Reise

Videodoku: Bei Freunden in der Ukraine – In der Kirche und im Wodkaladen (Teil 2)


Videolink: http://video.google.com/videoplay?docid=1952613513333789197

Der erste Tag in Iwano-Frankiwsk. Die Gruppe aus Tutow macht sich auf den Weg und erkundet die Stadt. Auf dem Programm stehen die Kirchen, ein Wodkaladen und ein Besuch beim örtlichen Caritas-Zentrum. Hier singen alt und jung zusammen. Zwischendurch werden die Deutschen Gäste präsentiert und erhalten Applaus, auch Jan und ich, die als Studenten vorgestellt werden. Wozu fragen wir uns, aber möglichst höflich bleiben, ist die Devise und so stehen wir artig auf und bedanken uns. Michael hält eine kurze Rede und verspricht sein Engagement und seine Hilfe fortzusetzen. Auf dem Stadtrundgang begegnen wir alten Bekannten. Einige junge Ukrainer waren mit einer Jugendgruppen zu Besuch beim evangelischen Pastor Sebastian in Tutow. Zufällig treffen wir sie nun. Auch auf der Tour versuchen die Tutower mit ihren Kameras alles penibel fotografisch festzuhalten. Von Neugier getrieben mehr über das Leben in der Ukraine zu erfahren, werden auch die Sprachbarrieren überwindbar. Soviel wie möglich wollen wir vom Leben in der Ukraine erfahren. Eine Fahrt im örtlichen Nahverkehrsbus kommt wie gelegen!

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Videodokumentation: Bei Freunden in der Ukraine - Ankunft in Iwano-Frankiwsk (Teil 1)


Videolink: http://video.google.com/videoplay?docid=-1216650022947849904

Für fünf Tage ist die Gruppe um Michael aus Tutow (Vorpommern) in Iwano-Frankiwsk in der Ukraine. Sie wohnen in der Zweiraumwohnung von Lonja und Tanja. Michael kennt sie noch von früher, als sie in der DDR mit der „Roten Armee“ bei der sowjetischen Luftwaffe stationiert waren. Seit der Wende macht er sich fast jährlich auf den Weg besucht Freunde und verteilt Sachspenden, die er in Deutschland gesammelt hat.

Nach mehr als 36 Stunden Fahrt und 9 Stunden Warten an der Grenze kommen sie endlich um sechs Uhr morgens in „Iwano“ an. Lonja und Tanja begrüßen sie zusammen mit ihrer Tochter mit Brot, sauren Gurken und ukrainischen Wodka. Die Sachen, die die Gruppe mitgebracht hat, werden ausgepackt. Gleich probiert Lonja die Kleidung von der Bundeswehr, die Michael für ihn besorgt hat.

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Dubai – Kabul

Um 5.30 Uhr ziehe ich aus dem „Dreamland Hotel“ in Dubai aus. Am Flughafen treffe ich Jeff wieder. „Did you sleep well?“ „Oh my god! This Iranian lady last night!“, antwortet er. Offensichtlich hat er in der letzten Nacht nicht geschlafen. Wir checken in. Etwas verwirrend hier. Ein älterer Afghane in traditioneller Kleidung findet sich auch nicht zurecht. „Hey Dude back there is the end!“, weist Jeff ihn zurecht.

Richtung Kabul – Berlin, Frankfurt, einen Tag in Dubai und eine Nacht im Dreamland Hotel

Ein Jahr in Kabul. Ein kleine Odyssee – das Geld für den Flug geht vom Honorar ab, also suche ich mir die billigste Variante. Von Berlin geht es nach Frankfurt am Main für 28 Euro. Den Tag verbringe ich dort und nehme am Abend einen Flug nach Dubai für 198 Euro. Im besten Falle würde ich dort dann gleich noch einen Anschlussflug nach Kabul (für 220 US-Dollar) bekommen.

India! Ein verrücktes Land!

So anders habe ich es mir vorgestellt. Wie weiß ich nicht. Vielleicht ein bischen wie in den Märchen von früher. Naja, ich weiß, dass ist lange her und das Vorgestellte nie so, wie man es sich erträumt.

Camilleri: Schön und interessant war diese Reise durch Sizilien bis nach Deutschland

Endlich habe ich meine Arbeit über Andrea Camilleri fertig. Meine Wahl der Thematik, Camilleri: „Von Sizilien nach Deutschland“, hat sich durch die Tatsache inspirieren lassen, dass mein Professor mir diesen interessanten, aktuellen und besonderen Stoff vorgeschlagen hat. Der sizilianische Autor ist ein richtiges Phänomen in Deutschland geworden. Er hat mit seinen sizilianischen Geschichten ein Millionenpublikum verführt. Darüber war ich auch erstaunt und überrascht. Andrea Camilleri wurde 1925 auf Sizilien geboren und ist jetzt in Rom lebend. Er bedient die Literaturfreude mit unterhaltsamen Geschichten um seinen Commissario Montalbano. Daneben schreibt er aber auch überaus erfolgreiche und hintersinnige historische Romane über seine Heimatinsel, wie zum Beispiel „König Zosimo“.

Camilleris Bücher zeichnen sich durch eine besondere sprachliche Mischung des Italienischen mit zahlreichen Dialekten wie dem Sizilianischen, Milanesischen, Genuesischen und Napolitanischen und Einsprengseln anderer Sprachen, wie dem Spanischen aus. Die Sprache Camilleris ist hierdurch oft mit lokalen Mundarten so imprägniert, dass sie in manchen Ausdrücken selbst für viele Italiener nur noch durch die Stimmung und aus dem Zusammenhang heraus verständlich wird. Daraus ergibt sich die Frage, wie eine derartige Sprache übersetzt werden kann. Ist dies überhaupt möglich? Dies war das Thema meiner Abschlussarbeit. Dazu habe ich italienische Originale der Romane „Il cane di terracotta“ (Der Hund aus Terracotta – Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall) und „Il re di Girgenti“ (König Zosimo) von Camilleri mit den deutschen Übersetzungen verglichen.

Christiane von Bechtolsheim verfolgt die folgende Strategie bei der Übersetzung des Mafia-Krimis „Der Hund aus Terracotta – Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall“ ins Deutsche. Der Roman spielt in Sizilien und so finden sich viele dialektische Ausdrücke der Region im Originalroman. Sie rufen spezielle Assoziationen beim italienischen Leser hervor. Um nun in der Übersetzung die gleiche Wirkung wie im Italienischen zu erzielen, wurde der Dialekt nicht etwa durch einen Dialekt einer deutschen Region ersetzt. Stattdessen behandelt Bechtolsheim den Dialekt der Originalsprache für die Übersetzung wie eine fremde Sprache im Roman. Sie verfremdet die Sprache der Figuren und verdeutlicht dem Leser somit die Unterschiede zwischen den Charakteren. Dies ergibt durchaus Sinn, denn es wäre für deutsche Leser unverständlich und verwirrend, wenn ein Sizilianer in einem Roman plötzlich den Dialekt einer Region in Deutschland sprechen würde. Wieso sollte ein Sizilianer plötzlich zum Beispiel sächsisch sprechen? Dies wäre absolut unlogisch. Somit ist es klar bewiesen, dass man einen Dialekt nicht mit einem Dialekt übersetzen kann. Ein Dialekt wäre eine vollkommene Verfremdung und Verunstaltung.

Weihnachten und Neujahr zu Hause in China: Meine ganz persönlichen Eindrücke aus Peking und Shanghai

Jetzt bin ich wieder in Deutschland. Meine Hotmail-Mailbox ging irgendwie in China nicht richtig. Also gibt es jetzt erst Nachrichten von mir aus Berlin. Ich war weniger als 20 Tage in China. Die Zeit war zwar nicht sehr lang, aber ich habe sehr viel gesehen. Ich bin direkt in Peking angekommen, habe mich mit einem alten Freund aus Deutschland getroffen und dann mit Susi (meiner Freundin) zusammen in Shanghai Weihnachten gefeiert. Susi kommt aus Deutschland und macht gerade ein Praktikum in China.

新天地,上海,Xin tiandi, Shanghai, 12.2005
中国,China, Great Wall - Große Chinesische Mauer, Januar 2006
雍和,北京, Yonghe Temple, Bejing, Peking, 12.2005
上海,Das moderne Shanghai im Dezember 2005

In Shanghai ist es eindeutig weihnachtlicher als in Peking, aber trotzdem nicht vergleichbar mit Deutschland. Zu Hause bei meiner Familie mit Susi zusammen – das ist schon das schönste Weihnachten, welches ich erlebt habe.

Shanghai ändert sich ständig. Die Stadt fand ich echt cool, natürlich weil ich aus Shanghai komme! Ich bin sehr stolz darauf. Da gibt's auch fast alles, was man für ein europäisches Leben braucht. Im Vergleich zu Peking, hat Shanghai auch super Ausgehmöglichkeiten. Wir waren zu Silvester in Peking und haben in der Bar-Straße versucht, ne coole Bar zu finden, aber das ging einfach nicht. Also Ausgehen in Peking ist ziemlich uncool und auch die Leute.

Ich finde die Mode in Peking ist hinter Shanghai. Die Leute ziehen sich einfach uncool an und starren uns immer so bescheuert an. Natürlich in Shanghai passiert das auch, aber nicht so übertrieben wie in Peking. Die Pekinger sind auch sehr hochnäsig und unfreundlich, egal ob zu Chinesen oder Ausländern. In Shanghai ist es auch nicht sehr viel besser. Aber das moderne Shanghai und die Kulturen in Peking haben bei uns einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Wirklich erstaunlich!

Obwohl ich selbst Chinese bin, finde ich (und auch Susi), dass die Chinesen ihre Städte nicht richtig pflegen. Sie spucken nämlich einfach auf die Straßen! Unglaublich! Und sogar in der verboten Stadt und auf der chinesischen Mauer. Manchmal dachten wir, dass die Chinesen ihre Städte nicht wirklich verdient haben. Aber auch die Koreaner spucken, sogar in Xin Tiandi! Finde ich echt bescheuert.

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