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Als Dozent an der Universität Herat

Die Universität in Kabul beendet, noch einige Monate in Deutschland verbracht und dann war es soweit – ab nach Herat, um dort am Aufbau der Deutschabteilung mitzuarbeiten. Das war mein neues Ziel.

Vor fast genau einem Jahr bin ich nach Herat gegangen. Täglich gibt es Flüge von Kabul mit Kamair. Ich war sehr neugierig und als ich am Mittag am Flughafen ankam, wartete die DAAD-Lektorin bereits auf mich. Natürlich hatte ich schon viel von der Schönheit der Stadt gehört. Alles läuft auch viel geordneter als in Kabul und es gibt nicht soviel Staub hier.

Geld und Absprachen, Miss- und Vetternwirtschaft – meine Beobachtungen in Afghanistan


Irgendwann hatte Arnold, mein Kollege vom Entwicklungsdienst, der auch bei der Entwicklungshilfe arbeitet, die Nase voll. Er ist übrigens derjenige, von dem ich am meisten Unterstützung bekomme, konstruktiv, konkret, verlässlich. Das ist sehr angenehm in diesem Land. Wie gesagt, er wollte nicht mehr ständig nur Anrufe wegen diesem oder jenem bekommen, sondern die finanziellen Absprachen besser und möglichst abschließend klären. Dafür hatte er ein Treffen anberaumt. Zum Beispiel sollte auch über den Vertrag von Einnullah geredet werden.

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Der qualmende Dieselofen im Werkstatt’raum’ in Hezarak


Mitte Januar blieb es manchmal auch tagsüber sehr kalt (wenn es bedeckt war), dass klar wurde, ich muss irgendetwas unternehmen für meinen Werkstatt’raum’. Deshalb in Anführungsstrichen, weil es sich nach wie vor nur um eine überdachte Fläche handelt, die sich an die Außenmauer des Hofes anschließt und die ich zur anderen Hälfte mit Plastikplanen abgetrennt habe (d.h. nicht ich, sondern meine Lehrlinge). Ich habe mich also nicht mehr weiter auf Mündliches verlassen, sondern einen ordentlichen Antrag in der vorgesehenen Form gestellt. Passiert ist auch dann nichts.

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Meine Lehrlinge in der Schreinerwerkstatt


Ab und zu in der Woche frage ich einen meiner Azubis für ein Einzelgespräch. Das stimmt natürlich nicht ganz, denn wir sind ja immer zu dritt, mit Sadat, dem Übersetzer. Kräutertee gibt’s dann, der Ofen im Container ist angeheizt und die Afghanistan-üblichen Süßigkeiten in einer Schale mit mehreren Abteilungen. Als Besonderheit kann ich meist die Karamellbonbons aus Polen anbieten, die ich in einem Laden in Kabul gefunden habe und regelmäßig nachkaufe.

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Meine Unterkunft in Kabul

Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt gibt es viele bewaffnete Kräfte. Es sind etwa 15 Grad und es ist trocken. Der berüchtigte Kabuler Staub wirbelt bereits kräftig durch die Straßen. Vor dem Goethe-Institut passieren wir drei Sicherheitsbarrieren. Hier im Institut werde ich auch wohnen.

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Besuch im deutschen Technikum in Kabul

Für den Ausflug nach Kabul mit meinen Lehrlingen versuche ich einen Besuch in einer Gewerbe-Schule zu arrangieren. Zufällig spreche ich am Mittagstisch mit einem der afghanischen Mitarbeiter, Fahim. Der ist etwa fünfzig Jahre alt und spricht recht gut Deutsch. „Ich habe einen Kollegen, der ist Lehrer für Schreiner“, sagt er. Ich bin sofort hellhörig und frage ihn aus. „Ja“, meint er: “Ich bin selbst auch Lehrer am ‚deutschen Technikum’. Das ist von Deutschen gegründet worden, vor dem Krieg.

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Hochzeit meines Schülers in Hezarak

Said Machmat kommt erst am nächsten Morgen. Kurz bevor wir losgehen müssen, erreiche ich ihn. Er sagt mir, dass ich selbstverständlich gehen kann, das sei doch meine Entscheidung, ich wäre doch Projektleiter. Na ja, denke ich, immerhin hieß es bis jetzt immer, nicht ohne Begleitung.

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