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Strategien der Informationsverarbeitung und das veränderte Kommunikationsverhalten bei der Nutzung moderner Medienkanäle

Mit der zunehmenden Nutzung moderner Medien offenbaren sich auch vermehrt Schattenseiten der Kommunikation per Email, Messengerdiensten, Blogs und SMS. Die Menge von Emailnachrichten führt zu Kommunikationsoverload, eine missverständliche Zeile beim Chatten belastet eine Beziehung und Probleme Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, führen zu einem Gefühl der Überforderung. Welche Strategien der Nutzer bei der Informationsverarbeitung ermöglichen es mediale Einschränkungen in den modernen Medien aktiv zu kompensieren? Das Verständnis von Kommunikationsprozessen, den Effekten und Folgen bildet den ersten Schritt für die Lösung von Kommunikationsproblemen, die bei der Nutzung moderner Medienkanäle auftreten. Doch wie sehen diese Kommunikationsprozesse tatsächlich aus? Wie beeinflusst die Interaktion in diesen Medien den Austausch? Welche Erkenntnisse liegen darüber vor?

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Strategien zur Konfliktlösung und Konfliktvermeidung: Konfliktmanagement in Teams (Teil II)

Im zweiten Teil zum Thema Konfliktlösung beschäftige ich mich mit dem Konzept des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP) und Möglichkeiten des Konfliktmanagements mit Hilfe des NLP. Insbesondere möchte ich in dem Beitrag versuchen Empfehlungen herauszuarbeiten, die eine effiziente Konfliktlösung und Konfliktvermeidung bei der Arbeit in Teams gestatten. Neben dem Verständnis über die Entstehung von Konflikten beim Einzelnen (Teil 1) ermöglichen der Einsatz von Instrumentarien und die Anwendung umfassender Konzepte eine Lösung von Konflikten in Gruppen. Zunächst steht das Konzept des NLP allgemein und seine Relevanz für Strategien der Lösung von Konflikten im Vordergrund. Basierend auf die Ausführungen werden anschließend praktische Lösungsmöglichkeiten für Konflikte bei der Arbeit in Teams erörtert. Die zentrale Frage ist dabei: Wie kann die Kooperation in Teams speziell verbessert werden? Die vorgestellten Lösungen sollen helfen, die negativen Auswirkungen von Zwistigkeiten bei der Arbeit in Teams zu reduzieren.

Ausgangspunkt für die folgenden Überlegungen sind in erster Linie Arbeitskollektive, Projektgruppen und ähnliche formelle Gruppen. Diesen Gruppen ist die Zielvorgabe von außen gemein. Im Gegensatz dazu bilden sich informelle Gruppen durch Sympathie, gleiche Motive oder Bedürfnisse ihrer Mitglieder. Diese informellen Gruppen betreffen oft netzwerkartig organisierte Gruppen im Internet, zum Beispiel in der freien Software-Bewegung oder freien Medienkollektiven. Obwohl die in diesem Beitrag vorgestellten Lösungsstrategien für Konflikte häufig auch auf diese Gruppen übertragbar sind, sollen diese hier nicht im Vordergrund stehen.

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Die Omnipräsenz der Demütigung in der heutigen Gesellschaft und die Politik der Würde

Der Begriff der Demütigung ist der Bedeutungsgruppe Unlust empfinden zuzuordnen und steht auf gleicher Stufe mit Bedrohung, Elend, Kränkung und Leid (vgl. Franz Dornseiff, Der deutsche Wortschatz, 2004). Auch die Synonyme für Demütigung, wie z.B. Entwürdigung, Herabsetzung, Missachtung oder Verachtung, sind ähnlich negativ in ihrer Bedeutung, so dass es für einen Außenstehenden schwer verständlich erscheinen mag, dass Demütigung auch freiwillig beinhalten kann, wie bei bestimmten religiösen Praktiken. Und sie kann sogar „einvernehmlich statt finden“, zum Beispiel bei sadomasochistisch-interessierten Menschen, die aus Demütigungen einen Lustgewinn ziehen. Doch im Prinzip ist Demütigung die erzwungene Erniedrigung eines Menschen oder einer Gruppe, ein Prozess der Unterwerfung, der den Stolz, die Ehre, und Würde der Opfer verletzt oder vollständig raubt. Gedemütigt zu werden bedeutet, oft in extrem schmerzhafter Weise, in eine Situation gebracht zu werden, die sehr viel „tiefer” angesiedelt ist als es das Opfer erwartet. Der Akt der Demütigung enthält erniedrigendes Verhalten anderen gegenüber, Verhalten welches etablierte Grenzen und Erwartungen überschreitet. Demütigung kann Zwang und Gewalt beinhalten. Im Zentrum steht die Idee des nach unten Drückens und unten Haltens.

Der Begriff der Demütigung als solcher stellt keinen akademischen Terminus dar. In Lexika und Wörterbüchern wird die Demütigung als: Verletzung von jemanden in seiner Würde und Ehre (Wahring Deutsches Wörterbuch 1980); Verletzung von jmds. Selbstgefühl oder Stolz (Knaurs Grosses Wörterbuch der deutschen Sprache, Der Grosse Störing, München 1985); tiefe, beschämende Kränkung (Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch, Band 2, Stuttgart 1981), Herabwürdigung (Meyers Grosses Universal Lexikon, Band 16, Mannheim 1986) oder als Erniedrigung, Nichtachtung (Duden, Sinn- und Sachverwandte Wörter, Synonymwörterbuch der deutschen Sprache, Hrsg. Wolfgang Müller, Mannheim, Leiozig, Wien, Zürich 1997) beschrieben.

 

[quote] Demütigung (von Demut) ist die absichtlich beschämende oder verächtliche Behandlung eines wehrlosen Anderen vor den Augen Dritter oder vor seinen eigenen Augen. (vgl. Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Demütigung, Version 21:04, 18. Apr 2006) [/quote]

Die Demütigung scheint in der heutigen Gesellschaft omnipräsent zu sein und weist eine Menge von unterschiedlichen Erscheinungsformen auf. Man kann von einer psychischen, körperlichen, emotionalen, sexuellen oder beruflichen Demütigung sprechen, aber auch von einer politischen oder nationalen Demütigung. Der Begriff der Demütigung kann daher auf einer persönlicher Ebene (Mikroebene) als auch auf einer kollektiven Ebene (Makroebene) betrachtet werden. In beiden Fällen hat er mit dem Begriff von Würde, Ehre und Stolz zu tun. Da diese Werte unterschiedlich bei den Individuen herausgeprägt sind, wird die Demütigung auch im unterschiedlichen Grade empfunden. Sie hängt von der Sensibilität eines Menschen, hat daher einen subjektiven Charakter.

Strategien zur Konfliktlösung und Konfliktvermeidung (Teil I)

Möglichst reibungsarme Zusammenarbeit in Teams ist in Unternehmen genauso wichtig, wie in netzwerkartig organisierten Gruppen im Internet, z.B. in Online-Communities, die zusammen an einer Software arbeiten. Generell treten in menschlichen Organisationssystemen immer Spannungen auf. Inwieweit können diese jedoch abgebaut oder besser vermieden werden? Bereits ein Verständnis der Entstehung von Konflikten beim Einzelnen ermöglicht Lösungsansätze und Strategien für die Konfliktlösung und Konfliktvermeidung. Nach einer Kurzeinführung in die Kommunikationspsychologie stelle ich im ersten Teil zu diesem Thema verschiedene Arten von Konflikten vor. Im Speziellen befasse ich mich dabei mit Konflikten aufgrund von Missverständnissen, Zielkonflikten, Verteilungskonflikten, Kompetenzkonflikten, Beurteilungskonflikten und Durchsetzungskonflikten.

Grundlagen der Kommunikationspsychologie

In der Psychologie werden als die an Konversationen teilnehmenden Personen in Sender und Empfänger unterteilt. Die gesandte Information heißt auch Botschaft oder Nachricht. Eine Nachricht besteht grundsätzlich aus vier Aspekten: Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungs- und Appellanteil. Diese werden in einer bestimmten Gewichtung vom Sender in die Information eingebracht und vom Empfänger mit seinen „vier spezifischen Ohren“ in einer ihm eigenen Intensität empfunden. Genauer gesagt werden selektiv und individuell verschieden, gesteuert durch Erfahrungen, Gefühle und Urteile bestimmte Teile der Information vom Empfänger wahrgenommen und interpretiert (Vgl. Schulz von Thun, Friedemann, 1981). Durch Assoziationen mit der Erfahrungswelt des Empfängers werden bestimmte Emotionen ausgelöst. Die empfangene Botschaft entsteht im Kopf des Empfängers (Vgl. Bleis, Christian 2000: 103 ff.). Der Sachinhalt bezeichnet neutrale Fakten. Er gibt an, worüber informiert wird. Der Selbstoffenbarungsanteil schließt alle Informationen ein, die der Sender von sich preisgibt. Er schließt Selbstdarstellungen und Enthüllungen mit ein. Der Beziehungsaspekt einer Botschaft definiert das Verhältnis von Sender und Empfänger. Er besteht aus zwei Hauptteilen: Wie sieht der Sender den Empfänger und wie empfindet er die Beziehung zu diesem. Der Appellaspekt einer Nachricht beinhaltet das Wirkungskalkül des Senders: Was will der Sender mit der Äußerung beim Empfänger erreichen? Was soll der Empfänger tun? Oft werden die anderen Bestandteile der Botschaft instrumentalisiert, um die Wirkung des Appells zu erhöhen. Jede Seite einer Information kann sowohl offen als auch verdeckt, direkt oder indirekt geäußert werden.

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Das Wachstum des Indymedia-Netzwerks: Das erste global agierende alternative Mediennetzwerk

Indymedia wird zu Recht von vielen als erstes global agierendes alternative Mediennetzwerk angesehen. Das rasante Wachstum Indymedias wird bereits bei der Betrachtung der Website deutlich. Hier sind 165 Medienkollektive, die offiziell Teil des Netzwerks sind, aufgelistet - in mehr als 70 Ländern und auf allen Kontinenten. Das Wachstum des Netzwerks vollzog sich bisher vor allem in der westlichen Welt und Lateinamerika. Seit 2005 schwächte es sich hier jedoch erheblich ab. In anderen Weltregionen, zum Beispiel in Asien, bilden sich weiterhin neue Medien-Kollektive, jedoch nicht in dem Umfang wie es bisher im Westen zu beobachten war. Nichtsdestotrotz muss dies nicht zwangsläufig als ein abflauender Trend angesehen werden. Einerseits operieren bestehende Indymedia-Kollektive fortlaufend weiter und sind für neue Mitglieder offen. Andererseits sind in einigen Ländern vermehrt auch Indymedia-Kollektive aktiv, die keine eigenen Webpräsenzen betreiben und bereits bestehende Websites und andere Kanäle, zum Beispiel Blogs, für die Medienpublikation nutzen.

Die Krise der Kaffeewirtschaft (Teil II): Wege aus der globalen Preiskrise

Ursachen und Probleme der Produzenten von Kaffee durch Niedrigpreise und Auswirkungen auf die Qualität des Kaffees waren Gegenstand des ersten Teils. Der zweite Teil beschäftigt sich mit Alternativen zu dieser Entwicklung. Welche Alternativen existieren um der Kaffeepreiskrise entgegen zu wirken und den Kaffeeproduzenten ein angemessenes Einkommen zu ermöglichen? In diesem Abschnitt werden zum einen die Möglichkeiten im traditionellen Kaffeesektor als auch die Chancen im alternativen Kaffeesektor angesprochen, wobei ein besonderes Augenmerk auf den letzteren gelegt wird.

Exportdiversifizierung

Die generelle Exportdiversifizierung, d.h. die Umorientierung der Produzenten auf alternative Exportprodukte mit einer höheren Rendite soll hier an erster Stelle genannt werden. Aufgrund der Marktsättigung in den USA und in Europa ist die Begrenzung der weiteren Ausweitung des Kaffeeangebots von Nöten, solange neue Märkte noch nicht erschlossen sind. Dies bedeutet die Umleitung von Investitionen und die Umnutzung alter Kaffeeflächen von risikofähigen Unternehmen und damit die Entlastung des Marktes zugunsten kleinerer Einheiten. Das Problem hierbei ist, dass besonders die Kleinproduzenten unter den niedrigen Kaffeepreisen leiden und ihnen jegliches Kapital für eine Umrüstung oder Diversifizierung der Anbauprodukte fehlt. (Vgl. Stamm 1999, S. 404)

Nachfragesteigerung

Die ICO hat einen Fonds aufgelegt, aus dem Werbemaßnahmen für Kaffee in potenziellen Konsumländern finanziert werden, wie zum Beispiel in China und Russland. Der Erfolg hält sich aber sehr in Grenzen, da in diesen Ländern andere traditionelle Konsumgewohnheiten vorherrschen, die schwer zu erschüttern sind und es zudem an Kaufkraft fehlt. (Vgl. Stamm 1999, S. 404)

Vertikale Integration

Eine Möglichkeit der erhöhten Wertschöpfung bei der Kaffeeproduktion ist die vertikale Integration der Kaffeewirtschaft, d.h. die Integration von Verarbeitungsstufen von Kaffee im Erzeugerland. Durch die Verflechtungen mit anderen Wirtschaftssektoren können weiterführende Entwicklungsprozesse angestoßen werden. An die Stelle der einfachen landwirtschaftlichen Massenproduktion treten die Entwicklung und Koordinierung von mehrstufigen agroindustriellen Produktionsketten.

Die meisten kaffeeerzeugenden Länder aber produzieren Rohkaffee. 95% der weltweiten Kaffeeexporte sind Rohkaffee. Von den verbleibenden fünf Prozent sind 95% löslicher Kaffee und nur ein verschwindend kleiner Anteil (5%) ist Röstkaffee. Warum wird in nur so geringen Mengen Röstkaffee exportiert? Der Export von Röstkaffee wird vor allem durch die Struktur der Märkte in den Industrieländern erschwert. Der Kaffeemarkt in den USA und Europa ist schwer umkämpft und wird von wenigen Großanbietern dominiert. Zudem existiert eine starke Konzentration des Einzelhandels. Eine hohe Startinvestition erschwert die Platzierung einer neuen Marke mit landesweiter Verteilung.

Es existieren aber auch technische Probleme des Exportes von Röstkaffee, da dieser schnell an Aroma verliert. Nur Vakuumverpackungen bieten einen bedingten Schutz. Der Kundenwunsch in den einzelnen Ländern ist sehr unterschiedlich. Eine hohe Marktkenntnis und eine flexible Produktion sind unabdingbar. Der Verbraucher ist an Geschmack und Aroma einer Marke gewöhnt, welche nur durch den ständig angepassten Verschnitt von Rohware unterschiedlicher Herkunft erreicht werden.

Ein weiterer wichtiger Grund für den geringen Export von Röstkaffee ist die fehlende Möglichkeit der Weiterverarbeitung von Kaffee für Kleinproduzenten, da es ihnen an Kenntnis und vor allem an Kapital fehlt.

Die Maquiladoras in der Cuidad Juárez in Mexiko – Arbeits- und Sexualmarkt junger Migrantinnen

Die schwierige Lage von Migrantinnen in der Stadt Juárez an der nördlichen Grenze Mexikos ist geprägt von sexualisierter Gewalt. An diesem Ort sind Frauen Gewalt in einem Maße ausgesetzt wie in keiner anderen Stadt Mexikos. Dennoch, die extreme Situation der jungen Frauen in Juárez ist exemplarisch und kann als Beispiel für viele andere Städte in Mexiko gelten. Die Cuidad Juárez ist von Wüste umgeben und über den Rio Grande durch drei Brücken mit der texanischen Stadt El Paso verbunden. Die Grenze zu den USA wird durch hochmoderne technisch aufgerüstete Grenzeanlagen und Zäune geschützt. In dieser nördlichen Stadt Mexikos werden seit über 10 Jahren junge Frauen straffrei ermordet.

Im Vergleich mit Baja California im Westen und Nuevo León im Osten ist Juárez und der Staat Chihuahua unterentwickelt und benachteiligt. Der amerikanische Konsul John Dye sagte im Jahre 1921 über diese Stadt: “Juárez is the most immoral, degenerate, and utterly wicked place I have ever seen or heard in my travels.” (Martínez 1996: 151) Martinez charakterisiert Juárez bereits aus historischer Sicht als eine „border boom town”. (Martínez 1996: 152) Über zwanzig Jahre später ist die Stadt, abgesehen von den sozialen und wirtschaftlichen Problemen, die sie mit vielen mexikanischen Städten teilt, erneut eine „border boom town”. Dies ist ein Resultat des immensen Wachstums der Maquiladora-Industrie in den 80ern und 90ern. Der Zustand der Gesellschaft in Juárez hat sich durch die Migration verändert und ist durch den Bevölkerungsfluss in einer stetigen Auflösung begriffen.

Migration in Juárez

Seit den 1940er Jahren gehört die nördliche Region Mexikos zu den bedeutendsten Zuwanderungsgebieten interner Migranten. Juárez ist ein wichtiges Ziel für Migranten aus dem Bundesstaat Chihuahua geworden. Wenn man die Zielgebiete der Arbeitsmigranten betrachtet, hat die Bedeutung der Region Texas stark zugenommen. Es ist festzuhalten, dass Juárez eine in großem Masse eine durch die Migration gewachsene Stadt ist. Außerdem hat die Ciudad Juárez innerhalb der mexikanischen Maquiladora-Industrie eine gewisse Sonderposition inne, da sich dort die größten Maquiladoras mit den bekanntesten Namen befinden.

„There is additional migration as a result of NAFTA“ (Parnreiter, 1999: http://vgs.univie.ac.at/VGS_alt/HSK14lp.html), wurde prophezeit. Die Entwurzelungswelle führte zu einer verstärkten Zunahme der Wanderungen. In der ersten Hälfte der 1990er Jahre stieg die Binnenmigrationsrate wie nie zuvor an (1980-1990: 17,4%; 1990-1995:19,4%). Somit gab es als 700000 neue Binnenmigranten pro Jahr. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Anzahl der Binnenwanderer sich um ein Viertel erhöht hat. Weiterhin stieg die Emigration in die USA an. Doppelt so viele mexikanische Arbeitskräfte wanderten in die USA ein. Peter Smith fasste die wissenschaftlichen Positionen bezüglich der Auswirkungen der NAFTA folgendermaßen zusammen. Es zeigen sich vier Grundthesen (vgl. Alscher 2001: 53):

1. Reduzierung der Auswanderung: Das durch den Freihandel induzierte wirtschaftliche Wachstum in Mexiko erhöht die Chancen zur Teilnahme auf dem formellen Arbeitsmarkt, steigert das Lohnniveau und senkt somit die Motivation zur Auswanderung in die USA.

2. Erhöhung der Auswanderung: Die Restrukturierung der mexikanischen Ökonomie hat v.a. im Fall der arbeitsintensiven Produktion in kleinen und mittleren Unternehmen negative Auswirkungen. Arbeitskräfte werden freigesetzt, fehlende Alternativen auf dem Arbeitsmarkt steigern die Motivation zur Auswanderung.

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