Immigrationsbehörde: Die Abreise auf Kuba - kein leichtes Unterfangen

Kurz nach Weihnachten besuche ich die örtliche Immigrationsbehörde. Ich will meinen Ausreiseantrag in Auftrag geben um Anfang Januar eine Reise nach Venezuela anzutreten. Auf dem Amt treffe ich eine französische Kommilitonin, die ebenfalls auf ihre Unterlagen wartet. Eigentlich sollte diese schon einige Tage wieder bei ihrer Familie in Frankreich sein.

Auf meine Frage, was sie denn noch in Santa Clara halte, antwortete sie, dass sie mit den anderen französischen Studenten, wie geplant, am 21. Dezember in Havanna ihre Rückreise antreten wollte. Leider hatte die Franzosen niemand über die Ausreisebestimmungen informiert und sie reisten ohne das gültige „Permiso“, die Genehmigung, an.

Am Flughafen zeigten sich die Behörden recht unkooperativ und verweigerten die Ausreise. Auf den Druck der Studenten hin, reagierte man trotzig und schlussendlich wurden vor ihren Augen die Tickets zerrissen mit der Aufforderung sich doch schnellstmöglich nach Santa Clara zu begeben um die notwendigen Dokumente zu besorgen. Den Flug könne man ja schließlich umbuchen.

Da sich die Beschaffung der Dokumente über Weihnachten, wie das auch bei uns der Fall wäre, schwierig gestalten ließ, warteten die Familien zu Hause (in Frankreich) vergebens auf die Kinder und diese standen sich derweil in der Behörde die Beine in den Bauch. Glücklicherweise haben die Deutschen bei der Immigrationsbeauftragten in der Uni ein Stein im Brett und die Kommunikation funktioniert dadurch etwas besser.

Mit den anstehenden Problemen vertraut, gebe ich der Beauftragten ein „Trinkgeld“, damit meine Anfrage zügig und reibungslos von Statten geht. Klappt dann auch.

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