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Waltzing Matilda und Larrikin - Aufrührerische Ikonen in Australien

Der Larrikin geht auf die so bezeichneten Mitglieder aufsässiger Jugendbanden im Melbourne des ausgehenden 19. Jahrhunderts zurück. Sie prägten damals mit das Straßenbild der größeren australischen Städte. Zunächst wegen seiner foppigen Kleidung und der von ihm ausgehenden gemeingefährlichen Gewalttaten verhasst, ist der Larrikin zu einem positiven (männlichen) Rollenvorbild geworden. Die negativen Aspekte sind zum großen Teil verdrängt worden durch Bewunderung für Trinkfestigkeit, Loyalität der Gruppe und den engsten Freunden gegenüber, Aufsässigkeit und Respektlosigkeit für die etablierten Autoritäten. Wer heute nach ausfallendem Verhalten halb amüsiert als Larrikin bezeichnet wird, kann sich sicher sein, dass angesichts seiner Exzesse trotzdem ein Auge zugedrückt werden wird. Insofern erfreut sich der Larrikin Spirit als ikonisiertem Symbol und angeblicher Nationaltugend immer noch großer Beliebtheit und Wirkkraft in der australischen Öffentlichtkeit (ausführlichere Beschreibung vgl. Wilde, 1985, S. 125.)

Ein ähnlich stark aufgeladenes Kulturobjekt ist das Lied Waltzing Matilda. Ursprünglich ein Gedicht, verfasst von dem Buschpoeten Banjo Patterson in 1889 geschrieben, wurde es schon bald von einem unbekannten Komponisten in eine Ballade übertragen (Wilde, 1985, S. 234). Es geht im Text um einen Buschräuber, der beim Stehlen eines Schafes ertappt wird, und sich der Verhaftung durch Ertränken in einem Wasserloch (billabong) entzieht. Der Erzähler der Geschichte ist der Räuber selber, der im Refrain die Zuhörer auffordert, sich ihm bei seinen Raubwanderungen anzuschließen. Der australische Kulturhistoriker Trevor Hogan benennt es genauer:

[quote] Waltzing Matilda is a subversive political fable with a mythic twist. It celebrates loyalty, mateship, and a community of unemployed nomadic workers over and against the parasitical squatters, settler capitalists, and the police state („Globalisation – Experiences and Explanation“. In: Allan Kellehaer, 1996, S. 279). [/quote]

Als 1977 Australien in einer Volksabstimmung eine neue Nationalhymne kürte, kam Waltzing Matilda auf den ersten Platz, wurde aber dann vom damaligen Premierminister durch Advance Australia Fair ersetzt. Heute werden zu wichtigen Anlässen und Versammlungen, egal ob sportlicher oder politischer Natur, beide Lieder feierlich gesungen (Vgl. Costar, Brian „National Songs“. In: Graeme Davison [Hrsg.]. Oxford Companion to Australian History. S. 423.).

Free Culture, Free Software, Free Infrastructures! Openness and Freedom in every Layer of the Network (Flo Fleissig, Episode 1)

Flo Fleissig interviews Kloschi (Freifunk), Kurt Jansson (Wikimedia), Jürgen Neumann (Freifunk), Rishab Aiyer Ghosh (United Nations University), Lawrence Lessig (Creative Commons) and Allison and Benoit (Montréal Wireless)


"Hello this is Flo!" .. from the free culture, free software, free infrastructure conference Wizards of OS in Berlin. "It is good stuff you can do here. There are excellent panels with excellent people from all over the world." And Flo is gonna go out to interview some of those excellent people. Watch how Flo talks with Kloschi, Freifunk activist and developer from Leipzig (Germany), finds out that Kurt Jansson, head of the Wikimedia association in Germany, uses the same Freifunk gateway as himself or learns about the early days of free infrastructures in Germany by talking to Jürgen Neumann one of the "founding fathers" of the Freifunk community. Further on Rishab Ghosh from the United Nations University in Maastricht explains how open content and open infrastructure are closely related, before he gets an overview of the development of the world’s biggest wireless network in Berlin by Flo … And of course he also gets to know where he finds Flo’s node in the network. Also, Lawrence Lessig from Stanford University and Creative Commons (and without name tag) describes the free network project in Berlin as “an extremely important project to liberate the physical layer right now.” Flo: “Thank you Larry … and here is your name tag, which I found.” Finally Allison and Benoit from free wireless community in Montréal explain about different models to share and give us a few insights into the chances and difficulties you face when you try to establish a free and open network.

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Die Geschichte der „Khudai Khidmatgar“ in Afghanistan: Hoffnung gegen den Fundamentalismus?

1988: Mit unverminderter Brutalität wird der Golfkrieg zwischen dem Irak und Iran fortgesetzt. Die Präsenz der US-Flotte im persischen Golf garantiert den See- und Handelskrieg in Permanenz. Reagan verteidigt schließlich die Interessen des christlichen Abendlandes gegen die wild gewordenen islamischen „Barbaren“. Ein moderner Kreuzzug also. Und angesichts des unberechenbaren Fanatismus der Mulla regt sich hierzulande gegen die US-Kriegsschiffe im Golf und die der Bundesmarine im Mittelmeer kaum nennenswerter Protest. Vergessen wird bei diesem Kreuzzug nur allzu leicht, dass das christliche Abendland im Mittelalter, und zuweilen noch heute, eine Brutalität entwickelte die der des Schiismus im Iran in nichts nachsteht. Vergessen wird auch, dass der Schiismus nicht der ganze Islam ist und nicht alle SchiitInnen fundamentalistisch sind und unberücksichtigt bleibt drittens, dass die dem iranisch aufgezwungene westliche Zivilisation unter dem Schah erst den Widerstand aus der fundamentalistisch-islamischen Tradition schürte. Wäre eine Entwicklung des islamischen Widerstands möglich gewesen, zumal die Armee des Schahs in geradezu grandioser Weise durch Massendemonstrationen und Dienstverweigerungen gewaltfrei zersetzt wurde, bevor Khomeini kam? Diese Frage wird heute gar nicht erst gestellt, weil eine gewaltfrei-revolutionäre Bewegung im Islam schlicht unvorstellbar erscheint. Eine ebensolche hat es aber gegeben, und sie zählte zu den erfolgreichsten und radikalsten in der noch weitgehend unbekannten Geschichte weltweiter gewaltfreier Bewegungen: es ist die Bewegung der „Khudai Khidmatgar“ (übersetzt: Diener Gottes), die wegen ihrer roten Hemden als „Rothemden“, GandhianerInnen, bekannt wurden.

Gewaltfreier Widerstand im Zweiten Weltkrieg

Auch 61 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es unter PazifistInnen und AnarchistInnen in Deutschland manche Unsicherheiten über ihre Einstellung zu Fragen, die sich im Zusammenhang mit diesem Krieg stellen. Darunter ist auch die Frage, ob der Krieg gegen Nazi-Deutschland ein gerechter Krieg war.

Globaler Freifunk-Feed-Newswire online

Ein globaler Freifunk-Newswire ist jetzt unter http://global.freifunk.net zu erreichen. Hier gibt es zudem eine Übersicht über Freifunk-Initiativen weltweit. Bisher konnte ich 271 landesweite, regionale und lokale Freifunk-Projekte aus 33 Ländern identifizieren. Obwohl die Anzahl von Initiativen noch nichts über die tatsächliche Zahl der Teilnehmer aussagt, verdeutlicht die Vielzahl der Projekte bereits den weltweiten Trend zum Aufbau von freien Netzen.

Elias Canetti - un des plus grands écrivains de vingtième siècle

Elias Canetti, un des plus grands écrivains de vingtième siècle fait un phénomène très intéressant dans l’histoire de littérature. Fils de juifs espagnols, né en Bulgarie, il commençait a se communiquer avec les autres en espagnol et bulgare. Quand il avait six ans, sa famille se déménageait en Angleterre, où petit Elias fait connaissance avec l’anglais qui pour longtemps était sa langue principale. Ce n’était que après la mort brutale de son père quand sa mère décidait de l’enseigner l’allemand, sa langue préférée qu’elle avait toujours parlée avec son mari. Cette décision exerçait une grande influence sur Elias, mais aussi sur sa mère. Pour lui, les leçons d’allemand contribuaient à son rapide développement intellectuel et émotionnable, pour elle, elles la permettaient de créer un substitut de son mari en personne de son fils. En tout cas, les soirées passées ensemble causaient un grand approfondissement de la relation entre la mère et son enfant. L’intimité avec sa mère pendant ce temps marquait pour toujours son attitude pour la langue allemande. Il développait un sentiment vivant pour cette langue et puis il la faisait la langue de son œuvre littéraire. L’allemand était une langue la plus intime pour Canetti. Il mentionne plusieurs fois qu’il était sa vraie langue maternelle. On pourrait réfléchir si c’est possible que l’allemand est devenu la langue maternelle pour Canetti. Ce sont quels éléments qui décident si une langue donnée peut être considérée comme une langue maternelle? Ce mini mémoire là essaye d’aborder ses questions et interroger un peu le caractère de la langue allemande chez Elias Canetti.

Australische Nationalnarrative: Der Volksheld Ned Kelly

Zur Zeit der Geschehnisse um die Eureka Stockade, 1854/55, wurde in der Nähe von Melbourne Edward Kelly, genannt Ned, geboren. Er war der älteste Sohn einer irischen Einwandererfamilie mit acht Kindern.[1] Mit 14 Jahren, schon bald nach dem Tod seines Vaters, hielt Ned die hungerleidende Familie mit Pferdediebstahl über Wasser. Nachdem er zum ersten Mal in Verdacht gekommen war, sich mit gewalttätigen Gesetzlosen (bushrangers) abzugeben, kam seine ganze Familie in den Blick der Victorian Police Force, was eine über Jahre andauernde Fehde in Gang setzte. Mit 16 kam er zum ersten Mal ins Gefängnis, nachdem er seine Schwester vor den handgreiflichen Avancen eines Lokalpolizisten geschützt hatte. Nach seiner Entlassung begann er zusammen mit seinem Bruder die Herden der lokalen Großgrund- und Viehbesitzer zu bestehlen, was ihn wieder in Konflikt mit dem Gesetz brachte. Nach einem erneuten Zusammenstoß mit dem seiner Schwester nachstellenden Konstabler, bei dem dieser verletzt wurde, begann Kelly zusammen mit seinem Bruder Daniel ein Leben als Geächteter in der Wildnis Australiens. Von 1878 an schafften sie es zwei Jahre lang, sich zusammen mit ihren Kumpanen Thomas Hart und Steve Byrns im Grenzgebiet zwischen Victoria und New South Wales zu verstecken und den sie verfolgenden Autoritäten zu entgehen. Zum Teil angefacht durch das Interesse der Medien in Melbourne wuchs ihre Popularität währenddessen vor allem bei der verarmten Bevölkerung immer stärker an.

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