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Strategien zum Erfolg - Fokus auf Selbstkompetenz und die eigene Vision beim Neurolinguistischen Programmieren

Robert Dilts definiert verschiedene übereinander liegende Ebenen für die Problemanalyse und Entwicklung von Lösungsansätzen, die sich für das NLP als relevant erweisen. Dazu gehören Kontext (Umgebung), Verhalten (was ich tue), Fähigkeiten (Zustände, Strategien), Glauben (+Werte/ Metaprogramme), Identität (wer ich bin) und Spiritualität. Jede der neurologischen Ebenen ist abstrakter, als die darunter liegende. Umso mehr Einfluss auf die abstrakten Ebenen besteht, umso mehr Einfluss besteht auf das jeweilige Individuum oder System. Ein guter Projektleiter, Unternehmenschef oder Netzwerkleader agiert auf allen neurologischen Ebenen. Das NLP geht davon aus, dass die günstigste Vorgehensweise ein Team oder eine Gruppe erfolgreich zu leiten ist, eine gemeinsame Unternehmensvision zu etablieren – also nach Dilts gemeinsame Glaubenswerte, Identität und sogar eine gemeinsame Spiritualität zu schaffen. Diese können operationalisiert, das heißt in konkrete Ziele, Strategien, Aufgaben und schließlich in Taten umgesetzt werden.

Auch im kleineren Rahmen einer Organisation, in einer Abteilung, Filiale oder Teil einer Netzwerkorganisation kann eine Vision, die die Werte der Mitarbeiter, Projektbeteiligten und des Unternehmens oder Netzwerks einbezieht als Leitbild dienen. Auf dem Weg zur eigenen Vision bietet NLP einige hilfreiche Modelle, die in diesem Beitrag näher betrachtet werden. Sie ermöglichen Personen, die - sei es in Unternehmen oder in ehrenamtlichen Netzwerorganisationen - arbeiten ihrer Möglichkeiten und Hilfsmittel besser bewusst zu werden und systematisch eigene kreative Kräfte zu mobilisieren und für angestrebte Projekte zu nutzen.

Ressourcen erkennen

Alle Dinge und Umstände, die Menschen unterstützend beim Umsetzen von Zielen nutzen können, werden im NLP als Ressourcen bezeichnet. Sich dieser Hilfsmittel möglichst umfassend bewusst zu werden, erhöht die Anzahl nutzbarer Möglichkeiten und sichert damit eine größere Flexibilität. Zunächst hat jeder in seinem Umfeld Menschen, die in bestimmten Situationen helfen können. Arbeitskollegen, Bekannte, Freunde oder Familienmitglieder - sie alle haben Hobbies und Spezialgebiete, mit denen sie sich gern beratend oder aktiv an der Verwirklichung unserer Ideen beteiligen. Kennt man Leute, die ähnliche Herausforderungen bereits gemeistert haben, so kann man sie als Rollenmodelle nutzen. Dabei können einerseits die Herangehensweise, also die innere Einstellung und spezielle Denkstrategien und andererseits die Handlungsweise, wie z.B. Verfahren und Abläufe als Vorbild dienen.

Menschen, denen man vertraut und die bereit sind, einer Person Anleitungen zu geben, können zu Mentoren werden. Sie müssen nicht unbedingt real, sondern sie können auch fiktive Persönlichkeiten aus einem Buch, einem Film oder komplett konstruiert sein. In vielen Kulturen ist es sogar üblich, Tiere als ständige Berater zu wählen. Im Gegensatz zu anderen beliebigen Personen sind Mentoren in jeder Entscheidungssituation nützlich. Es ist empfehlenswert mindestens drei möglichst verschiedene dieser Ratgeber für sich zu wählen. So könnte der erste besonders geschickt mit Kontextproblemen umzugehen wissen. Der zweite eignet sich vielleicht besser als Helfer bei eigenen Schwächen und der dritte ist bewandert in Spirituellen Fragen.

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Führungstraining mit NLP - Was bedeutet führen? Eine Führungsperson, der niemand folgt, ist nutzlos!

In der Regel werden zumindest in der westlichen Welt „Befehle“ heute nicht mehr ohne Weiteres befolgt. Auch Angestellte wollen Anweisungen nicht nur gehorchen, sondern den Sinn ihrer Handlungen verstehen und nachvollziehen. Sie wollen sich ebenfalls geachtet fühlen und individuell Verantwortung übernehmen. Die Autorität, die ein Mensch allein aufgrund seiner Stellung in der Hierarchie erhält, reicht für eine effektive Motivation und Anleitung nicht mehr aus. Werden die persönlichen Werte und Ziele einer Person nicht genügend gewürdigt, so ist besteht die Gefahr, der er nicht mehr mit hohem Einsatz und bestmöglichen Erfolgen an den gemeinsamen Aufgaben mitarbeitet. „Führung“ ist somit ein Status, der sich nicht direkt erlangen lässt. Hierzu ist das Vertrauen von Menschen notwendig, die sich einem auch freiwillig anschließen. Denn: Eine Führungsperson, der niemand folgt, ist nutzlos.

Damit andere der Leitung vertrauen, muss diese sich zunächst jedoch selbst vertrauen. Das heißt nicht, dass sie sich für unfehlbar halten soll, sondern dass sie über genügend Fachkompetenz verfügt und sich ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten - kurz: Ihrer selbst bewusst ist. In diesem Sinne soll sie durch ihre Person und ihr Tun ein Vorbild sein. Die Führungskraft muss andere animieren können, ein bestimmtes Ziel anzusteuern. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, dass sie über gute kommunikative Fähigkeiten verfügt und Einfluss nehmen kann. Weiterhin müssen Führungskräfte sowohl das Ziel im Auge behalten, als auch den bereits zurückgelegten Weg. Sie müssen die Fähigkeit haben Veränderungen zu erkennen und in dem folgenden Entscheidungen zu berücksichtigen. Das Unternehmen oder die Organisation in der sie agieren als auch das weitere Umfeld, müssen als komplexes System verstanden und behandelt werden.

Führungsstile

(Vgl. O’Connor 1999: 58 ff.)

Es ist möglich, Führungsstile in verschiedenste Kategorien zu unterteilen. Die im folgenden skizzierte Unterteilung ist eher ungewöhnlich, entspricht aber im Grunde der herkömmlichen. Die Bezeichnungen sind jedoch besonders positiv formuliert. Dadurch ergeben sich beispielsweise folgende Stile:

  • Der Lehrerstil zeichnet sich besonders durch sein Wissen und seine Stellung aus. Er erreicht Ansehen bei anderen Mitarbeitern besonders nachhaltig durch das Vermitteln von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten. In negativen Extremfällen gründet sich der Einfluss dieser Führungskraft nur noch auf formale Autorität. Dann erreicht sie Gehorsam nur durch Untergraben des Selbstvertrauens der Angestellten oder unter Androhung schrecklicher Konsequenzen.

  • Der Designer führt seine Kollegen, indem er seine Fähigkeiten und sein Know-how in den Dienst der anderen stellt. Er gestaltet sein Umfeld und beeinflusst damit das Leben anderer. Viele Menschen schließen sich gern solchen Personen an, lernen von ihnen und lassen sich leiten. Vergisst der Designertyp, dass sein Erfolg nur auf seinen Leistungen beruht, so kann es passieren, dass er im Ruhm vergangener Zeit schwelgt und dadurch sowohl den Kontakt als auch den Einfluss auf die Angestellten verliert.

Manchen Führungskräften ist es ein besonderes Anliegen, das Beste in anderen Menschen zu fördern. Dies kann als der Trainerstil bezeichnet werden. Anderen Mut zu machen und sie anzuleiten ist lobenswert. Darüber hinaus sollte der Trainer beim Coaching seiner Mitarbeiter in jedem Fall deren aktuelle Möglichkeiten betrachten und sie nicht zu Instrumenten seiner Träume machen.

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