Ostern in Peru: Märchenfilme, Traurige Musik bei der Prozession, freudige Lieder bei der Auferstehung, Besuch, leckeres Essen

Ich komme aus einer kleinen Stadt in Peru mit dem Namen „Concepcion“. In meiner Stadt gibt es 2000 Einwohner. Zu Ostern wird bei uns ein großes Fest gefeiert. Viele Menschen kommen dann sogar aus den großen Städten zu uns.

Für uns beginnt alles bereits am Mittwoch Abend. Meine Schule war und ist immer noch sehr katholisch. Deshalb organisieren die Nonnen und Lehrer der Schule eine große Prozession. Ganz früh am Mittwoch Morgen beginnen wir unseren Umzug. Er dauert ungefähr 4 Stunden. Vorne läuft der Religionslehrer und liest die Bibel und wir gehen dahinter und singen und beten den Rosenkranz.

Die Leute essen ab diesem Tag kein Fleisch mehr – bis Sonntag, wenn die auf Auferstehung ist. Im Fernsehen laufen nun fast den ganzen Tag Kindermärchen (für Groß und Klein). Es beginnt vormittags für die Kinder und später laufen für die Filme für die Erwachsenen, wie zum Beispiel der Film „Die Passion von Christus“.

Am Donnerstag Abend treffen sich die Jungendlichen mit Freunden und wandern in die Berge. Dort übernachten wir mit einem Lagerfeuer, denn am Donnerstag gibt es keinen Unterricht. Es wird Gitarre gespielt und wir singen bis spät in die Nacht (…aber manchen machen auch andere „Sachen“).

Am Freitag gehen wir in die Kirche. Dort hat der Priester zusammen mit den Gläubigen ein Theaterstück einstudiert, wo die Passion von Christus nachgespielt wird. Während dessen arbeiten andere Gläubige an der Vorbereitung für die Prozession. Viele haben schöne Teppiche dafür gemacht. Andere haben etwas auf den Boden gemalt. Danach verteilen die Gläubigen die schönsten Blumen auf der Erde.

Die Prozession am Karfreitag ist in zwei Gruppen geteilt, eine mit Jesus und eine andere mit der Jungfrau Maria- Sie beginnen an verschiedenen Kirchen und verlaufen im Kreuz um den Zentralpark von Concepcion. Die Leute begleiten die Heilige Statue mit traurigem Gesang und Gebeten.

Am Sonntag sind die traurigen Tage vorbei. Es ist jetzt die Auferstehung von Christus. Es gibt keine traurigen Lieder mehr. Jetzt spielen Bands traditionelle Folklore auf der Straße. Viele Leute Tanzen mit Masken und sehr bunten Kostümen. Es ist auch eine Zeit, um die Familie wieder zu sehen. Bei mir zu Hause ist es so, dass meine Oma immer viele Besucher bekommt. Um die Besucher glücklich zu machen, ist es wichtig, dass es viel zu essen gibt. Wir haben ganz lecker gekocht, zum Beispiel Meerschweinchen (mit leckerer Soße, Kartoffeln und Reis).

Aber die echte Arbeit, das ist die traditionelle Pachamanca. Um das vorzubereiten hat mein Vater ein Loch in die Erde gemacht. Dort werden Steine mit Feuer heiß gemacht, damit das Essen gekocht werden kann. In das Loch kommen zuerst Bohnen, Kartoffeln, süße Kartoffeln, Schweinefleisch, Rindfleisch und kleine Kuchen die aus Mais gemacht wurden. Dann wird das Essen mit den heißen Steinen zugedeckt und am Ende mit Erde. So bleibt es ungefähr eine halbe Stunde. Dann ist es fertig und wir können essen! Wenn schönes Wetter ist, essen wir in unserem Garten auf dem Rasen oder wir gehen in einen Park … aber im Park gibt es schon viele Leute, die auch dort essen.

Bei diesem großen Essen sind alle bei uns zu Besuch. Also auch die Brüder und Schwestern von meiner Oma, meinem Opa und meiner Mutter. Natürlich haben alle ihre Kinder mitgebracht. So können meine Cousins und Cousinen miteinander spielen. In Wirklichkeit ist es ziemlich hart an diesem Tagen, weil wir viel vorbereiten müssen…

Am Montag beginnt dann wieder Schule.

Ich sollte über Ostern in Griechenland schreiben

Hoi Hoi! Wie geht’s Euch? Wahrscheinlich geht’s gut und mir geht’s. Deswegen bin ich wieder zurück auf dieser Seite und um dieses mal über Ostern zu schreiben. Ich hätte vorher eigentlich schon über den ersten April schreiben müssen, aber ich habe das vergessen. Ostern in Griechenland ist wirklich ein großes Fest, um nichts zu sagen das größte Fest des Jahres. Nicht wie im Ausland, wo alle Leute einfach vier Tage zuhause bleiben, damit ein langes Wochenende verbracht werden darf. Also, in Griechenland fangen die Ferien am Samstag (vor Ostern) an. Das heißt, dass am Montag eigentlich niemand arbeitet, außer die Läden im Zentrum, weil alle die nicht arbeiten einkaufen gehen. Unglaublich. Der Markt in der Tsimiskistrasse ist so voll, genau wie vor Weihnachten. Aber mit einem Unterschied. Das Wetter ist super, ist toll. Es ist schon Sommer in Griechenland! 20-25 Grad reichen schon, damit die Bevölkerung jeder Stadt ausgeht. Na ja. Das ist so bis Freitag. Am Freitag, der orthodoxe Karfreitag, gehen wir in die Kirche, damit wir an der Beerdigung von Jesus Christ teilnehmen. Danach ist es eine große Tradition, dass viele (meistens bis nach 12 Uhr in der Nacht) eine Taverna besuchen und Fischfood essen mit Ouzo oder Retsina. Das ist, sozusagen, eine Einführung, zudem was später kommt. Natürlich ist Samstag ein heiliger Tag. Allerdings bis 12 Uhr am Abend. Genau um 12 sind wir alle in der Kirche und wir hören das: „Christos Anesti ek nekron, thanato thanato patisas“. Viel Mal singen wir alle zusammen und brechen wir rote Eier. „Pasxha“ (Ostern) ist gekommen. Nach dem Gottesdienst gehen wir mit der Familie nach Hause und (am wichtigsten) wir essen heiße Magiritsa (eine spezielle griechische Suppe). Das kann bis 2, 3, 4 Uhr dauern, und danach geht es in einen Club, ins Mpouzoukia, oder wo immer jemand sagt. Am Sonntag ist das große Fest. Auf dem Dorf oder auch auf der Wiese in der Stadt wird ein Schaf gegrillt. Ein ganzes Schaf! Dazu gibt es griechischen Salate, Getränke, viel Musik und Freunde. Normalerweise fängt man schon am Morgen an und nicht erst am Ende des Tages vor dem Abend. Das ist echt ein Genuss. Das gleiche passiert auch am Montag, aber in Wahrheit sind viele Leute, wie ich auch, so müde, dass wir am Montag einfach ein Tee trinken, damit wir verdauen können. Ostern oder „Pasxha“ in Griechenland ist einfach eine super Party, wo alle (auch die nicht Orthodox sind) teilnehmen. Es geht um unsere Religion aber auch darum, dass es eine super Möglichkeit ist, die Zeit zu genießen. Dieses Jahr bin ich in Zürich, Ostern zu verbringen und ich denke, dass meine Mutter viele von diesen Sachen machen wird. Es wird genossen. Tschüss! Viel Spasssss!

Ostern in Italien – heißt für mich vor allem Schokolade, Schokolade, Schokolade und essen, essen, essen!

Zu Karfreitag essen wir in Italien nur Fisch, sehr leicht. Es gibt keine Süßigkeiten oder leckere Sachen, weil Christus gestorben ist, deshalb ist dieser Tag nicht mein Lieblingstag… Am Samstag versucht man dann zu vergessen, dass Jesus umgebracht wurde, also ist es empfehlbar einen Spaziergang am Gardasee zu machen, auf’s Land mit dem Fahrrad oder für faule Leute wie Valeria mit der Vespa zu fahren. Sonntag! Endlich kommt die Magie! Jesus ist wieder zwischen uns und der beste Teil Osterns beginnt auch für mich! Party, Essen, Trinken, viel Käse und Kuchen! Normalerweise gehen meine Eltern Ostern Morgen zur Kirche im Zentrum von Desenzano – Sonntagmorgen wenn Jesus Christus aufwacht und wieder zum Leben kommt. In Italien gehen viele Leute in die Kirche, aber ich persönlich besuche keine Kirche. Nach der Kirche freuen sich alle darauf das Mittagessen zu genießen. Bei uns gibt es ganz traditionell gefülltes Lamm mit Gemüse und zum Dessert Colomba. Das ist wie eine Torte – wie Panettone oder Brot mit Mandeln und Rosinen darauf. Aber Ostern heißt vor allem Schokolade, Schokolade, Schokolade! Bis zum Ende! Genauso wie in Deutschland suchen wir nach Eiern, ich am liebsten nach Überraschungseiern aus Schokolade! Sie sind zu Hause in den Ecken des Hauses versteckt und wer findet bekommt den Preis! Am Montagmorgen fährt man zum Beispiel mit Freunden auf’s Land zum Picknick. Da verwöhne ich mich und meine Freunde mit einem Frühstück. Danach bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für eine kurzweilige Gestaltung des Tages: Eine Radtour, ein Ausritt, eine Partie Golf (mit Rabatt auf Greenfee für unsere Gäste), eine Wein- oder Ölverkostung in den zahlreichen Kellerein, Shopping in Desenzano oder Salò oder einfach relaxen im Hotelgarten oder am Strand vom Gardasee. Zu Ostern beginnt die Eissaison des Jahres, deshalb hat man zu Ostern Lust alle Geschmäcke zu probieren! Also nicht nur EIN Eis! Ich esse mehrere Eis, mehrere Kugeln!! Abends geht man dann mit dem Partner für ein romantisches Abendessen bei Kerzenlicht an in ein schickes Restaurant an die Küste. In meiner Familie feiern wir Ostern vor allem dadurch dass wir essen, essen, essen! 🙂 So habe ich nach Ostern so viele Kilos zugenommen, dass ich diese nicht zählen kann. Dann ist die Verzweiflung schon so unglaublich groß, dass ich die Kilos vergesse …

Kein Ostern in China

Vom Osterfest habe ich in China früher nur etwas aus Büchern erfahren. Ehrlich gesagt, das Osterfest und auch Weihnachten gehören zu westlichen Ländern. Viele Leute wissen etwas über Weihnachten, aber ich glaube, dass nicht so viele etwas über das Osterfest wissen. Das sind keine traditionellen Feste bei uns. Die meisten haben auch nicht frei zu Ostern oder Weihnachten. Heutzutage feiern manche junge Leute Weihnachten oder Ostern, aber es beschränkt sich nur auf eine kleine Gruppe von Leuten, die meist im Ausland studiert haben oder die bei ausländischen Firmen gearbeitet haben oder arbeiten. Dort bekommen sie einen Tag oder zwei Tage Pause, um zu feiern. Also nutzen sie die Gelegenheit und gehen mit ihren Freunden aus, machen einen Ausflug oder gehen Shopping. Aber auch manche Studenten in China feiern Weihnachten oder jetzt vielleicht auch Ostern. Denn Studenten mögen ausländische Kultur oft und nehmen Feste oft sehr schnell an. Aber beim Osterfest bin ich mir nicht sicher, ob sie das jetzt auch feiern. Ich bin jetzt schon fast zwei Jahre hier und kann das nicht genau sagen. Na ja, die Gesellschaft ändert sich sehr schnell in China, aber ich glaube trotzdem, dass sich das Osterfest nicht in ganz China findet, sondern wirklich nur auf eine kleine Gruppe in großen Städten beschränkt, die es aus Spaß feiern.