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Unterwegs in Kabul: Kein Internet im Interkonti und Bakschisch, Handeln und Taxifahrten – Internationale Perspektive

Unterwegs in Kabul: Kein Internet im Interkonti und Bakschisch, Handeln und Taxifahrten

Wir fuhren in die Flowerstreet, die Touristeneinkaufstraße. Ein Junge wollte mir die Schuhe putzen und bettelte mich wegen Bakschisch an. Er war sehr hartnäckig und bald kamen noch mehr Kinder, die immer aggressiver wurden. Auch ein Mann mit nur einem Bein gesellte sich zu uns und eine Tschadori-Frau, die auf der Erde gesessen hatte. Die Kinder belagerten später auch unser Auto, machten die Türe noch mal auf, als wir losfahren wollten. Der Fahrer verjagte sie dann. Viele dieser Kinder tragen eine oben offene Coladose an einem Drahthenkel mit sich herum, aus der es entsetzlich qualmt.

Wir fuhren in die Flowerstreet, die Touristeneinkaufstraße. Ein Junge wollte mir die Schuhe putzen und bettelte mich wegen Bakschisch an. Er war sehr hartnäckig und bald kamen noch mehr Kinder, die immer aggressiver wurden. Auch ein Mann mit nur einem Bein gesellte sich zu uns und eine Tschadori-Frau, die auf der Erde gesessen hatte. Die Kinder belagerten später auch unser Auto, machten die Türe noch mal auf, als wir losfahren wollten. Der Fahrer verjagte sie dann. Viele dieser Kinder tragen eine oben offene Coladose an einem Drahthenkel mit sich herum, aus der es entsetzlich qualmt. Im Boden sind Löcher für die Luftzufuhr. Jemand meinte, das sei noch etwas „Vor-Islamisches“, um böse Geister zu vertreiben. Von zu Hause sind Astrid und ich nach dem Kochen und Essen im Laufschritt zum Interkonti, ich, um meinen ersten Rundbrief zu schreiben, Astrid wegen der Bewegung. Leider konnte ich nur ganz kurz etwas an Marianne schreiben und dann, bei einem Brief an Jakob, brach die Internetverbindung für alle ab und kam auch nicht wieder. So etwas Doofes. Wir warteten noch etwas und sind dann wieder gegangen. Oben am Hotel war es (im Dunkeln) wieder das gleiche Spiel mit den 5 Dollar. Nach meinem ‚bisjar kimmat as’ (das ist sehr teuer) ließ der Taxifahrer sich zu 3 Dollar erweichen, was uns immer noch zu teuer war. Wahrscheinlich muss er den Wächtern an den Schranken etwas abgeben. Wir sind also zu Fuß den Berg hinunter. Auf dem Weg kam uns ein schwarzer Geländewagen mit verdunkelten Scheiben und vier Männern entgegen, die uns für 2 Dollar anboten, mit ihnen zu fahren. Mir war das gar nicht geheuer und ich lehnte ab. (Die Gespräche muss ich alleine führen, mich auch vorne zu dem Fahrer setzen). Unten an der Straße erkannte mich der Ladenbesitzer von vor ein paar Tagen wieder und sprach mich freundlich an. Wie immer, waren sofort viele Leute da. Besonders ein kleiner Mann mit dunkler Hautfarbe, stechenden Augen, Armeekleidung und einer Kalaschnikow, wollte uns unbedingt helfen. Sein Parka war ihm viel zu groß und die ganze Szene hatte im spärlichen Licht des Ladens (der Strom war ja ausgefallen), etwas Gespenstisches. Ich hatte wirklich Angst, obwohl der kleine Mann richtig nett war. Zum Glück hielt bald ein Taxi und ich akzeptierte den Preis von 100 Afghani (ca. 1,80 €), um schnell nach Hause zu kommen. Bedauert habe ich, dass die doofen Taxifahrer oft mehr Geld bekommen, als die Netten. Im Gästehaus gab mir Klaus seinen alten Laptop, damit ich diesen Rundbrief auf Diskette schreiben kann. Allerdings hatte ich dann die Diskette und wusste nicht, was ich damit anfangen soll. Ausdrucken konnte ich es ja auch nicht bei ihm und schon gar nicht versenden.