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Die Sicherheitslage verschlechtert sich: Eine Reihe von „Vorfällen“ und ein Überfall auf ein GTZ-Fahrzeug – Internationale Perspektive

Die Sicherheitslage verschlechtert sich: Eine Reihe von „Vorfällen“ und ein Überfall auf ein GTZ-Fahrzeug

Zu Hause war wieder Lernen angesagt, nachmittags musste ich mich mit Migräne hinlegen. Martina meinte: Du bist aber auch die ganze Zeit wie unter Strom. Selbst wenn Du mal aufs Klo musst, rennst du dahin. Nachmittags sind die anderen alle ins Büro gefahren, eigentlich wollten sie zu ISAF einkaufen. Im Büro angekommen bekamen sie eröffnet, dass es jetzt ein Sicherheitstreffen für alle gäbe (ohne mich). Es scheint wohl eine Reihe von Vorfällen gegeben zu haben: Bei dem Staudamm, an dem wir zwei Wochen zuvor zu einem Ausflug waren, gab es einen zweiten Überfall auf ein GTZ- Fahrzeug.

Zu Hause war wieder Lernen angesagt, nachmittags musste ich mich mit Migräne hinlegen. Martina meinte: Du bist aber auch die ganze Zeit wie unter Strom. Selbst wenn Du mal aufs Klo musst, rennst du dahin. Nachmittags sind die anderen alle ins Büro gefahren, eigentlich wollten sie zu ISAF einkaufen. Im Büro angekommen bekamen sie eröffnet, dass es jetzt ein Sicherheitstreffen für alle gäbe (ohne mich). Es scheint wohl eine Reihe von Vorfällen gegeben zu haben: Bei dem Staudamm, an dem wir zwei Wochen zuvor zu einem Ausflug waren, gab es einen zweiten Überfall auf ein GTZ- Fahrzeug. Eine Frau wurde dabei mit einem Messer verletzt, das Auto ausgeraubt. Eventuell war es nur dem Auftauchen von einem weiteren Fahrzeug zu verdanken, dass nicht mehr passiert ist. Im Osten von Kabul, in der Nähe des Stadtzentrums, gab es Raketeneinschläge, in dem Stadtteil Wazir Akbar Khan ist ein europäisches Haus überfallen und ausgeraubt worden, es gab –laut Berichten- Anschlagsversuch auf den Kriegsminister Fahim und bei Hezarak hätte es “Vorfälle” gegeben (letzteres stimmte nicht). Bei dem angeblichen Anschlagsversuch auf Fahim wurden zwei Iraner festgenommen. Wahrscheinlich wäre niemand besonders verärgert gewesen, wenn der Anschlag geglückt wäre, denn Fahim kann kaum jemand leiden, nicht mal aus den eigenen Reihen. Mir ist auch ein Rätsel, wie es diesen Deppen vom Geheimdienst mit ihren Autos mit verdunkelten Fensterscheiben tatsächlich gelingen sollte, einen Anschlag zu verhindern. Vielleicht sind es auch nur Stories, um zu zeigen, wie wichtig der Geheimdienst ist. Schade sind diese Vorfälle. Für uns, die wir von all dem nichts merken im Alltag, bedeutet es nur eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit: Nicht mehr alleine durch die Stadt laufen, Bazare und Gedränge meiden, keine Fahrten außerhalb des Stadtgebietes, es sei denn mit zwei Fahrzeugen zu je mindestens zwei Leuten. Wir bekommen ein paar Tage später auch Funkgeräte, die wir grundsätzlich eingeschaltet lassen sollen (deren Reichweite aber zu gering ist, wie wir später feststellen). Auch meine für diese Woche geplante Fahrt nach Hezarak, um mir alles mögliche genauer anzusehen, mir einen Dolmetscher zu suchen und den Dorf- Ältesten ‚Guten Tag’ zu sagen, muss jetzt ausfallen. Klaus meinte, als er in Uganda war, ist ständig jemand überfallen worden. Da hätte der zuständige Referatsleiter vom Entwicklungsdienst nur gesagt: In Deutschland kann man auch ausgeraubt werden. Aber Afghanistan ist halt immer noch eine negative Meldung wert. Dieser Überfall auf das GTZ- Auto kommt bestimmt in den Medien und die Raketen auch, selbst wenn sie keinen Schaden angerichtet haben. Ein paar Tage später bekommen wir allerdings mit, dass die oben erwähnte Frau auch vergewaltigt worden ist und das ist dann natürlich noch mal eine recht üble Geschichte.