International

Hetzmedien als Weichensteller für den Völkermord in Ruanda

Hetzmedien bestimmten in den 90er Jahren das politische Klima in ganz Ruanda. Zuerst unterschätze man ihre Wirksamkeit und den Einfluss, den sie auf die Politik ausübten. Doch heute ist klar, dass sie die Konfliktsituationen und Auseinandersetzungen beider „Ethnien“ geradezu herbeischworen und so einen bedeutsamen Weichensteller für den Völkermord darstellten.

Ein Mullah in Kabul gibt Antworten

Mir Afzal hatte einen Mullah eingeladen, der uns über den Islam erzählen sollte. Karl war auch die halbe Zeit mit dabei. Der Mullah war noch recht jung, so Mitte 20 und brachte zwei Schüler mit. Alle drei lümmelten sich etwas unsicher auf den (ungewohnten) Stühlen. Er erwartete wohl ein heftiges Streitgespräch und entschuldigte sich zuerst, dass er heute sehr müde und nicht so fitt sei, er habe auch nicht so viel Zeit. Die Taliban hätten ihn übel geschlagen, deshalb die Kopfschmerzen. Er wolle gerne Fragen von uns hören, auf die er möglichst konkrete Antworten geben möchte.

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Kuba, La Habana: BMW’s und 50er Jahre Cheverolets, Peso Nacional und Peso Convertible und eine Spritztour durch die Stadt

La Habana: Auf meinem Flug hierher war ich umgeben von venezolanischen Stipendiaten, die gerade auf dem Weg waren ihr Medizinstudium in Havanna fortzusetzen. Ich wohne (illegal) bei einer älteren Frau, die mir Freunde in Bogotá empfohlen haben. Der Unterschied zu Kolumbien ist schon groß. Während man dort wirklich kaum Entbehrungen hinnehmen musste, wird man hier gleich in den ersten Tagen mit einigen erheblichen Veränderungen konfrontiert.

Vor der Rückfahrt nach Kabul: Spaziergang in Hezarak, hohe Berge, kahle Landschaft und ein Helikopter

Nachdem ich mir den Hof angeschaut hatte in Hezarak habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht. Ich dache, wenn das nicht geht, wegen der Sicherheit, dann kann ich hier nicht fünf Monate bleiben. Astrid fand das ein wenig bedenklich, wollte auch nicht mitkommen. Ich bin den Hügel weiter hinauf, bis ich auf einem Plateau ankam. Wieder weit hinten noch Dörfer, am Rande die Ebene, ganz hinten schneebedeckte, hohe Berge, ringsum alles kahl. Aus einer Senke ragte gerade noch das Minarett einer Moschee hervor. Zuerst dachte ich, es sei ein weiß gekleideter Mann.

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Der Schreinerhof in Hezarak und spärliche Wohnmöglichkeiten

Angekommen in dem Schreinerhof schaue ich mir meine Wohnmöglichkeiten genauer an: ‚Mein’ Raum ist ca. 3x4 Meter groß, es gibt noch drei andere Wohnräume dort. Die beiden geplanten Klassenräume sind nicht gebaut, auch nicht angefangen; die Schwierigkeiten mit dem Vermieter bestehen angeblich nach wie vor. Es gibt eine Küche in einer Ecke des Hofes, etwa 2,5 mal 2,5 Meter, in der auch der eine Koch schläft. Die Toilette ist an die Außenwand angebaut, ein Raum mit einem Loch im Boden. In dem Waschraum, der mir gezeigt wird, steht der Generator.

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Die Fahrt zu meinem zukünftigen Arbeitsplatz nach Hezarak

Morgens um 7.00 Uhr holt uns (Astrid und mich) einer der Fahrer des Entwicklungsdienst-Büros vom Gästehaus ab. Bei der holländischen Organisation im Büro werde ich Said Machmat, einem afghanischen Architekten, vorgestellt. Said Machmat stammt auch aus Hezarak und kann gut Englisch. Alles verstehe ich allerdings nicht. Er ist mein formeller Vorgesetzter, zuständig für die fachlichen Fragen. Ein Fahrer ist wohl krank, ein Auto defekt und ein bestelltes Taxi ist nicht gekommen. Mr. Beckum wird irgendwann ungeduldig und fängt an, die Leute vom Hof zu scheuchen.

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Einverständnis der Deutschen Botschaft in Kabul für die Fahrt nach Hezarak

Nachmittags versuche ich zu erreichen, dass ich mit der holländischen Organisation Entwicklungshilfeorganisation nach Hezarak fahren kann. Am nächsten Tag ein zweites Mal. Holger im Büro erklärt mir, dass ich dafür aber das Okay der deutschen Botschaft bräuchte, wegen der angespannten Sicherheitslage. Nach zwei Anläufen gerate ich an einen höheren Beamten. Am Anfang des Gespräches klärte er mich darüber auf, dass die deutsche Botschaft nichts verbieten oder erlauben würde. Am Ende des Gespräches warnte er mich davor, ohne Erlaubnis der Botschaft nach Hezarak zu fahren.

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