Venezuela war wie ein Paradies – die Rückkehr in die Zivilisation

Guter Kaffee, vernünftige Lebensmittel im Supermarkt, Breitband-Internetverbindungen, Einkaufszentren, moderne Autos – ein Land in Bewegung. Venezuela hatte im letzten Jahr ein Wirtschaftswachstum von 10% vorzuweisen, größtenteils bedingt durch starke Erdölexporte. Das Benzin kostet dort 0.03 Dollar pro Liter, den vielgebrauchten Pick-Up Truck lassen die Venezolaner also für etwa 3 Dollar volltanken.

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Internet in Kuba und warum ich gerade lieber in Venezuela bin

Den Großteil des Januars verbrachte ich in Maracay, Venezuela. Grund: eine vernünftige Internetverbindung. Diese Ausreise ergab sich recht spontan, da ich mich unter Druck gesetzt fühlte, was die Fristen einiger Formalitäten meiner Studiumsplanung anging.

Der Internetzugang in der Uni Santa Clara ist nach wie vor dermaßen unberechenbar, dass man hier keine verlässlichen Zugriffsbedingungen hat. Viele der internationalen Seiten sind gesperrt, Downloads sind fast prinzipiell unmöglich, Druck- und Faxmöglichkeiten bestehen nur in Notfällen.

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Immigrationsbehörde: Die Abreise auf Kuba - kein leichtes Unterfangen

Kurz nach Weihnachten besuche ich die örtliche Immigrationsbehörde. Ich will meinen Ausreiseantrag in Auftrag geben um Anfang Januar eine Reise nach Venezuela anzutreten. Auf dem Amt treffe ich eine französische Kommilitonin, die ebenfalls auf ihre Unterlagen wartet. Eigentlich sollte diese schon einige Tage wieder bei ihrer Familie in Frankreich sein.

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Unsere Spanischlehrerin mit Tränen in den Augen

Nancy, unsere Spanischlehrerin, betritt mit Tränen in den Augen den Raum. Was ist passiert? Die einzige Steckdose im Unterrichtszimmer wurde gestohlen.

Nancy ist die Raumverantwortliche, weil sie die meiste Zeit dort unterrichtet. Nachdem sie vom Dekan der Fakultät für diese Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht eine ordentliche Standpauke bekommen hat, macht sie an diesem Tag das erste Mal ihrem Ärger Luft, schimpft über die ständige Überwachung, die Drangsalierung, die Enttäuschung über das System, in dem sie lebt.

Die Gültigkeit der Theorie der Erlebnismilieus und der Erlebnisgesellschaft

Erlebnisse werden heutzutage im größten Maße aus den Medien gezogen. Die Medien prägen unseren Alltag und absorbieren den beträchtlichen Teil unserer Freizeit. Und auch im Bezug auf das Mediennutzungsverhalten hat sich die Theorie zur Erlebnisgesellschaft von Gerhard Schulze bisher bestätigt. Eine Untersuchung, die diesen Bereich geprüft hat, wurde 1997 in Augsburg durchgeführt. In einem Projekt zum Thema „Medien und Lebensstil“ sollte das Fernsehkonsumverhalten der Menschen in Deutchland analysiert werden. Die ermittelten Daten wurden dann mit den bedeutenden gesellschaftlichen Konzeptionen verglichen (u.a. mit Bourdieus’ Theorie der feinen Unteschiede und Schulzes Erlebnisgesellschaft). Mit Hilfe von Clusteranalysen haben die Forscher herausgefunden, dass sich die Gesellschaft anhand ihrer Fernsehngewohnheiten in Groβgruppen einteilen lässt, die in hohem Maße mit den Erlebnismilieus von Schulze korrespondieren.

Werbung - Kernaufgabe der Suchmaschinenbetreiber?

Theo Röhle von der Universität Hamburg hat einen interessanten Beitrag über die Erhebung von Nutzerdaten bei Suchmaschinen, insbesondere bei der personalisierten Suche geschrieben. In ‘Think of it first as an advertising system’: Personalisierte Online-Suche als Datenlieferant des Marketings” (pdf) kommt er zu dem Ergebnis, "dass die gezielte Vermarktung von Werbeplätzen sich zur Kernaufgabe der Suchmaschinenbetreiber entwickelt hat."

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Würde, Freiheit und Gottesebenbildlichkeit im Kontext der heutigen Zeit

Seit Ende des Mittelalters verwandelte sich die urchristliche Lehre, indem der Mensch immer stärker als „zweiter Gott“ (secundus deus) gedeutet wurde. Dieser Gedankenstrang verhärtete sich in der Renaissance weiter und der Mensch hob sich schließlich als grenzenlos gestaltungsfähiger Mensch in „de dignita hominis“ hervor. Die Aufklärung letztlich nahm den autonomen Menschen aus der vorgefundenen Natur heraus, indem ihm die Philosophen eine moralisch-praktische Vernunft zusprachen. Es war Kant, der schließlich verkündete, die Würde besäße einen absolut inneren Wert.

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