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Antrag auf ein Handy in Afghanistan

Samstag war unser erster regulärer Lern- und Arbeitstag. Da haben wir aber erst nur über verschiedene Fragen, die wir hatten, geredet und sind dann wieder zum Büro, um einen Antrag auf ein Handy zu bekommen. Der Antrag als solches hätte uns aber nichts genutzt, wenn einer der afghanischen Mitarbeiter vom Büro nicht einen Bruder bei der afghanischen Telefongesellschaft hätte. Vor der Mauer des Büros saß ein Paar auf der Straße: Ein Blinder, recht jung, der nur noch Augenlöcher hatte und eine Frau in der Burka.

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Ausflug zum Stausee

Der Ausflug war toll - aus der Stadt heraus, an einem Stadtteil vorbei, der tatsächlich ziemlich zerstört war, auf einer der Hauptausfallstrassen der Stadt, vorbei an einem großen Militärgelände und einem armen Wohnviertel. Außerhalb der Stadt gab es ein winziges Rinnsal, an dem ein Dutzend Taxis standen, die gewaschen wurden. Weiter unten meine ich Kinder gesehen zu haben, die aus dem gleichen Rinnsal mit Plastikkanistern Wasser holten.

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Frühstück auf der Dachterasse

Am Freitagmorgen bin ich mit einer wunden Nase aufgewacht. Die trockene, staubige Luft, zudem voller Abgase, trocknet auch die Schleimhäute aus. Wir haben gemütlich gefrühstückt oben auf der Dachterrasse, mussten uns eincremen wegen der Sonne und es war richtig warm, in der Sonne allemal. Klaus saß im T-Shirt da. Plötzlich kamen noch 4 Leute, Kollegen vom Entwicklungsdienst, die mit uns zusammen den geplanten Ausflug machen wollten. Das war ein richtig netter Sonntags-, bzw.

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Abendessen in einem afghanischen Restaurant

Abends sind wir noch mal abgeholt worden zum Essen gehen in ein afghanisches Restaurant. Uns vieren hat’s gut geschmeckt, den Herren des Entwicklungsdienstes, die uns eingeladen hatten, aber nicht. Das Restaurant war so wie ein bisschen alt gewordenes Restaurant in Deutschland, auch die Bedienung (die aber nicht alt, sondern eher etwas umständlich war). Essen hatten wir, Mir Afzal und ich, vormittags vorbestellt, weil wir dachten, es würde abends voll wegen des Ramadan. Da wir aber erst gegen halb acht da waren, also gut zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit, war es wieder ganz leer.

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Die Unterkunft im Gästehaus in Kabul

Nach dem Einkaufen sind wir wieder zum Gästehaus. Wir wohnen nur zu viert – alle, die im Augenblick Sprachkurs machen. Hier im Haus gibt es zehn Zimmer, davor ein Lernraum, den wir immer benutzen, weil wir ihn bisher als einzigen heizen, ein großes Wohnzimmer, ein Arbeitszimmer, ein Büro und sechs Schlafräume, die zum Teil sehr groß sind, zwei Bäder und drei Toiletten, eine Küche. Wir haben im Moment zwei Lehrer, einer ist von 9.00 bis um 14.00 Uhr hier (wir haben Unterricht von 9.00 - 11.30 Uhr) und eine Lehrerin kommt von 13.30 - 15.00 Uhr.

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Unterwegs in Kabul

Es regnete, die Straßen, die ja selten asphaltiert sind und niemals Bürgersteige haben, waren eine einzige Schlammpiste. Auch die asphaltierten Straßen haben überall Schlaglöcher, so dass das Autofahren eine Qual ist. Häufig sind auch quer verlaufende Hubbel, genauso wie bei uns "Hinter der Schule" zur Verkehrsberuhigung, manchmal auch als Rinne quer über die Straße. Mit unserem Dari-Lehrer bin ich noch mal nachmittags in die Stadt zum GTZ-Büro, weil ich dort die Frau treffen wollte, die Kontakt zu AFA hat.

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Leben in Kabul: Mein erster Einkauf in der Stadt

Am zweiten Tag waren wir Geld wechseln, lauter Wechselstuben in einem Innenhof, dessen Eingang zwar offen war, rechts und links davon auch Läden, aber bewacht von Soldaten und etlichen anderen Männern, die zum Teil versuchten, uns genau in ihre Läden zu locken. Wir bekamen für 100,- Euro 6100 neue Afghani. Hätten wir in alte Afghani noch eintauschen müssen, wären es 610 Scheine zu je 10 000 Afghani gewesen, also einige Bündel. Eine Frau hatte es geschafft, sich in die Stube zu wagen und uns anzubetteln, wurde aber sofort vertrieben von dem Personal.

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