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Kuba: Im Nabel der Revolution in Santa Clara

Einige Wochen sind vergangen, seit ich in meinem Studienort Santa Clara angekommen bin. Diese erste Zeit war durchzogen von frustrierenden und nervigen Erlebnissen und einigen kleinen Lichtblicken. So ziemlich alles, was an Warnungen in meinem studentischen Kuba-Führer stand, hat sich bewahrheitet.

Meine drei Schreinerlehrlinge in Hezarak

Die ersten zwei Tage sind sie mir ausgebüchst, wo sie nur konnten. Ich habe dann vor ihren Augen die Stunden aufgeschrieben, die sie tatsächlich gearbeitet haben. Das waren zum Teil nur zwei Stunden. Ich habe sie gefragt: "Und, wie lange hast Du heute gearbeitet?" Die Antwort war im Brustton der Überzeugung: "Acht Stunden." Vielleicht hat das gewirkt. Inzwischen arbeiten sie bis zu sieben Stunden am Tag mit mir und das recht gut.

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Nationale Narrative und Globalisierungskritiker in Australien

In diesem Beitrag geht es um die in Australien kanonischen Nationalmythen, die ihrem ursprünglichen Gehalt nach antiautoritär und aufrührerisch sind, Ned Kelly, die Eureka Stockade und andere.[1] Es soll untersucht werden, inwieweit diese Narrative heute noch wie und für wen wirksam sind; mit speziellem Augenmerk auf den Grad des Einflusses, den sie auf heutige politische Aktivisten haben, die alternative Visionen zum australischen politischen und ökonomischen Mainstream vertreten und sich vor allem im Jahr 2000 gegen weitere Angleichung des Landes an die Vorgaben internationaler Wirtschaftsorganisationen wie der Welthandelsorganisation (WTO) gerichtet haben.

Insbesondere geht es hier darum herauszufinden, wie das Verhältnis australischer Globalisierungskritiker zu Ned Kelly und zu Eureka aussieht. Um dieser Frage nachzugehen, habe ich vier Monate in Melbourne zur Feldforschung und Abfassung dieser Arbeit genutzt. Sie basieren auf meinen Erwägungen und der Rezeption der Literatur, wie ich sie hier in Australien vorgefunden habe. Von den Antworten und Ergebnissen, wie ich sie im Weiteren entwickeln werde, erhoffe ich mir eine Erweiterung unseres Verständnisses der australischen Gesellschaft in unserer Zeit. Australien ist eine junge Nation. Fragen der kulturellen Identität, der Demokratie und des Umgangs mit Minderheiten berühren Kernsensibilitäten der Bevölkerung und bestimmen täglich neu den Gegenstand der öffentlichen Debatte. Wie ich zeigen werde, ist die Interpretation der Vergangenheit und ihre Nutzbarmachung für aktuelle politische Machtfragen ein umstrittenes Feld. Aber gerade deshalb erscheint mir ein eingehender Blick darauf besonders viel versprechend für unseren Erkenntnisgewinn. Im Letzten geht es darum, wie sich Australier selbst sehen, und was sie antreibt, wenn sie sich am Gemeinwesen beteiligen.

Dem Hauptanliegen dieses Beitrags liegt eine Beobachtung zugrunde, die zunächst einmal jeder Besucher des Landes ohne größere Umstände machen kann. Zum Kanon dessen, was man wissen muss, um Australier zu sein, zum australischen kulturellen Kapital, gehören Geschichten und historische Begebenheiten, die ihrem ursprünglichen Gehalt nach nicht staatstragend sind. Es sind Erzählungen von „underdogs“, die gegen gewaltige Übermacht kämpfen und untergehen. Die bekannteste populär-historische Figur im Land ist Ned Kelly, ein Räuber und Pferdedieb, der angeblich den Reichen nahm, um es den Armen zu geben, Polizisten erschoss und zu seinem legendären letzten Gefecht in einem Stahlpanzer erschien, und schließlich erhängt wurde. Dieses Jahr wird der 150. Jahrestag der sog. „Eureka Stockade“ begangen, dem Aufstand von Goldsuchern gegen ein von den britischen Kolonialautoritäten eingeführten Lizenzsystems, der in weitreichenden demokratischen Forderungen mündete – nur um in einem halbstündigen Gefecht niedergeschlagen zu werden. Das Lied Waltzing Matilda hat mittlerweile den Status einer semi-offiziellen zweiten Nationalhymne erreicht. Es wird zu großen öffentlichen Anlässen, wie etwa Sportereignissen oder politischen Versammlungen, gleich nach der offiziellen Hymne intoniert. Der Text erzählt die Geschichte eines Schafdiebes im australischen Busch, der dem Zugriff durch die Polizei durch seinen Selbstmord entkommt. Im Refrain werden alle Zuhörer aufgefordert, ihm in seinen diebischen Aktivitäten nachzueifern.

Die Hierachie auf dem Hof in Hezarak

Die Gruppe, die hier auf dem Hof ist, ist sehr hierarchisch geschichtet. Da sind die Ingenieure und Ärzte, wobei die Ärzte (außer dem Zahnarzt Safiulah) und ein, zwei Arzthelfer (oder was auch immer) nachts nicht hier bleiben. Darunter dann die beiden Köche, der Fahrer, der Hausmeister und Einige, deren Funktion ich nicht weiß (die Wächter). Ganz unten stehen die Schreiner, die hier auf dem Hof arbeiten und nachts nach Hause gehen.

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Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und eine andere Körpersprache

Said Machmat habe ich offensichtlich mit irgendetwas verärgert oder er mag meinen Reichtum nicht oder es ist noch etwas anderes. Jedenfalls ist er sehr distanziert, grüßt nur knapp, betont mehrfach (gegenüber den anderen), dass ich nur eine Woche Gast bin, danach sei ich im Team, wie alle anderen. Und er versucht, dass ich nichts bekomme, ohne zu bezahlen. Ob das nun Strom ist oder was auch immer.

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Leben und arbeiten in Hezarak: Meine ersten Eindrücke

Morgens kann ich mir immer noch nicht vorstellen, wie ich dort in der Nähe von Mundul (so heißt das nächste Dorf) leben soll. Ich weiß nicht wie und was ich essen werde, mit wem ich zu tun haben werde, ob und wer mir beim Ausbau des Containers helfen wird, mit wem ich in einem Raum schlafen werde. Ganz zufrieden bin ich, weil mir tags zuvor gelungen ist, trotz erheblicher Schwierigkeiten alles an Material zu besorgen, das ich brauche (zumindest, was mir eingefallen ist).

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Afghanistan: Auf dem Weg zum demokratischen Staat

Saghar Chopan im Gespräch mit Janine Weber: Janine Weber schreibt gegenwärtig an ihrer Diplomarbeit über Afghanistan und den Weg des Landes zu einem demokratischen Staat. Anhand eines Kriterienraster untersucht sie die Situation in Afghanistan und beleuchtet verschiedene Teilbereiche wie die politischen Institutionen, die allgemeine Sicherheitslage, Einkommen der Bevölkerung und die Rolle der Korruption. Aufgrund der Sicherheitslage konnte Janine bisher keine Forschung vor Ort betreiben.

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