Shopping in Berlin: Supermärkte, Kulturkaufhäuser, Flohmärkte und Shoppingzentren … wo man sich frei fühlen kann

Es gibt in Deutschland an jeder Ecke einen billigen Supermarkt. Beim Einkaufen sollte man auch eine Tasche mitnehmen, denn die Plastiktüte kostet Geld. Am Sonntag sind die Geschäfte geschlossen. Pech, wenn man am Samstag was vergessen hat. Dafür schließen sie mittags nicht, denn die Leute hier machen keine Siesta. Persönlich mag ich die Lebensmittelläden in Berlin nicht, weil sie sehr vernachlässigt und wie ich finde oft schmutzig und chaotisch sind. Und es gibt keine Bedienung... Ok, viele sind Discounter. Der Chef muss deshalb Geld sparen, damit er die Sachen so billig anbieten kann und nicht so viele Mitverkäufer einstellen muss. So muss der Kunde also selbsteffizient und unabhängig von der Hilfe der Verkäufer des Discounts sein. In Italien ist es ganz anders... Die Lebensmittelsupermärkte sehen wie Juwelierläden aus: die Einrichtung ist wunderbar, besser als bei Ikea. Die Produkte sind alle in perfekter Ordnung gestellt, die Farben sind koordiniert und sogar der Lichteeinfall ist kalkuliert. Bei uns gibt es beim Einkaufen nicht soviel Selbstbedienung und Automaten wie in Berlin, sondern viel mehr Verkäufer. Die Verkäufer sind sehr schön, nett, hilfsbereit und vielleicht manchmal sogar zu sehr gebräunt... (Italien ist das Land der artifiziell gebräunten Menschen… im Sonnenstudio.) Natürlich fühlt man sich freier und spontaner in Deutschland als in Italien, wo die Menschen auch im Supermarkt sehr elegant sein müssen und vorsichtig, weil „die Urteile der Italien immer anwesend und bereit sind“. Jeder urteilt an die Kasse zum Beispiel auch was der Nachbar gekauft hat. Fettige Sachen sind ein Skandal normalerweise. Butter, Sahne, Mayo – das ist absolut verboten in Italien (außer für Valeria Perucco). Die Preise sind auch so etwas von „unerzählbar“, weil sie unglaublich teuer sind, weil die Meisten gesunde, Diät und Bio-Sachen kaufen. Das glauben sie zumindest. Firmen wie Weight Watchers sollten dankbar sein, denn sie sind wahrscheinlich sehr reich geworden dank Italien. Natürlich ist Berlin eine große Stadt im Vergleich zu meinem Dorf am Gardasee, deshalb gibt es viele viele Möglichkeiten Shoppingzentren zu besuchen, wo man sich frei fühlen kann, Musik zu hören oder Movies anzusehen. Alles ist ohne Mittagspause oder Siestapause geöffnet! Man kann von „durchdauerneden“ Öffnungszeiten der Läden profitieren. So kann man auch auf das Mittagessen verzichten und gleichzeitig seine Kultur bei Dussmann vertiefen: Immer mehr Kulturhunger als Magenhunger.... In den Berliner Kulturkaufhäusern findet man tausende schöne Angebote und auch CDs, die in Italien nur bei den Schwarzen, die leider illegale Leute sind, zu bekommen sind. Es gibt so viele CDs und so verschiede, dass man für jeden Geschmack etwas finden kann, sodass jeder von uns seine persönliche Musik finden kann und dann in einer schönen Ecke des Ladens frei und ohne Inhibition tanzen kann! Leider habe ich niemals an einem Flohmarkt als Verkäuferin teilgenommen. Nur als Kunde war ich eine Malenda und wurde sofort verarscht: Eine Wintermütze = 25 Eurooo!!!!! Ich bin heute sprachlos. Aber es war mir kalt und es gab viel Schnee und ich hatte keine Zeit und bin immer verzweifelt durch Berlin gelaufen, dass ich sie gekauft habe ohne zu nachzudenken. Danach war ich niemals mehr auf einem Flohmarkt, auch wenn mein Freund P.G. immer wollte. Es gibt alles in Berlin, manchmal zu viel vielleicht. Und vier Mal H&M auf dem Ku'damm ist übertrieben. Man geht auch ein Risiko ein immer die gleichen Sachen zu kaufen, jede 100 Meter in jedem H&M. Ich mag nicht, dass in Deutschland am Ende alle Leute gleich aussehen, weil sich alle bei H&M eingekleidet haben. Der Ku'damm ist mein Lieblingsort einzukaufen. Es gibt alles und alles ist zusammen und niemand stört mich in Ruhe einzukaufen. Ich kann Sachen probieren ohne Druck einer Verkäuferin, wie in Italien, wo die Verkäuferin den Kunden ständig Ratschlage gibt, damit man am Ende alles kauft, auch wenn am Anfang nur 20 Euro ausgeben wollte. Aber am Ende tauchen mehr als 200!!! auf der Rechnung auf! Wie viel Geld ich immer so ausgebe? Ich kann das nicht ehrlich beantworten, weil ich leider keine Grenzen habe. Also versuche ich immer nicht zu zählen, wie viel eigentlich…

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