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Ouagadougou – ein anderer Stern: Geldnot und ein falscher Voodoorat führt zum Mord mit abgeschnittenen Köpfen

Letztens ist was passiert, was zeigt, dass Afrika echt irgendwie auf einem ganz anderen Stern lebt: In meiner Nachbarschaft ist ein Restaurant ("gewesen"), welches Kundé heisst (eine ziemlich große Kette). Der Besitzer kam in Geldnot und ist zu einem Voodoo-Mann gegangen, um seine Probleme zu lösen. Dieser riet ihm dann, 2 Menschen umzubringen (2 Geschäftsmänner), die Zunge, Kopf und Genitalien abzuschneiden und dann würde schon alles gut gehen.

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Überglücklich und schwitzend von Ouagadougou nach Tomegbé und ein Besuch im Voodoodorf

Nun lebe ich hier seit knapp 2 Wochen in Ouagadougou in Burkina Faso, in einer großen Villa mit 2 Terrassen die 25 min Fußmarsch von der nächsten Asphaltstrasse entfernt ist, in einem Viertel, wo nur jedes zwanzigste Haus Strom hat (meines inklusive) und einem Gartenwächter, der nachts vor meinem Gartentor steht. Seltsames Gefühl so eine Villa für sich alleine zu haben, wenn Leute neben mir zu zehnt in einer Blechhütte wohnen. Ja und vor ein paar Tagen haben wir mit dem Chef von AGBE einen Ausflug in das Dorf Tomegbé gemacht und dort einiges erlebt..

Von Togo nach Burkina Faso: Ein Besuch bei meiner Gastmutter, ein Krokodilen-Ritt und ein kaputtes Moto

Wir sind unterwegs im Togo Richtung Norden. In Sokodé wollen wir so schnell wie möglich weiter, denn das ist eine ziemlich hässliche und dreckige Stadt mit vielen Idioten. Kleine Tamberna-Dörfer von Voodoos an denen wir vorbei kommen sind da schon touristischer. In Dapaong habe ich dann schließlich meine Gastmutter vom letzten Aufenthalt wieder gesehen, sie hat jetzt ein kleines Kind. Leider war es alles nicht so herzlich und schön, wie ich es in Erinnerung hatte. Ich sollte gleich Geld für Essen und Unterkunft zahlen und Dzifa hatte dabei eigentlich nie Zeit. Schade.

Zwei Mädchen in Lomé – Hauptstadt von Togo, Brunnenduschen und ein Ausflug nach Kpalimé

Gleich am ersten Tag tauschten wird Geld auf dem Schwarzmarkt, um für die nächsten Wochen gewappnet zu sein. Das Preis-Leistungsverhältnis hat sich in den letzten drei Jahren wo ich hier war nicht im geringsten geändert: Ein Essen an der Straße kostet ca. 20 Cent. Am ersten Sonntag ging’s dann in die Kirche wo gerade ein besonderer Gottesdienst war, nämlich extra für kranke. Das war total interessant. Wir wurden irgendwie gleich zu dem Chor gesetzt und kamen uns ein bissel verloren vor neben all diesen 500 schwarzen Menschen.. aber es war toll!

Afrika und Kuba

Durch den Sklavenhandel, der in früherer Zeit durch die Spanier auf Kuba betrieben wurde, ist ein großer Teil der Bevölkerung, man schätzt etwa 50%, afro-kubanischer Abstammung und somit farbig. Der überwiegende Teil davon lebt im Osten der Insel.

In den 70er und 80er Jahren standen deren religiöse Rituale unter Strafen und die Priester wurden öffentlich schikaniert. Anfang der 90er Jahre wechselte die Regierung Castros ihre geistige Haltung und kooperiert seither mit einigen dieser religiösen Gruppen.

Völkermord in Ruanda: Ethnisches Bewusstsein als Grundlage für die Durchsetzung von Machtinteressen

Tatsächlich ging es bei dem Völkermord in Ruanda 1994 um Machtkämpfe bei denen die Ethnizität lediglich gebraucht wurde, um ein Bewusstsein, ein Wir-Gefühl zu beschwören.  Hierdurch konnte die Grundlage für die Durchsetzung von Machtinteressen geschaffen werden.

Direkt nach dem Völkermord in Ruanda 1994 trat eine Empörungswelle der westlichen Welt los. Man verstand nicht, wie sich in einem Volk mit der gleichen Geschichte, Kultur und Sprache zwei so voneinander abstoßende Pole bilden konnten. Doch untersucht man die Geschichte Ruandas und die klare Rassentrennung der Kolonialherren, so wird schnell deutlich, dass die ersten Weichen für den Konflikt bereits im Jahr 1894 gestellt wurden – mit dem Beginn der Erforschung des Landes durch die Europäer und der anschließenden Kolonialisierung. Heute lässt sich feststellen: Die Kolonialherren haben durch die Einteilung der ruandischen Bevölkerung in Rassen die entscheidende Rolle bei der Grundsteinlegung des Konfliktes gespielt. Dabei waren ihnen nicht im Geringsten geschichtliche und kulturelle Wurzeln des Landes und dessen Bewohner bekannt. Doch auch durch die Medien verstärkte sich der gegenseitige „Rassenhass“. Diese haben die Vervielfältigung schriftlicher Hetzparolen, sowie mündliche, menschenrechtsverletzende Anschuldigungen von Radiosprechern zu verantworten. Der aufkeimende Völkermord wurde durch die Medien immer weiter vorangetrieben und so auch unterstützt. Sie markierten in Ansprachen die klare und bewusste Trennung beider „Ethnien“; jeder, der sich nicht als eines der beiden identifizieren konnte, wurde zum Staatsfeind erklärt. Die ethnische Politisierung fand so ihren Höhepunkt, da ein gegeneinander kämpfen fast zwanghaft wurde. Alle politischen Ziele wurden auf die Ebene der ethnischen Zugehörigkeit verlagert. 

Hetzmedien als Weichensteller für den Völkermord in Ruanda

Hetzmedien bestimmten in den 90er Jahren das politische Klima in ganz Ruanda. Zuerst unterschätze man ihre Wirksamkeit und den Einfluss, den sie auf die Politik ausübten. Doch heute ist klar, dass sie die Konfliktsituationen und Auseinandersetzungen beider „Ethnien“ geradezu herbeischworen und so einen bedeutsamen Weichensteller für den Völkermord darstellten.

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