Erasmus in Berlin: Harsche Umgangsweisen, ein paar nette Berliner und internationale Parties mit aller Welt

Liebe Weihnachtsmänner und –frauen, Es geht mir sehr gut hier. Ich habe meine mittlere Krise überwunden. Bin wieder gesund. Heimweh habe ich aber immer noch ein wenig. In den letzten Wochen habe ich viel unternommen und habe vor meinem Heimflug auch noch so einiges vor. Also, da waren Manu und Moni, die mich besucht haben. 36 Stunden, die vergingen wie Sekunden. Schöne Spaziergänge, Shoppingtouren und feines Essen sollen den Mädels in Erinnerung bleiben. Eine Meisterleistung der Beiden war allerdings auch in dieser kurzen Zeit möglichst vielen unfreundlichen Leute zu begegnen. Es gibt tatsächlich einige Sitten und Umgangsweisen hier, die Herr und Frau Schweizer nicht gewohnt sind. Beispiel A) Busfahrer wartet nicht, bis man ausgestiegen ist. Beispiel B) Kellnerin verdreht die Augen, wenn man sich berechtigterweise beschwert. Beispiel C) wer im bedienten Café noch eine zweite Sahne möchte: „Hol sie selbst, ich hab hier noch was zu tun!“). Positiv daran ist, dass ich lerne mich zu wehren und jemanden darauf hinweisen kann, dass er sich im Ton vergreift oder eben in gleicher Weise zu kommunizieren. So „sind wir auf Nadeln“ und warten nur, bis uns einer blöd kommt. Man muss sich eben anpassen können. Privat bin ich aber kaum in Kontakt mit Berlinern oder dann nur mit sehr netten. So verbringe ich meine Freizeit mit Schweizern, Franzosen, Spaniern, Finnen, Italienern und Angehörigen anderer Nationen. Letzte Woche zweimal WG-Party, Ausflug nach Potsdam. Ah ja und der absolute Knüller war der Besuch in der „Rose“: Wände aus rotem weichem Plüsch, Deko aus kitschigen Plastikrosen, Diskokugeln, Spiegeln und süssen Gemälden. Der vorwiegend männlichen Klientel steht auf der Toilette neben Seife auch Lotion zu Verfügung. „Love this town.“ Diese Woche sind noch ein paar Weihnachtsessen und –partys geplant, bevor ich dieses Treiben in der Schweiz fortsetze. Bin sehr froh, wieder zwei super liebe Frauen kennen gelernt zu haben, mit denen man Pferde stehlen kann!

Ich will ehrlich sein

Eine Italienerin 8 Monate in Berlin. Ich will ehrlich mit dem Land sein, das mich so viel am Anfang meines Aufenthalts erstaunt hat und am Ende so verzaubert! „Meine Mauer im Kopf“ ist dafür eine gute Metapher, die meinen Clichées, den Sorgen entspricht, die ich vor einem Jahr als Erasmus-Studentin hatte. Es war mein erstes Mal in Deutschland und besonders in einer so großen, multikulturellen und einzigartigen Stadt wie Berlin, die aus so vielen Bezirken besteht. Ich komme aus einem kleinen Dorf mit 25.000 Einwohnern am Gardasee, wo alles aus Gold zu sein scheint und auch die Leute sind so artifiziell, als ob sie aus Gummi gestaltet wurden. Als ich in Deutschland am 28. September 2004 ankam, fühlte ich mich unwohl, wegen vieler kultureller Unterschiede und der Mentalität und ich habe gedacht: „Deutschland ist wirklich ein komisches Land.“ Zum Glück sind diese Gedanken – die „Mauer in meinem Kopf“ – gefallen, wie die Berliner Mauer vor 16 Jahren 🙂 Mein erster Eindruck auf der Brücke am Halleschen Tor nach einem Monat in Berlin: „Hunde in der U-Bahn, nackte Frauen und Männer gemeinsam in der Sauna, Radfahrer, die kein Ziel haben. Was passiert hier? Warum machen sie das? Was soll das? – wie die Deutschen sagen, aber damals verstand ich diese Frage natürlich noch nicht. Ich finde diesen Ausdruck „Was soll das“ ganz lustig! Was einer jungen Italienerin so alles bei den Deutschen auffiel… vor einem Jahr, den 10. Oktober 2004. In den nächsten Tagen berichte ich euch mehr!

Weihnachtsbäckerei: Honigplätzchen

Den Honig erwärmen,
Das mit Zimt und Backpulver vermischte Mehl sieben,
Mit dem Zucker und Ei unter den Honig rühren,
Mit dem Löffel kleine Teighäufchen auf ein leicht gefettetes Blech geben und bei ziemlich starker Hitze rasch abbacken.

Verlag für die Frau Leipzig, 2. Auflage 1986

30

250 g Honig

250 g Mehl

1 Teelöffel Zimt

1 Päckchen Backpulver

100 g Zucker

1 Ei

Weihnachten: Zu dieser Gelegenheit erzähle ich gerne, was wir in Griechenland in diesen Tagen machen

In jedem Land gibt es verschiedene Sache die zu Weihnachten Tradition sind und es ist immer interessant zu wissen, was jeder von uns zu Weihnachten macht, wenn man in die Heimat fährt. Zu dieser Gelegenheit erzähle ich ihnen deshalb gerne eifrig und mit Liebe, was wir in Griechenland in diesen Tagen machen. Und wenn ich in Griechenland sage, meine ich eigentlich in Thessaloniki, die Hauptstadt Nordgriechenlands.

In Griechenland gibt es keinen Weihnachtsmarkt. Wir machen keine Weihnachtsfeier auf der Arbeit. Und wir feiern Silvester auch nicht auf der Strasse. Vielleicht hört sich das ein bisschen traurig an, aber ich bin der Meinung, dass es nicht traurig ist, sondern relaxter.

Weihnachten fängt für uns am 24. Dezember an und nicht im November, wie in Berlin. Das ist nicht gut. Aber es geht. Denn ich finde es so wie es in Berlin ist schön – diese Stimmung in Berlin auf dem Weihnachtsmarkt. Am 24. aber, sind wir auch alle in Griechenland bereit. Es ist Feiertag!

Auf dem Zentralmarkt an der Tsimiskistrasse gibt es tausende Leute. Manche kaufen für das Abendessen ein. Manche suchen noch nach Geschenken. Andere verbringen einfach Zeit, um einen Kaffee zu trinken und den anderen Gestressten zuzugucken, weil sie schon alles gekauft haben.

Wenn wir mit dem Kaufen fertig sind, dann fangen wir mit dem Trinken an. Wir treffen uns in einer Kneipe im Zentrum und wir trinken einfach ein Bier oder einen Wein, als Aperitivo, bevor wir nach Hause gehen, um mit den Eltern zusammen zu essen.

Nachdem wir mit dem Abendessen fertig gewesen sind, ziehen wir uns ganz schnell um, um auszugehen. Am diesen Tag will niemand zu Hause bleiben und das wird auch niemand machen.

Bis 6 oder 7 am Morgen tanzen alle und danach ist es Zeit um eine Bougatsa mit Käse oder mit Creme oder mit Fleisch oder mit Spinat (spanakopita) zu genießen. Dazu gibt es immer einen Kakao.

Schließlich wartet das Bett auf uns. Wir müssen ein Paar Stunden schlafen, denn wir am nächsten tag.. Ich meine ein paar Stunden später.. sind wir schon bei Verwandten zum Weihnachtessen eingeladen. Aber darüber werde ich morgen etwas schreiben. Bis dann!

Paßt bestimmt gut zum Mohngebäck: „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ von Alexander Wolkow

Die kleine Ellie lebt auf einer Farm in Kansas. Eines Tages wird sie mit ihrem Hündchen Toto von einem Wirbelsturm samt Häuschen davongetragen. Als Ellie das Bewusstsein zurückerlangt, findet sie sich – in einem unbekannten Land. Und als ob das der Aufregung nicht schon genug wäre, fängt Toto an zu sprechen und es erscheint eine gute Fee. Elli wird klar, dass zu Hause weit weg ist. Sie bittet die Fee um Hilfe. Doch einzig der mächtige Zauberer in der Smaragdenstadt hat die Macht sie zurückbringen. Also macht sich Ellie mit ihrem treuen Hündchen Toto auf den Weg, entlang der gelben Backsteinspur. Bald trifft sie drei freundliche Begleiter: eine Vogelscheuche, einen Holzfäller aus Blech und einen Löwen. Jeder ist mit seinem sehnlichsten Wunsch unterwegs. Die Vogelscheuche verlangt ein Gehirn, der Blechholzfäller träumt von einem Herzen und der ängstliche Löwe will den ihm zustehenden Mut. In der Hoffnung auf Macht und Güte des Zauberers, schließen sie sich Ellie an. Viele Abenteuer warten schon: Eine böse Hexe, geflügelte Affen, ein Säbelzahntiger, ein heimtückisches MOHNfeld und dann – eine bezaubernde Entdeckung.

Titel: Der Zauberer der Smaragdenstadt
Original: Volsebnik izumrudnogo goroda
Autor: Alexander Wolkow

dt. Erstausgabe: 1964
Verlag: Verl. f. Fremdsprach. Literatur, Moskau
Übersetzung: Lazar Steinmetz
Illustrationen: Leonid Wladimirski

🙂

Emily

Weihnachtsbäckerei: Mohnbusserln

3 Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Puderzucker und Vanillinzucker dazugeben und im heißen Wasserbad so lange schlagen, bis die Masse sehr steif wird. Etwas abkühlen lassen, dann den gemahlenen Mohn und Gewürze darunterziehen. Die Masse in Häufchen auf ein mit Margarine bestrichenes Backblech setzen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 15 Minuten hellbraun backen.

Verlag für die Frau Leipzig, 2. Auflage 1986

45

3 Eiweiß

1 Prise Salz

150 g Puderzucker

2 Esslöffel Vanillinzucker

100 g Mohn

2 gemahlene Nelken

Forschung in Berlin: Durchbruch bei Uranentfernung aus dem Grundwasser

Die Verunreinigung von Grundwasser mit Uran ist ein großes Problem. Uran ist sowohl radioaktiv ist als auch ein hochtoxisches Schwermetall. Weltweit finden sich mit Uran verunreinigte Grundwasservorkommen. Teile der USA, Griechenlands, aber auch Deutschlands, zum Beispiel Sachsen, Thüringen und Bayern, sind mit dem Problem konfrontiert.

Bisher existieren keine kostengünstigen Verfahren für den breiten Einsatz für die Aufbereitung uranverseuchten Grundwassers. Die Entwicklung und Erprobung weiterer Verfahren ist daher ein wichtiges Thema in der Trinkwasser-Technologie.

Dr. Yiannis Katsoyiannis hat nun in Berlin am Fachgebiet für Wasserreinhaltung der Technischen Universität mit einem neuen Ansatz erste Erfolge erzielt. Die Aufbereitung des Wassers erfolgt dabei mit Hilfe von Mikroorganismen.

Die Forschungen bauen auf Erkenntnissen über Möglichkeiten der Arsenentfernung aus dem Grundwasser mit biologischen Methoden auf. Diesen Ansatz übertrug Katsoyiannis auf die Entfernung von Uran aus dem Grundwasser. Er beruht darauf, dass Mikroorganismen im bio-geo-chemischen Kreislauf von Uran und anderen Metallen eine signifikante Rolle spielen. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, sie für die Wasseraufbereitung zu nutzen und Verfahren zu entwickeln, die mit Hilfe von Mikroorganismen funktionieren.

Ein Teil der Experimente fanden auf einem Versuchsfeld in Berlin-Marienfelde von April bis Anfang Dezember 2005 statt. Die Ergebnisse sind bisher sehr viel versprechend. Publikationen über die entwickelten Methoden werden in den nächsten Wochen und Monaten erscheinen.

Eine Schwierigkeit ergibt sich noch darin, die Ergebnisse und Verfahren im Großeinsatz anzuwenden. Im Gegensatz zu experimentellen Bedingungen im Labor, unterscheiden sich die Bedingungen im Feldeinsatz. Neben der Temperatur, die die Aktivität von Mikroorganismen beeinflusst, ergeben sich Wechselwirkungen mit anderen Inhaltsstoffen. Ein Problem besteht ebenso darin, dass die Konzentrationen des Urans und anderer Metalle und Inhaltsstoffe schwanken. Dies erschwierigt die Kalibrierung des Systems, welche die Wirksamkeit der Verfahren vermindern können.

Ziel ist es diese Probleme durch weitere Tests und Feldversuche zu lösen und somit kontaminiertes Wasser zuverlässig in sauberes Trinkwasser umwandeln zu können.

Mario Blue!

Wenn ich ein Bild malen sollte für Mario Blue, wie ich es schon einmal tat, dann wären da ein Fernsehturm, ein Hochhaus, ein internationaler Imbiss dem gegenüber und die Skyline von Berlin mit Blick zum Friedrichshain zu sehen.

Wenn Du mich nach einem Song fragen würdest, der Mario für mich ist, dann würde ich Dir "Hallo Mario" vorspielen. Den lustigen Song, der nach dem Karneval der Kulturen in Berlin vor 2 Jahren in meiner Küche entstand.

Wenn Du möchtest, dass ich Mario in einem Foto beschreibe, dann wäre es der Mario, der in kein Foto passt!

Denn der Film, der trifft ihn schon eher. Bunte Menschen würdest Du sehen. Alle aus unterschiedlichsten Kulturen. Asiatische Mädchen, französische Frauen, griechische Männer und italienische Berliner! Meisstens tanzend zu internationaler Musik. Mittendrin Mario. Einmal hinter, mal auch vor der Kamera. Eigentlich immer fragend, provozierend. Und Ideen umsetzend, die nirgendwo stehen- aber im Kopf existieren. Die ongoing sind und irgendwie niemals aufhören. Und von denen eigentlich keiner weiss, wann sie jemals begannen.
– Zu viele Geschichten, zu bunte Menschen, zu unterschiedliche Sprachen, die so einfach nicht sind, als sie in einen einzigen Film zu packen. – Also erwacht schon wieder eine neue Idee. Eine mit Herz und Blut! Eine, die allen nur gut tut! – Komm! – Doch irgendwie, naja, lieber einen anderen Film?

Ok! Ok! Wie wärs mit einem Projekt? Eventuell und ganz schnell mit einem Lebensprojekt? Komm vorbei zum Caffé und wir tauschen aus meine Idee!! Es ist was aktives, was Interaktives! – Weisst Du, wir brauchen die Sonne, eine Brücke und nur einen einzigen Tag! Wir brauchen den Sonnenaufgang, den Sonnenuntergang und mittendrin ne Menge Spass! –

– Mach doch mal an, SEED- Berlin, Berlin…wenn wir um die Häuser ziehn! Oder, hör doch mal hin, Tous va bien! Ah, kennste das? Tanto, Tanto, Tanto… Ok. Ok. Ja, die Idee. Du verstehst was ich meine?! Und Du wärst dabei! Wir könnten… Oh, ja toll! Doch meinst Du nicht… Nein, nein, nein. Das ist genau das! DAs ist Berlin! Du bist Berlin. Ick bin Berlin. Weil international! – Aber wir brauchen die Sonne! Wir brauchen Licht! Wir brauchen den Winter eigentlich nicht. Bis auf solche Tage, so wie heute! An denen Du raus schaust, vom Friedrichshain über die Skyline in den 10. Stock nach Mitte hinein.
– Tage wie heute!-

Schön, dass es Dich gibt!

Happy Birthday, mon ami, Mario!