Unser Berlin!

Einige Zeit verging, dass ich etwas geschrieben habe und verschwunden war, aber ihr wisst, ich war wirklich damit beschäftigt, mein neues Leben in der Schweiz zu organisieren, nach einer Wohnung zu suchen, meine alte Wohnung der Verwaltung des alten Gebäudes zu übergeben, neue Leute kennen zu lernen, mit meiner Arbeit gut anzufangen, mit meinem Lohn alles zu klären und so weiter.

Aber hier bin ich immer noch eifrig dabei ihnen zu berichten. Am Donnerstag kam Marietto nach Zürich und am Freitag sind wir zu Vale nach Italien gefahren, damit wir an der
Party von ihr teilnehmen konnten. Ich freue mich, Mario in der Schweiz willkommen zu geheißen zu haben und ich hoffe, dass er es hier mag, obwohl, um ehrlich zu sein, ich vermisse Berlin sehr. Unser Berlin! Gestern habe ich zum Beispiel den Hackeschen Markt vermisst, vorgestern das Hallesche Tor, um nicht zu sagen dass ich alle die Kneipe überall in Berlin vermisse.

In Zürich gefällt es mir, allerdings war das Leben in Berlin viel einfacher und mit den Leuten, mit denen ich in Berlin war, habe ich mehr Spaß gehabt. Na ja. Das ist alles. Ich hoffe, wir sehen uns bald. Wer weiß, vielleicht in Berlin. Zurzeit bin ich ganz ausgebucht, weil ich auch nach Griechenland fliegen muss, damit ich Sachen bezüglich meines Projekts erledigen kann.

Wohnen in Berlin: Ich habe das echte Berlin entdeckt

Auf jeden Fall war es ein aktives Leben hier. Ich war so unternehmensfreudig und mit viel Energie als ich nach Berlin kam. Ich habe versucht, alles was möglich ist zu lernen und meine Ziele zu erreichen – an der Uni und im täglichen Leben. Ja, man kann sagen, ich hatte eine „Überenergie“. Sie hat sich gezeigt in der Lust alle Seiten von Berlin kennen zu lernen. Ich wollte nicht nur Ausgehen, sondern die verschiedenen Orte dieser Stadt bewohnen. Meine erste Wohnung in Charlottenburg in der Schillerstraße 49 bei Janina. Das Goethe-Institut hatte sie mir vermittelt. Leider fühlte ich mich ganz unwohl, einsam und schlecht behandelt, denn sie redete nie mit mir. Ich hatte soviel bezahlt, aber die Atmosphäre zu Hause war einfach zu anonym. Diese Stimmung war nichts für mich. Also suchte ich mir eine neue Wohnung. Leider war mein Deutsch noch ziemlich schlecht. Ich konnte kaum ein Wort am Telefon reden und alle die meine Anrufe bekommen hatten, lachten über mich. Das war zumindest mein Gefühl. Na ja, sie verstanden mich einfach nicht. Und so war es fast unmöglich eine neue WG zu finden. Ich war verzweifelt. Aber es gab noch eine andere Studentin von meiner Universität aus Italien, die mir half. Valeria hat mit mir eine Lösung gefunden. Die Lösung war bei einer Familie in der Nähe vom Checkpoint Charlie zu wohnen – im Gebäude links neben dem jüdischen Museum. Eine Frau, ihr Sohn und eine krasse Mietzekatze. So zog ich hier ein. Aber nach einer Weile kam es mir vor als ob überall Unsauberkeit und Schmutz mein Leben verdarb. Aber ich hatte keine Wahl, ich musste diese Wohnung nehmen, um nicht „am Arsch der Welt“ bleiben zu müssen, wie die Berliner sagen. Hier hatte ich zumindest die Ruhe meine Diplomarbeit anzufangen. Ich habe durchgehalten bis zum Februar. Im Januar gab es für mich noch eine andere eine riesige Ablenkung. Mein erste Liebe in Berlin. Frank war ein Tänzer, der mir den Kopf verdrehte. Wir waren jeden Tag zusammen bei ihm im Prenzlauer Berg. Das neue Viertel war für mich eine wunderschöne Entdeckung. Ich konnte zu Hause in Ruhe arbeiten und mit Frank die coolen Ecken im Prenzlauer Berg – die alten Häuser, Gerüche, die Farben, Geräusche und die Menschen in einer der faszinierendsten Ecken Berlins entdecken. Aber nach einem Monat war es plötzlich schon wieder vorbei. Als ob man aus einem Traum aufwacht. Ich konnte es nicht ertragen aus diesem Traum aufzuwachen und auch in dieser Familie wurde es immer unerträglicher. Ich begann die Katze zu hassen und wollte einfach nur noch weg und mein eigenes Leben leben – nicht wie ein Kind in einer Familie. Ich war so verrückt und verzweifelt und eifrig darauf die Situation zu verändern, dass ich nur noch weg wollte und am liebsten sofort bei Valeria in ihrem 12 qm großes Zimmer in Kreuzberg einziehen wollte. Zum Glück hat sie mich gestoppt und mir einen neuen Tipp gegeben – „mir einfach eine WG mit anderen jungen Leuten zu suchen.“ Jetzt konnte ich es. Mein deutsch war viel besser und ich konnte mich ganz allein und unabhängig auf den Weg machen eine WG zu suchen. Nachdem ich bestimmt 20 WG’s besucht hatte, hat es geklappt. In einer Woche habe ich wahrscheinlich einen Rekord gebrochen und eine neue WG gefunden – Meine erste ECHTE WG! Mit zwei Mitbewohnern. Wir waren zu dritt und das war das erste Mal, dass ich mich total selbständig fühlte. Ruzmir und Eva waren wie Geschwister für mich und natürlich war ich die Kleinste. Am Ende der Schönhauser Allee wohnte im Gebäude mit der Nummer 97. In einem von außen hässlichen Gebäude, aber innen in einer renovierten und warmen Wohnung mit riesigen Räumen, wo ich das echte Berlin entdeckt habe.

Ich brat’ mir ‘ne Freifunkantenne (Folge 3)

Wie funktioniert das eigentlich mit der Antenne? Wie brat ich mir 'ne Antenne? In Folge 3 beschäftigt sich Flo Fleissig mit dem Antennenbau. Er führt den Bau einer einfachen Antenne zum Anschluss an den WRT vor.

Video bei YouTube unter: http://www.youtube.com/watch?v=bg_6oAhBsLo
Video bei Google unter: http://video.google.com/videoplay?docid=2862748135391417594

Vorhergehende Folge: Freifunk in der Box (Folge 2)

Nachfolgende Folge: Freifunk: Die Suche nach dem Netz (Folge 4)

 

 

Artikel über Freifunk: Freifunk in Berlin – Wenn ich mit meinem „Schleppi“… (offene Netzwerke)

 

Mehr zu Freifunk

 

Freifunk Initiative, http://www.freifunk.net
Freifunk-Blog: http://freifunk.net/blog
OLSR Experiment, http://olsrexperiment.de
Freifunk-Software für Access Points: http://sourceforge.net/projects/ff-firmware
Berliner Freifunk-Mailingliste: https://www.olsrexperiment.de/cgi-bin/mailman/listinfo/berlin
IP-Verwaltung: http://olsrexperiment.de/index.php?option=com_ipvergabe&Itemid=65

Zum Thema

Telepolis: Freie drahtlose Bürgernetze, Teil 1, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12554/1.html
Telepolis: Freie drahtlose Bürgernetze, Teil 2: Consume – der kollektive Verbrauch von Bandbreite Free, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12633/1.html
Networks Community, http://www.freenetworks.org

Unternehmensführung – Die Vision kommunizieren!

Um den Erfolg einer eines Unternehmens oder anderen Organisation zu gewährleisten, müssen Fragen wie, „Was ist unser großes Ziel? Welche gemeinsamen Werte verbinden uns? Wie liefern wir die Ergebnisse? Wie reagieren wir auf Veränderungen?“ und „Wie erreichen wir einen Wettbewerbsvorteil?“ beantwortet werden (vgl. O’Connor 1999: 84). Die Vision einer Organisation ist richtungsweisend für die alle – die gesamte Belegschaft. Sie richtet sich an gemeinsamen Werten und Zielen aus. Die Art und Weise wie die Vision kommuniziert und entwickelt wird, lässt sich in vier Kategorien unterteilen: Mitteilen, Verkaufen, Beraten und Gestalten. Die Ausgangssituation des Unternehmens entscheidet über die Wahl der Methode.

Wenn in einer Krisensituation in einem hierarchisch organisierten Unternehmen eine neue Vision etabliert werden muss, dann ist das Mitteilen zum Beispiel aus zeitlichen Gründen häufig zunächst die beste Möglichkeit. Die Leitsätze und Ziele werden einfach in der Führungsebene beschlossen und an die Angestellten übermittelt. Damit sich die Belegschaft diesem Weg mit dem nötigen Einsatz anschließt, muss die Firmenleitung über Glaubwürdigkeit und Autorität verfügen. Eine Vision „zu verkaufen“ unterscheidet sich vom bloßen Mitteilen dadurch, dass der Mitarbeiter durch Argumente für die „gemeinsame Sache“ begeistert werden soll. Damit sich die Angestellten angesprochen fühlen, ist es empfehlenswert, die angeführten Vorteile mit Aspekten zu verbinden, die für diese Menschen von hohem Wert sind. Gewöhnlich ist Verkaufen überzeugender als Mitteilen. Wenn jedoch Menschen vermuten, dass die Einleitung der angestrebten Veränderungen nicht von ihrer Zustimmung abhängig ist, so könnten sie diese Vorgehensweise als Heuchelei empfinden. Beim Beraten wird die Vision gemeinsam im gesamten Unternehmen ausgearbeitet. Dazu kann der Prozess, von der Leitung ausgelöst, in der Hierarchie nach unten und in jedes Team getragen werden. Dort würde in Gruppen diskutiert und das Ergebnis zurück an das Spitzenmanagement geleitet. Anhand der gesammelten Meinungen fällt es den zuständigen Führungskräften leichter, die Vision an die Werte aller Mitarbeiter anzupassen. Da jedes Teammitglied an der Ausarbeitung beteiligt ist, verspricht diese Vorgehensweise bessere Ergebnisse, als Mitteilen oder Verkaufen, ist jedoch auch mit einem höheren Aufwand verbunden. Die Methode der gemeinsamen Gestaltung der Vision verspricht die besten Resultate. Jeder Angestellte des Unternehmens soll dabei an einer gleichberechtigten Diskussion teilnehmen. Auf diese Weise wird eine allgemeine Zustimmung nur schwer erreichbar sein. Wird der Prozess dennoch zu Ende geführt, so entsteht ein Leitbild, dass alle Beschäftigten gleichermaßen repräsentiert. Im Verlauf der Erarbeitung treten zudem Vorannahmen über Mitarbeiter und das Unternehmen zutage, die nachfolgend das bessere gegenseitige Verständnis fördern. Wenn bisher unternehmerische Entscheidungen nur mitgeteilt oder verkauft wurden, so kann durch Gestaltungsversuche Unsicherheit und Angst vor negativen Folgen der freien Meinungsäußerung unter der Belegschaft ausgelöst werden. Dann kann es hilfreich sein, zunächst mit der Beratungsmethode zu arbeiten. Jede dieser vier Methoden hat Vor- und Nachteile. Sie unterscheiden sich vor allem in Zeitaufwand, Kostenintensität und dem Grad des Engagements, mit dem die Mitarbeiter die Vision stützen. Je nach Ausgangssituation muss sich die Führungspersönlichkeit entsprechend der Erfordernisse und der Firmenkultur für die am besten geeignete Methode entscheiden.

 

Referenzen

O’Connor, Joseph (1999): Führen – mit NLP: Pfad-Finder im innovativen Unternehmen, Kirchzarten bei Freiburg

 

 

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Systemisches Denken im Neuro-Linguistischen Programmieren

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Weblinks

Kritisch

Positiv

Verbände und private Initiativen

 

Freifunk in der Box (Folge 2)

Freifunk in der Box auf dem Dach in Berlin. Folge eins hat Fragen offen gelassen. Was ist in der Tupperbox? Flo Fleissig guckt heute mit euch in die Box!

Video bei YouTube unter: http://youtube.com/watch?v=0WcjKQJvviw

Video bei Google unter: http://video.google.com/videoplay?docid=-556568423281132824

Vorhergehende Folge: Freifunk auf dem Dach (Folge 1)

Nachfolgende Folge: Ich brat' mir 'ne Freifunkantenne (Folge 3)

 

 

Artikel über Freifunk: Freifunk in Berlin – Wenn ich mit meinem „Schleppi“… (offene Netzwerke)

 

Mehr zu Freifunk

 

Freifunk Initiative, http://www.freifunk.net
Freifunk-Blog: http://freifunk.net/blog
OLSR Experiment, http://olsrexperiment.de
Freifunk-Software für Access Points: http://sourceforge.net/projects/ff-firmware
Berliner Freifunk-Mailingliste: https://www.olsrexperiment.de/cgi-bin/mailman/listinfo/berlin
IP-Verwaltung: http://olsrexperiment.de/index.php?option=com_ipvergabe&Itemid=65

Zum Thema

Telepolis: Freie drahtlose Bürgernetze, Teil 1, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12554/1.html
Telepolis: Freie drahtlose Bürgernetze, Teil 2: Consume – der kollektive Verbrauch von Bandbreite Free, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12633/1.html
Networks Community, http://www.freenetworks.org

 

 

 

India! Ein verrücktes Land!

So anders habe ich es mir vorgestellt. Wie weiß ich nicht. Vielleicht ein bischen wie in den Märchen von früher. Naja, ich weiß, dass ist lange her und das Vorgestellte nie so, wie man es sich erträumt. Klar. Das wissen wir alle. Aber trotzdem: Ein komisches Indien! So voller Gegensätze und Andersartigkeiten, dass es einen nur umhaut- jedenfalls mich. Im wahrsten Sinne des Wortes- denke ich an die Bilder in meinem Kopf! Und dann an die auf der Kamera… Ist es nicht immer so, dass manchmal Bilder einer Reise lange hinterher unter Verschluss bleiben? Man hütet sie wie einen Schatz. Und erst viel später in der eigenen Reflexion werden sie zu Rate gezogen um sich mitzuteilen. Um anderen zu erzählen… Mit diesen Bildern hier ist es anders. Ja, sie lagen eigentlich bis heute auf meiner Digicam. Wurden lange nicht in Umlauf gebracht. Wobei Bilder das wollen. Oder wir wollen es für sie. Was nützt es Ihnen schließlich unbekuckt in der Welt herumzuliegen? Also. Hier sind einige, die nicht so super sind. Im Gegenteil. Sie sind irrsinnig, irgendwie. So wie das Gefühl das ich hatte als ich durch die Straßen von Kalkutta lief. Irrsinnig, weil: Was mach ich hier? Irrsinnig, weil: Was kann ich tun? Irrsinnig weil: Wozu das abbilden? Wozu ein Foto? Teilweise Verwirrung von all den Eindrücken, den Gerüchen, Geräuschen, der Lautstärke, dem Gestank, den Blicken und dem Elend, den vielen Menschen und davon, dass überall, wo auch immer Du hinblickst, etwas passiert! So viel Kommunikation in all dem empfundenen Chaos! Reine Überforderung meinerseits meinen Platz dort zu finden. Nicht in so kurzer Zeit! Ein Monat. Zum ersten Mal Indien. Keine Chance! Oder sag mir, wie es geht! Im Flieger. Zurück nach Hause. In Gedanken all die unerzählten Stories der Menschen von der Straße, den Straßenkindern an der Hoawler Station, den verstümmelten bettelnden Mädchen, den vielen Kotfressenden Hunden und Mülllebenden Ratten, dem Fixer auf der Strasse gleich unter meinem Zimmer, der Zeit, die nicht viel zählt, den alltäglichen Basics, die uns leben lassen, dem Sinn für Gemeinschaftlichkeit und spirituelles Empfinden, dem bunten Shantiniketan und den vielen Bondhus, die mit so wenig so glücklich sein können! Unglaublich, diese Welt! Es war wie ein Besuch in eben einer Anderen!