Werbung - Kernaufgabe der Suchmaschinenbetreiber?

Theo Röhle von der Universität Hamburg hat einen interessanten Beitrag über die Erhebung von Nutzerdaten bei Suchmaschinen, insbesondere bei der personalisierten Suche geschrieben. In ‘Think of it first as an advertising system’: Personalisierte Online-Suche als Datenlieferant des Marketings” (pdf) kommt er zu dem Ergebnis, "dass die gezielte Vermarktung von Werbeplätzen sich zur Kernaufgabe der Suchmaschinenbetreiber entwickelt hat." Die Personalisierte Online-Suche wie sie Google und Yahoo anbieten, können zwar für viele Nutzer die Suchergebnisse verbessern - also die Relevanz für den Einzelnen erhöhen -, durch die Protokollierung und Auswertung des Userverhaltens wird der Nutzer jedoch selbst überwachbar und persönliche Daten werden (möglicherweise gar zeitlich unbeschränkt) für kommerzielle Zwecke (aus)nutzbar.

Aufgrund des kommerziellen Hintergrunds der großen Suchmaschinen ist dies meiner Meinung nach nicht verwundernswert. Als profitorientierte Unternehmen sind sie in der Tat gezwungen, jedwede Möglichkeit Einnahmen zu erzielen zu nutzen.

Auch Theo Röhle kommt zu dem Schluss:

(Es) "wird deutlich, dass die zunächst zur Verbesserung der Suchergebnisse erhobenen Nutzerinformationen einem immer stärkeren kommerziellen Verwertungsdruck ausgesetzt sind."

Die Frage stellt sich daher: Inwieweit will ich als Nutzer da mitmachen? Und welche Alternativen gäbe es?

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Comments

Hallo Ihr "InformationsNutzer",

Zitat aus den o.s. Text: "Die Frage stellt sich daher: Inwieweit will ich als Nutzer da mitmachen? Und welche Alternativen gäbe es? "

Ich sehe durch verschiedene Statistiken und Auswertungen die heutige Entwicklung der Nutzverhaltens im Rahmen meiner Informationsbeschaffung, dass die aktuellen Online-Nutzer in den nächsten Jahren weniger auf Suchmaschinen zugreifen werden und interessante Website in eigenen ausgewählten Listen zusammenfassen. Dieser Trend ist jedoch so minimal, sodass es kaum Auswirkungen, durch den steigenden Internetkonsum, auf die Suchabfragen der jeweiligen Begriffe über die Suchmaschinen haben wird. Klar ist auch: Es gibt kaum Online-Projekt-Kandidaten bzw. Ideen die Suchmaschinen, gerade Google, in Ihrer dominierenden Rolle ablösen könnten.

Wer schon einmal als Projektinhaber GoogleAdwords genutzt hatte und allg. gebräuchliche Begriffe bewerben wollte, weiß, dass die Kosten meist höher sind als der Nutzen, ausser man legt alles auf Kundenaquise aus, ohne Rücksicht auf Kosten.

Fazit: Verfasser von Nutzerinformationen müssen (sollten) also aktuell und auch in Zukunft um Platzierungen in Google kämpfen.

Tipp: Wer ein neues Online-Projekt starten möchte und auf Google-Platzierungen setzen will, braucht eine Domain die schon einie gewisse Zeit online war, sonst verzögert sich der Platzierungserfolg auch mit einem max. an Arbeit auf meist 2 Jahre - dann erst weiß man was zu erwarten ist.