mit als Ausbilder beschäftigt. Er sei ganz arm, wird mir berichtet, gerade arbeitet er in Kabul in einer anderen Werkstatt mit, hat aber eine Frau und ein kleines Kind in der südlichen Nachbarprovinz Logar.

Kategorien:

Meine Frau Svenja zu Besuch in Afghanistan


Ja, und dann kam meine Frau Svenja mich in Hezarak besuchen. Erst war es überhaupt nicht klar, ob sie mit nach Hezarak kann. Weder Entwicklungsdienst-Anders noch ZIM- Van den Berg noch NGE- Beckum wollten sich daran die Finger verbrennen. Nur die NGE- Afghanen sagten von Anfang an: kein Problem! So war es denn auch. Wir waren insgesamt dreimal zwei Tage in Hezarak, eine Nacht ist Svenja wegen Bauchschmerzen nach Kabul zurückgefahren.

Kategorien:

Pages

Subscribe to RSS - Johannes Apfel's blog