Der Kamin ist außer betrieb, aber das ist doch kein Problem

Heute ist mein zweiter Tag am Institut in Zürich und ich bin jeden Tag mehr von den Leuten und den Gegebenheiten begeistert. Schon heute – am zweiten Tag wurden die ersten Experimente durchgeführt! Meine Wohnung ist auch wirklich toll. Eine 3 Zimmer Wohnung mit „Cheminée“ (Kamin)! Er ist zwar außer betrieb, aber kein Problem, weil auch wenn er in Betrieb wäre, würde ich ihn nur angucken, während ich meinen Morgenkaffee nehme und daran denken, dass wenn ich einen „Cheminnée“ hätte, alle meine Probleme weggehen würden. Ansonsten habe ich einen Privatparkplatz für mein Auto. Und das ist auch toll, weil er nur 50 Euro pro Monat kostet!

Also, als Information für die täglichen Leser: Ein Gurke, ein Baguette, Ricottakäse und einen California-Salat (Gemüsesalat) 8 Euro im Supermarkt. Ich denke in Berlin sind es 2-4 Euro Maximum, wenn man das im Citymarkt bei mir um die Ecke kauft. Und dann fühlt man sich echt ein bisschen „stolz“ (weil man es soweit gebracht hat im Leben 😉 ). Weiterhin wurde ein Sandwich gegessen für das 5 Euro ausbezahlt wurden.

Aber ja. Hm. Ich muss mich einfach integrieren und einiges von Berlin vergessen, nicht allerdings die Leute aber die Preise des Supermarkts, des Indischen Restaurants oder meiner supernetten Wohnung.

Vernissage in der Galerie Amerika in Berlin: Ausflug in die geheimnisvolle Welt der Sammler

Es ist Freitag der 13. Januar 2006. Wir sind in der Galerie Amerika (in der Brunnenstraße 7 in der Nähe vom Rosenthaler Platz). Es wird mit Stolz berichtet, dass Angela Merkel sie bereits besucht hat. Es gibt ein paar Flaschen nicht allzu billigen Wein, von dem man sich bedienen und der aus Plastikbecher getrunken werden kann und assoziative und konzeptuelle Kunst.

Eine Vernissage mit dem vagen Titel „Goldene Ruinen“. Ich konnte nicht genau ergründen, inwieweit der Titel mit den Arbeiten in Zusammenhang steht. Aber ein interessanter Titel ist wichtig um Käufer anzuziehen, denn darum geht es bei einer Vernissage am Ende. Es geht darum alles zu verkaufen!

In Berlin auszugehen, bedeutet Ausflüge in andere Welten zu unternehmen. Und auch dieser kurze Besuch in der Galerie Amerika (in der Brunnenstraße 7 in Berlin-Mitte) wurde für mich ein Ausflug in eine andere Welt. Die geheimnisvolle Welt der Sammler offenbart sich als ich Amadeo treffe. Amadeo kommt aus München und ist Jurastudent, aber er sammelt bereits! „Vorwiegend assoziative und konzeptuelle Kunst.“ Folgend gestattete er mir ein paar kleine Einblicke in seine Welt. Warum sammeln Sammler eigentlich, fragte ich mich schon immer. Sammler sammeln um ihre Sammlung zu vervollständigen, ist die einfache Antwort von Amadeo. Hm. Und was für Leute sind das, die hier etwas kaufen? Hauptsächlich sind sie zwischen 22 und 42 Jahre alt. Darunter auch bekannte Sammler mit dem nötigen Kleingeld und sogar in die USA konnte die kleine unabhängige Galerie schon etwas verkaufen. Interessant!

Bei der Galerie Amerika handelt es sich auch um eine besondere Galerie – eine Produzentengalerie. Das bedeutet es ist eine Galerie, die von jungen Künstlern selbst betrieben wird. „Es sind noch keine etablierten Künstler, die von den großen Galerien vertrieben werden.“ 20 Absolventen der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst haben die Räumlichkeiten hier einfach gemietet und die Galerie Amerika eröffnet. Sie produzieren ständig Neues. Jeden Monat gibt es eine neue Ausstellung!

Und was passiert mit den Werken, wenn sie verkauft sind? „Es wird in Kunstlagern deponiert, denn der Platz zu Hause ist auch in der größten Wohnung oder im eigenen Haus irgendwann erschöpft.“ Doch soweit ist es bei Amadeo noch nicht. Er kann seine Werke immer noch zu Hause lagern und seinen Freunden zeigen. Und gerne würde er noch mehr kaufen, „aber im Moment habe ich erst einmal eine Pause eingelegt“. Zunächst muss er weiter studieren und mit dem Geld hinkommen.

Die Vernissage ist vorbei. Die meisten Werke in den zwei kleinen Räumen sind verkauft, erfahre ich von dem bis dahin sehr beschäftigten Galeristen Sebastian Klemm. Offensichtlich hat es sich gelohnt. Na ja, für mich hat es sich gelohnt, weil Amadeo mir etwas Neues erzählt hat. Zwischendurch hatte ich auch Zeit mir die Ausstellung anzugucken. Viktoria Binschtok hatte eine ganz witzige Idee. Sie hat einfach die Spuren der Wartenden an den Wänden im Arbeitsamt abfotografiert und das groß abgezogen oder anders gesagt:

[quote]Sie hat sich in der Agentur für Arbeit zunächst in das Kollektiv der Wartenden eingereiht … (Später) ist sie dann an diesen Ort zurückgekehrt und hat die Spuren der Abnutzung, die eine stetig wachsende Bedarfsgemeinschaft an Gängen und Wänden hinterlässt, zum Stoff ihrer neuen, beeindruckenden Arbeit gemacht.
(http://www.amerika-berlin.de/de/54)[/quote]

Nun ist es verkauft. Wer das wohl gekauft hat?

Neuro-Linguistisches Programmieren (NLP) – Relevanz, Entstehung, Bedeutung und Art und Weise der Wissensvermittlung

In den letzten Jahrhunderten hat sich die Weltwirtschaft stetig verändert. Der Wandel des Wirtschaftssystems, Fortschritte in Technologie, Medien und Bildung scheinen permanent die Geschwindigkeit zu erhöhen. Menschen müssen sich den neuen Bedingungen anpassen, um erfolgreich agieren zu können. Dies trifft vor allem auch in der globalisierten Wirtschaftswelt zu. Um unter globaler Konkurrenz bestehen zu können, werden betriebliche Abläufe ständig optimiert und die reibungsarme Zusammenarbeit in Unternehmen gefördert. Dies macht das Führen von Teams, Abteilungen oder ganzen Konzernen zu einer zentralen Aufgabe, der sich die „Ececutives“, die CEO’s als fähig erweisen müssen. Erkenntnisse aus der Psychologie und der Betriebswirtschaft sowie viele empirische Modelle setzen sich mit Führungseigenschaften und zwischenmenschlichen Beziehungen in der Wirtschaft auseinander. Sie halten Einzug in den privaten Bildungsmarkt und lassen hoffen, dass Führungsqualitäten und Entscheidungsprozesse offen gelegt, transparent und erlernbar werden, so auch das Neuro-Linguistische Programmieren, NLP.

[quote] Neurolinguistisches Programmieren (NLP, häufig Neurolinguistische Programmierung genannt), abgeleitet von: Neuro (die Nerven(engramme)), Linguistik (Sprache) und Programmieren (zielgerichtete Anordnung von Informationsabläufen) ist eine … geschaffene offene Methodensammlung zur Beschreibung der "Strukturen subjektiver Erfahrung". (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Neurolinguistische_Programmierung, Version 01:33, 18. Apr 2006.) [/quote]

Entstehung des NLP

In den frühen siebziger Jahren war John Grinder Assistenzprofessor der Linguistik und Richard Bandler Student der Psychologie an der University of California in Santa Cruz. Gemeinsam setzten sie sich zum Ziel, die erfolgreichen Psychotherapeuten Fritz Perls (Gestalttherapie), Virginia Satir (Familientherapie) und Milton Erickson (Hypnotherapie) so zu untersuchen, dass mittels der erkennbaren Muster andere Therapeuten die wirksamen Strategien ihrer Modelle übernehmen können. Zur Erforschung dieser und später auch anderer Vorbilder nutzten Bandler und Grinder die Arbeiten von William James (Wahrnehmungspsychologie), Albert Bandura (Lerntheorie), Alfred Korzybski (Allgemeine Bedeutungslehre), Gregory Baetson (Systemtheorie und Kybernetik) und Noam Chomsky (Syntaktische Strukturen). Die Resultate, die man mit Hilfe der herausgestellten Modelle erzielte, waren so erstaunlich gut, dass unter Mitwirkung von unter anderem Leslie Cameron, Judith DeLozier und Robert Dilts das Repertoire an Techniken erheblich erweitert und verfeinert wurde. Später trugen auch andere erfolgreiche Kommunikatoren und Führungspersönlichkeiten wie Walt Disney oder Albert Einstein als Modelle zur Weiterentwicklung der Mustersammlung bei.

Was bedeutet Neurolinguistisches Programmieren

Durch den Erfolg Ihrer Erkenntnisse und die Anzahl der analysierten Strategien und Techniken motiviert, suchten Bandler und Grinder nach einer passenden Bezeichnung für ihr Vorgehen und dessen Ergebnisse. Als endgültige Bezeichnung wählten sie „Neurolinguistisches Programmieren“. „Neuro“ steht dabei dafür, dass sich alles Verhalten auf neurologische Prozesse gründet. Damit ist sowohl das Denken, als auch das Fühlen und speziell die Wahrnehmung mit den Sinnen Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Empfinden bzw. Berühren gemeint. Der „linguistische“ Teil des Namens soll beschreiben, dass Gedankenprozesse und menschliche Kommunikation sich zu einem Anteil aus Sprache zusammensetzen. Die Interpretationen der Sinneseindrücke werden auf diesem Wege gewertet und beschrieben. Menschliche Verhaltensweisen gründen sich häufig auf unbewusste Grundannahmen und reflexartig ablaufende Prozesse. Diese „Programme“ zu erkennen und bewusst in eine gewünschte Richtung zu verändern und zu nutzen ist ebenfalls ein Anliegen von NLP, was den dritten Namensbestandteil erklärt.

Aufbau einer Ausbildung – die typische Art und Weise der Wissensvermittlung beim NLP

Über die Qualität der verschiedenen NLP-Ausbildungen wachen in Deutschland der Deutsche Verband für Neurolinguistisches Programmieren (DVNLP) und Richard Bandlers „Society of NLP“ mit jeweils eigenen Zertifizierungen. Die herkömmliche NLP-Ausbildung nach Richtlinien des DVNLP umfasst die Stufe des Practitioner sowie des Master. Jeder dieser Ausbildungsblöcke umfasst mindestens 18 Tage beziehungsweise 130 Stunden mit bestimmten Lehrplänen, zuzüglich 15 Stunden Supervision. Um sich NLP-Trainer nennen zu dürfen, muss man nach dieser Ausbildung wenigstens zwei Jahre NLP-Erfahrung vorweisen können. Die ausbildungsberechtigten Lehrtrainer müssen zusätzlich über 500 Stunden Unterrichtserfahrung und Kenntnisse in psychologischen Therapieformen verfügen (Vgl. Gestmann 2000: 38).

Die Reihenfolge der vermittelten Themen und Techniken variiert zwischen den ausbildenden Trainern. Der Ablauf, mit dem ein neues Modell bzw. eine Strategie eingeführt wird, kann sich ebenfalls unterscheiden, enthält jedoch im Wesentlichen folgende Elemente: Zunächst führt der Trainer die neue Technik, meist anhand eines Beispieles, ein. Er erklärt die Wirkungsweise, gegebenenfalls die Herkunft und verknüpft neue Inhalte mit bereits bekanntem Wissen. Daraufhin wird die Technik anhand eines Teilnehmers demonstriert. Wie für alle Übungen gilt hier eine offene und vertrauensvolle Beziehung zwischen „Anwender“ und „Klient“ der Technik als enorm wichtig. Die Demonstration wird daraufhin erläutert und noch offene Fragen geklärt. Dann üben die Teilnehmer die einzelne Technik. Dies erfolgt zumeist paarweise oder in kleinen Gruppen. Zum Schluss reflektiert die Gruppe Erfahrungen aus den Übungen und diskutiert sinnvolle Anwendungsbereiche (Vgl. Bußmann, N. 2000: 46).

Einen wichtigen Bestandteil der Ausbildung bilden zudem die Übungsgruppen, zu deren Bildung die Teilnehmer aufgerufen sind. So werden die verschiedenen Muster gefestigt, und die Anwender können sich aus den verschiedenen Perspektiven des Ausführenden, des Klienten und des Beobachters intensiver mit den Lehrinhalten vertraut machen.

 

 

 

Referenzen

Bußmann, Nicole (2000): Kommunikation mit Tiefgang in: ManagerSeminare, Heft 45, November/Dezember 2000, S. 44-53

Gestmann, Michael (2000): Wundermittel NLP? In: Management & Training, Heft 09/ 2000, S. 34-39

 

 

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Weblinks

Kritisch

Positiv

Verbände und private Initiativen

 

Dann ist es nicht mehr vegetarisch

Unglaublich leckerer Döner in der Wiener Straße am Görlitzer Bahnhof! Jubiläumsangebot! Jetzt nur noch 1,- Euro pro Döner! Und es ist ein Riesendöner! Größer als wenn man 2,50 Euro bezahlt. Die Qualität? Die ist gleich mit der, die es für 2,50 gibt. Über die Soße wollen sie lesen? Einfach unbezahlbar und wenn man will, kann man Zitronensaft hinzufügen. Dazu wird ein Tee angeboten, wenn man gut bekannt ist mit dem Dönermann … so wie wir es sind.

Vegetarischer Döner, anders gesagt Döner mit Käse, ohne Fleisch oder mit Fleisch (dann ist es nicht mehr vegetarisch) kann man als Alternative bestellen, allerdings muss man dabei beachten, dass ein derartiger Döner (mit Käse aber ohne Fleisch) 1,50 Euro kostet. Dennoch hat jemand das bestellt, wohlweißlich dass dieser Döner trotzdem günstiger ist als anderswo.

Wir sind nicht mehr hungrig, um nicht zu sagen dass wir satt sind, weil wir danach noch eine ganz günstige Pizza für 1,- Euro einnahmen, ebenfalls in der Wiener Straße am Görlitzer Bahnhof.

Aber am besten war der Kaffee, der im Café Hannibal mit internationaler Atmosphäre neben einem älteren schlafenden Mann (mit einer Zigarette in der Hand, einer Zeitung in der anderen und zwei leeren Tassen vor sich) plus zwei Schweizern* (die später plötzlich zu dritt waren), drei hübschen Tiermedizinstudentinnen und einem Philosophiestudenten und an einem anderen Tisch zwei mit starkem süddeutschen Akzent Englisch sprechenden Althippies sowie vielen anderen, die ebenfalls anwesend waren, getrunken wurde.

* einer Schweizerin und einem Schweizer

Café Zosch in Berlin: Es war unvermeidbar, der letzte Stammtisch wurde durchgeführt

Also, 4. Juli 2004: Ich bin von Griechenland nach Berlin gekommen und lerne jetzt im Goethe-Institut deutsch. Nach den ersten zwei Tagen ist das Mädchen vom Kulturbüro in die Klasse gekommen und hat uns das Konzept des Stammtischs erklärt. Ich habe das nicht verstanden und deshalb bin ich zum ersten Stammtisch nicht gegangen. Dennoch bin ich zum zweiten gegangen, weil Predrag mir, nachdem ersten Stammtisch alles erzählt hat. Zweiter Mittwoch in Berlin und ich bin dorthin mit meinem Bruder gegangen, der mich besucht. Dort haben wir sofort alle die bereits mit uns befreundeten Leute getroffen und seitdem war ich immer – jeden Mittwoch – ohne Pause dort als Gast tätig. Im Goethe-Institut war ich am Anfang zwei Monate und nachdem wir mit dem Kurs fertig gewesen waren, habe ich noch einen Kurs (immer im Goethe) besucht. Deswegen habe ich neue Leute, z.B. Paola, Matt, Ilaria, Valeria, Mario und so weiter kennen gelernt. Und wissen sie wo? Aber natürlich beim Stammtisch im Zosch in der Tucholskystraße in Berlin-Mitte in der Nähe vom Hackeschen Markt. Immer noch haben wir dort alle zusammen jeden Mittwoch verbracht. Manchmal sind noch neue Leute gekommen, aber wir waren schon mit uns zufrieden, um nicht zu sagen begeistert. Lustig ehh? Na! Ich schreibe deswegen weiter. Weihnachten 2004 ist gekommen. Manche sind in die Heimat gefahren. Manche sind hier in Berlin geblieben. Ich war nach Griechenland gereist und am 5. Januar erst zurück nach Berlin gekommen. Und wissen sie was für ein Tag der 5. Januar 2005 war? Ein Mittwoch natürlich! Selbstverständlich waren wir alle da (beim Stammtisch im Zosch in der Tucholskystraße in Berlin-Mitte in der Nähe vom Hackeschen Markt) am Abend, ohne telefoniert zu haben oder ein Treffen organisiert zu haben. Es war bekannt, dass wir uns dort sowieso treffen. Das ist ein Jahr her und deshalb denke ich daran zurück und auch weil mein letzter Mittwoch in Berlin – der 11. Januar 2006 – wieder beim Stammtisch im Zosch verbracht wurde. Es war unvermeidbar. Der letzte Stammtisch war das für mich, um optimistisch zu sein bis zum nächsten.