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G.Rossini - Der Heiratswechsel, La Cambiale di Matrimonio di G. Rossini (Deutsche Übersetzung: Alexander Ernst)

Der Heiratswechsel Von Gioacchino Rossini Komische Farsa in einem Akt Libretto von Gaetano Rossi Übersetzung ins Deutsche Alexander Ernst Personen: Tobia Mill (Buffo) Kaufmann Fannì (Sopran) seine Tochter Edoardo Milfort (Tenor) Slook (Buffo) Kaufmann aus Amerika Norton (Basso) Kassierer von Mill Clarina (Mezzosopran) Zofe von Fanni Ladenangestellte und verschiedene Diener von Mill Die Handlung spielt im Hause Mills.

ERSTER AKT: Schlicht eleganter Saal im Hause Mills, der mit verschiedenen Räumen verbunden ist. Ein kleiner Tisch mit Schreibzeug, Stühle. Erste Szene Norton in der Mitte auftretend, Clarina überquert die Bühne Norton Der alte Brummbär ist nicht anwesend: Bleib’ einen Augenblick bei mir, Clarina. Clarina Aber die Herrin könnte mich In Kürze zu sich rufen. Norton Aber noch sind wir hier unter uns... Clarina Verrate mir schleunigst, welche Gedanken Dich zu mir führen. Norton Wann wird Miss einen Ehemann nehmen! Clarina Das scheint noch im fernen zu liegen. Norton (geheimnisvoll) Du weißt nicht alles! Clarina (neugierig) Und was weißt du? Norton Große Neuigkeiten! Clarina Was ist es wohl? Norton Du musst nämlich wissen... Clarina Und, nun!... Oh, weh! Der Herr schon hört man ihn reden. Komm’ bald wieder und erzähl’ mir den Rest, Alles musst Du mir erklären. Norton Der Herr naht, schon hört man ihn reden. Bald werd’ ich es Dir erzählen, jetzt kann ich’s Dir nicht länger erklären. (Sie trennen sich und gehen ab)

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Wasserlos waschen auf welkem Gras - zur Habermas-Ratzinger-Debatte

„Die Demokratie setzt die Vernunft im Volk voraus, die sie erst hervorbringen muss!“ Karl Jaspers

„Im Notwendigen Einheit, im Zweifel Freiheit, in allem die Liebe“ GAUDIUM ET SPES

Zu Beginn des Jahres 2004 trafen der Hausphilosoph der Bundesrepublik Deutschland, Jürgen Habermas, und der spätere Papst Benedikt XVI, damals noch Kardinal Ratzinger, zusammen für eine Disputation über die „Vorpolitischen moralischen Grundlagen eines freiheitlichen Staates“. Obwohl die unterschiedlichen politischen, philosophischen und nicht zuletzt biographischen Hintergründe der Disputanden durchaus Anlass geboten hätten, blieb eine Fortsetzung der hergebrachten Grabenkriege zwischen konservativem Katholizismus und säkularer, linker Gesellschaftstheorie aus. Beobachter und Kommentatoren der Debatte stellten vor allem Überschneidungen und Verbindlichkeiten zwischen den beiden Vorträgen heraus und beschworen das neue Klima der Annäherung und gegenseitigen Befruchtung zwischen den Vertretern von Glaube und Ratio. Im folgenden Beitrag soll die Debatte einer kritischen Untersuchung unterzogen werden. Zum einen soll beleuchtet werden, wie weit die propagierte Einmütigkeit tatsächlich trägt, bzw. welche Grenzen der Annäherung schon aus den Vorträgen selbst erlesbar ist. Dort wo sich tatsächlich ein kleinster gemeinsamer Nenner ausmachen lässt, soll dieser zunächst von beiden Innenperspektiven her und dann mit Blick auf eine ideale demokratische polis auf seine Tauglichkeit untersucht werden. Den Abschluss bildet ein Verweiß auf eine echte gegenseitige Befruchtung mit dem urchristlichen Gesellschaftsmodell als Blaupause.

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