Gesellschaft

Ich sollte über Ostern in Griechenland schreiben

Hoi Hoi! Wie geht’s Euch? Wahrscheinlich geht’s gut und mir geht’s. Deswegen bin ich wieder zurück auf dieser Seite und um dieses mal über Ostern zu schreiben. Ich hätte vorher eigentlich schon über den ersten April schreiben müssen, aber ich habe das vergessen.

Ostern in Italien – heißt für mich vor allem Schokolade, Schokolade, Schokolade und essen, essen, essen!

Zu Karfreitag essen wir in Italien nur Fisch, sehr leicht. Es gibt keine Süßigkeiten oder leckere Sachen, weil Christus gestorben ist, deshalb ist dieser Tag nicht mein Lieblingstag… Am Samstag versucht man dann zu vergessen, dass Jesus umgebracht wurde, also ist es empfehlbar einen Spaziergang am Gardasee zu machen, auf’s Land mit dem Fahrrad oder für faule Leute wie Valeria mit der Vespa zu fahren.

Kein Ostern in China

Vom Osterfest habe ich in China früher nur etwas aus Büchern erfahren. Ehrlich gesagt, das Osterfest und auch Weihnachten gehören zu westlichen Ländern. Viele Leute wissen etwas über Weihnachten, aber ich glaube, dass nicht so viele etwas über das Osterfest wissen.

Katholizismus in Brasilien: Die Lebendigkeit des religiösen Gefühls, Ursachen und Auswirkungen in Gesellschaft und Familie

In der Beschreibung des brasilianischen Charakters bemerkt man häufig, dass dieser von Sensibilität, Irrationalität und Religiosität geprägt ist. Die Kräfte dieses Gefühls, die stets auf die Meinungen und Verhalten des Brasilianers wirken, zerstreuen seine Interessen an sinnlichen und objektiven Bestimmungen. Um diese Aussage zu verstehen, ist es notwendig die Wurzeln Brasiliens zu kennen. Sie entstammen dem portugiesischen Teil der iberischen Halbinsel. Portugal spielte im 15. und 16. Jahrhundert bei der Etablierung neuer Handelswege und der Eroberung und Entdeckung der Länder dieser Regiong eine sehr große Rolle. Die Portugiesen gründeten Kolonien in Afrika, Amerika und Asien und sie gründeten Brasilien. Die Lebendigkeit des religiösen Gefühls in Brasilien erklärt sich daraus, dass die „Entdecker“ nicht nur im Namen der portugiesischen Krone, sondern auch in dem von der katholischen Kirche geführten Gegenreform handelten. Dieses Gefühl entwickelte sich auf unterschiedliche Weise, teils mystischer und fanatischer Art, besonders in den ärmsten Bundesländern und auf dem Land, teils dogmatischer, dessen Fall in den Großen- und Hauptstädte vorkam. Der Unterschied bestand auch in der Art, wie man die Religion behandelte, das heißt mal formal, mal zeremoniell, mal rituell.



[quote] „Die Menge folgte dem Baldachin und schloss sich dem Gebet der Priester an. In vollem Ornat, mit reuiger Miene und gefalteten Händen, ließ Pater Basílio seine tönende Stimme zum Gebet erschallen. Der fromme Mann war zu dieser wichtigen Verrichtung wegen seiner hervorragenden Tugenden ausersehen worden, die ihm Anerkennung und die Achtung aller eintrugen; im übrigen war er als Eigentümer von Ländereien und Pflanzungen selbst daran interessiert, dass der Himmel eingriff. Deshalb betete er mit verdoppeltem Nachdruck“. „Gabriela“ von Jorge Amado. [/quote]

Wohnen in Berlin: Ich habe das echte Berlin entdeckt

Auf jeden Fall war es ein aktives Leben hier. Ich war so unternehmensfreudig und mit viel Energie als ich nach Berlin kam. Ich habe versucht, alles was möglich ist zu lernen und meine Ziele zu erreichen – an der Uni und im täglichen Leben.

Berlin lässt niemanden im Stich

Am Anfang meiner Zeit in Berlin steht das Leben der Entdeckung. Ich fühle mich von den Berlinern angezogen. In Berlin gibt es viele internationale Studenten, aber mich interessieren vor allem die verschiedenen Berliner in Ost und West.

Stadtforum Berlin: Panel Stadtentwicklung, Aktion gegen Palastabriss und Null-Toleranz-Politik gegenüber Berliner Bandenpolitik

Café Moskau, 3. Februar 2006, ein Stadtforum des Berliner Senats „talents, technology, tolerance_berlin”. Da waren einige Professoren, ein Vorzeigeunternehmer und die Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer. Sie war in den letzten Wochen vor allem damit beschäftigt den Palastabriss voranzutreiben. Kurz nach meinem Eintreffen startete deshalb gleich eine Aktion des Bündnisses für den Palast und auch sonst konnten sich die Berliner Politiker einiges Anhören. Unter starkem Beifall der hinteren Ränge und Schweigen der vorderen Ränge forderte Stefan Krätke von der Europa-Universität Viadrina „Null-Toleranz gegenüber der organisierten Bandenpolitik Berliner Politiker“.

Voll besetzt war der Saal in der ersten Etage des Café Moskau an diesem Nachmittag und so stand ich erst einmal an der Seite und verfolgte die Vorträge. Interessanter wurde es auch bald direkt neben mir. Hier versammelten sich Gegner des Palastabrisses, die eine Aktion vor der Rede der Senatorin Junge-Reyer vorbereiteten.

Im Palastbündnis engagiert sich auch Karin aus dem Wedding. Sie arbeitet freischaffend als praktizierende Stadtsoziologin unter anderem mit Nicht-Regierungs-Organisationen. Am Rande der Veranstaltung gibt sie mir ein kleines Interview zum Stand der Debatte, dem Ziel der Aktion und dem Bündnis für den Palast.

 

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Ich: Was werdet ihr jetzt machen?

Karin: Wir starten jetzt gleich ein Aktion. Willst Du mitmachen?

Ich: Hm. Ich weiß zu wenig darüber.

Karin: Na ja, wenn Du gegen den Palastabriss mach doch einfach mit.

Ich: Sag mal, der Abriss ist doch beschlossene Sache. Was wollt ihr denn jetzt noch ausrichten?

Karin: Ja, wir hatten die Bundestagsdebatte ja noch einmal in Gang gebracht, aber dort haben sie leider gegen den Palast entschieden.

Ich: Ja, deshalb. Was denkt ihr, könnt ihr mit einer Aktion hier denn noch erreichen?

Karin: Solange 20 Tonnen Stahl und Beton noch dort stehen, ist es noch nicht zu spät. Wir wollen eigentlich, dass die Stadtentwicklungssenatorin sagt: ‚Man tolle Aktion! Ich stoppe den Abriss.’

Ich: Hm. Was für eine Aktion startet ihr denn jetzt genau?

Karin: Wir werden jetzt gleich vor die Bühne gehen und unsere Blätter mit der Forderung den Palastabriss zu stoppen hoch halten.

Ich: Verstehe. Und woher habt ihr die Idee für diese Aktion?

Karin: (lächelt) Wir haben unsere kreativen Protestformen selbst entwickelt und brauchten da nicht lange nachdenken.

Ich: Ok, noch mal über den Abriss. Es ist doch beschlossene Sache. Wie kommt es, dass trotzdem immer noch so viele beim Palastbündnis dabei sind?

Karin: Ja, es sind immer noch um die 50 Leute, die aktiv mitmachen. Die Sache ist die, das was jetzt mit dem Palast passiert, ist doch eine Metapher zu ALLEM was gerade passiert …und was passiert ist – zur Wiedervereinigung, zu Finanzen und der Korruption in der Stadt, zum Umgang in der Politik, zur Vergangenheit und so weiter.

Ich: Was erwartet ihr, was passieren wird? Was erwartet ihr zum Beispiel von den Leuten im Raum?

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