Janischkeit in Berlin: Unser Ziel (Folge 4)

Der Jan gibt uns in dieser Episode einen Einblick in die Geschehnisse vor 16 Jahren. "Da wurde die Wand einfach runter gelassen." Irgendwie war es vorher "wie in einem Käfig und plötzlich, da wurden sie frei gelassen." … auch der aus der Provinz kommende Jan. Und heute ist es alles ziellos? Nein, es gibt ein Ziel! Und zwar…


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Vorhergehende Folge: Janischkeit in Berlin: Auf Kosten Anderer (Folge 3)

Strategien zur Konfliktlösung und Konfliktvermeidung (Teil I)

Möglichst reibungsarme Zusammenarbeit in Teams ist in Unternehmen genauso wichtig, wie in netzwerkartig organisierten Gruppen im Internet, z.B. in Online-Communities, die zusammen an einer Software arbeiten. Generell treten in menschlichen Organisationssystemen immer Spannungen auf. Inwieweit können diese jedoch abgebaut oder besser vermieden werden? Bereits ein Verständnis der Entstehung von Konflikten beim Einzelnen ermöglicht Lösungsansätze und Strategien für die Konfliktlösung und Konfliktvermeidung. Nach einer Kurzeinführung in die Kommunikationspsychologie stelle ich im ersten Teil zu diesem Thema verschiedene Arten von Konflikten vor. Im Speziellen befasse ich mich dabei mit Konflikten aufgrund von Missverständnissen, Zielkonflikten, Verteilungskonflikten, Kompetenzkonflikten, Beurteilungskonflikten und Durchsetzungskonflikten.

Grundlagen der Kommunikationspsychologie

In der Psychologie werden als die an Konversationen teilnehmenden Personen in Sender und Empfänger unterteilt. Die gesandte Information heißt auch Botschaft oder Nachricht. Eine Nachricht besteht grundsätzlich aus vier Aspekten: Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehungs- und Appellanteil. Diese werden in einer bestimmten Gewichtung vom Sender in die Information eingebracht und vom Empfänger mit seinen „vier spezifischen Ohren“ in einer ihm eigenen Intensität empfunden. Genauer gesagt werden selektiv und individuell verschieden, gesteuert durch Erfahrungen, Gefühle und Urteile bestimmte Teile der Information vom Empfänger wahrgenommen und interpretiert (Vgl. Schulz von Thun, Friedemann, 1981). Durch Assoziationen mit der Erfahrungswelt des Empfängers werden bestimmte Emotionen ausgelöst. Die empfangene Botschaft entsteht im Kopf des Empfängers (Vgl. Bleis, Christian 2000: 103 ff.). Der Sachinhalt bezeichnet neutrale Fakten. Er gibt an, worüber informiert wird. Der Selbstoffenbarungsanteil schließt alle Informationen ein, die der Sender von sich preisgibt. Er schließt Selbstdarstellungen und Enthüllungen mit ein. Der Beziehungsaspekt einer Botschaft definiert das Verhältnis von Sender und Empfänger. Er besteht aus zwei Hauptteilen: Wie sieht der Sender den Empfänger und wie empfindet er die Beziehung zu diesem. Der Appellaspekt einer Nachricht beinhaltet das Wirkungskalkül des Senders: Was will der Sender mit der Äußerung beim Empfänger erreichen? Was soll der Empfänger tun? Oft werden die anderen Bestandteile der Botschaft instrumentalisiert, um die Wirkung des Appells zu erhöhen. Jede Seite einer Information kann sowohl offen als auch verdeckt, direkt oder indirekt geäußert werden.

Konfliktarten und ihre Entstehung

Konflikte können allgemein als Spannungen verstanden werden. Diese – insbesondere bei Interaktion von Personen oder Gruppen eines Unternehmens mit anderen Personen oder Gruppen des gleichen Unternehmens bzw. bei Unterschieden zwischen Zielsetzungen des Unternehmens und individuell persönlichen Vorstellungen einzelner Mitarbeiter (Vgl. Krüger, W. 1983: 441) sind Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Die im Folgenden darzustellenden Konfliktarten sind nicht zwangsläufig unabhängig voneinander. So lässt sich in einer prozesshaften Sicht vorstellen, dass z. B. Beurteilungskonflikte zu Durchsetzungskonflikten führen, Verteilungskonflikte Zielkonflikte hervorrufen oder verstärken und umgekehrt. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Ferner spricht einiges für die Überlegung, dass die Intensität mit der eine Konfliktart auftritt, mit dem Grad der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Arbeitnehmern oder Abteilungen positiv korreliert (Vgl. Rühle von Lilienstern, H. 1983: 630). Das Ausmaß einzelner Auseinandersetzungen ist nicht als statisch anzusehen. Mit der Entwicklung der Zusammenarbeit im Zeitablauf werden sich unterschiedliche Konfliktniveaus ergeben (Vgl. Tröndle, D. 1987: 141f). Es sei noch auf die unterschiedlichen Dimensionierungen der auftretenden zwischenmenschlichen Spannungen hingewiesen. Die Dimensionen sind als Hintergrundvariable zu sehen, welche das Auftreten und die Intensität sowie die Form der Austragung eines Konfliktes mitbestimmen. Unterschieden werden können die sachlich-intellektuelle, die sozio-emotionelle sowie die wertmäßig-kulturelle Dimension, wobei auch hier von Wechselbeziehungen auszugehen ist. Konflikte werden zumeist Elemente aller drei Dimensionen beinhalten, allerdings mit von Fall zu Fall unterschiedlicher Gewichtung (Vgl. Krüger, W. 1980: 1073f).

1.) Konflikte aufgrund von Missverständnissen

Der folgende Abschnitt basiert ebenfalls hauptsächlich auf Schulz von Thun. Häufig beruhen Konflikte auf Missverständnissen. Das bedeutet, dass der Sender der Nachricht etwas anderes zum Ausdruck bringen will, als der Empfänger versteht. Ein häufiger Grund für dieses „aneinander Vorbeireden“ ist die unterschiedliche Gewichtung der vier Aspekte einer Botschaft. Zur Verdeutlichung dieses Mechanismus dient folgendes Beispiel: Zwei gleichgestellte Mitarbeiter eines Unternehmens arbeiten im selben Büro. Herr A bereitet gerade die Bestellung der Büromaterialien vor. Frau B arbeitet konzentriert an einer Aufgabe.

[quote] Herr A: „Frau B, haben sie noch einen Notizblock?“

Frau B: „Können sie sich nicht einmal ihren eigenen Block holen? Sie sehen doch, daß ich beschäftigt bin.“ [/quote]

In der beschriebenen Situation lag die intendierte Betonung durch Herrn A sicherlich vorwiegend auf dem Sachaspekt des gesagten. Er wollte die reine Sachinformation, um die Bestellmenge genau bestimmen zu können. Frau B hingegen vernahm die Frage vorwiegend auf dem „Beziehungsohr“ und dem „Appellohr“. Die von Ihr wahrgenommene Nachricht könnte etwa so gelautet haben:

[quote] „Sie müssen für mich sorgen.“, „Sie müssen tun was ich will.“ oder „Geben sie mir ein paar von Ihren Notizzetteln!“ [/quote]

Solche Missverständnisse sind häufig schwer erkennbar. Auch sind sie oftmals nicht durch den missverstandenen Kommunikationspartner ausgelöst. Vielmehr liegen Gründe für menschliche „Hör- und Sprechgewohnheiten“ nicht selten weit in der Vergangenheit (Vgl. Schulz von Thun, Friedemann 1989).

2.) Zielkonflikte

Ein Ziel kann als ein in der Zukunft angestrebter Zustand definiert werden, der terminlich und sachlich genau definiert ist (Vgl. Heinen, E. 1991: 13). Besteht zwischen den beteiligten Mitarbeitern kein Konsens über die mit der Zusammenarbeit zu erreichenden Zustände, so führt dies zu Spannungen, wobei davon auszugehen ist, dass die beteiligten Parteien über jeweils spezifische, konkurrierende Zielentwürfe verfügen (Vgl. Krüger, W. 1983: 445). Erschwerend kommt bei dieser Konfliktart hinzu, dass die divergierenden Zielvorstellungen nicht zwangsläufig explizit gemacht werden, sondern jede Seite insgeheim eventuell ihre eigenen Ziele auch während der Kooperation beibehält, mit der Intention, einen höheren Nutzen zu Lasten des anderen Teilnehmers zu erzielen, wobei sich die Folgen dieser Handlungsweise negativ auf die gesamte Arbeit auswirken können.

3.) Verteilungskonflikte

Diese Konfliktart kann als Ausdruck des allgemeinen Knappheitsproblems angesehen werden (Vgl. Krüger, W. 1983: 442). Die zur Bedürfnisbefriedigung – hier der kooperierenden Gruppen – zur Verfügung stehenden Mittel reichen nicht aus, um sämtliche Ansprüche zu erfüllen. In erster Linie entstehen Verteilungskonflikte bei der Aufteilung von Ressourcen auf einzelne Personen, Abteilungen, Teams oder Projekte. Auch die Disposition von Gewinn und Verlust auf die Kostenstellen des Unternehmens kann Verteilungskonflikte provozieren. Hier nicht ausreichende Regelungen gefährden die Zusammenarbeit in hohem Maße (Vgl. Ohmae, K. 1985: 137).

4.) Kompetenzkonflikte

Kompetenz meint Zuständigkeit für einen eingegrenzten Wirkungskreis. Kompetenzkonflikte entstehen, wenn in einer konkreten Situation verschiedene Gruppen die gleiche Kompetenz beanspruchen – oder, im negativen Fall, sich niemand zuständig fühlt. Fehlen entsprechende Regelungen für die Zuweisung von Kompetenzen oder sind diese unklar, erhöht sich das Konfliktpotential (Vgl. Rühle von Lilienstern, H.1983: 627). Verschärft wird diese Art von Konflikten dadurch, dass es sich bei Kooperationsbeziehungen auch und gerade um Fragen der Machtverteilung, um größere Einflussmöglichkeiten auf die Geschicke der Zusammenarbeit handeln kann. Ein Mehr an Zuständigkeit kann ein Übergewicht eines Partners hervorrufen, mit der Folge einer stärkeren Möglichkeit zur Einflussnahme (Vgl. Endress, R. 1975: 30f).

5.) Beurteilungskonflikte

Selbst bei unterstellter Zielkongruenz innerhalb der zusammenarbeitenden Gruppe kann es dennoch zu Konflikten über die Zielwirksamkeit von einzelnen Entscheidungsalternativen kommen. Derartige Beurteilungskonflikte treten dann auf, wenn die Partner unterschiedliche Erwartungen bezüglich des Eintritts von zukünftigen Umweltzuständen oder Ereignissen haben (Vgl. Krüger, W.: Konfliktsteuerung, 1983: 445). Außerdem können bereits eingetretene Erfolge jeweils unterschiedlich interpretiert werden. Zudem können zu erbringende Arbeitsanteile einseitig relativ hoch beurteilt werden, mit dem Motiv, sich eine günstige Position für die Erfolgsverteilung zu verschaffen. Ein weiterer Grund für das Auftreten von Beurteilungskonflikten ist in dem jeweiligen unterschiedlichen Informationsstand der Beteiligten zu finden. Dieser ließe sich auch bei gutem Willen der Partner nur durch zusätzlich aufzubringende Informationskosten reduzieren, nicht jedoch beseitigen.

6.) Durchsetzungskonflikte

KRÜGER geht davon aus, daß es sich bei Durchsetzungskonflikten um "Spannungen zwischen Entscheidungsträgern und Realisationsträgern" handelt (Krüger.W.1983: 445). Im Rahmen von divisionsübergreifenden Kooperationsbeziehungen erhält diese Beschreibung insofern eine weitere Dimension, als nicht mehr von einheitlichen Zielsetzungen, Willensbildungen und Entscheidungen ausgegangen werden kann. Einzelne Partner können Dominanzstreben zeigen. Im Rahmen dieser Bestrebungen könnten sie versuchen, eigene Bedürfnisse auch gegen den Widerstand und notfalls auf Kosten der anderen durchzusetzen.

 Literatur

Endress, Ruth (1975):
Strategie und Taktik der Kooperation, Berlin 1975

Heinen, Edmund (1991):
Industriebetriebslehre als entscheidungsorientierte Unternehmensführung, in: Heinen, Edmund (Hrsg.): Industriebetriebslehre – Entscheidungen im Industriebetrieb, 9. vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Wiesbaden 1991, S. 1-71

Krüger, Winfried (1983):
Konfliktsteuerung in der Unternehmung, in: Management Enzyklopädie, Bd. 5, 2. überarbeitete Auflage, Landsberg 1983, S. 441-452

Omae, Kenichi (1985):
Macht der Triade, die neue Form weltweiten Wettbewerbs, Wiesbaden 1985

Rühle von Lielienstern (1983):
Kooperation, in: Management Enzyklopädie, Bd. 5, 2. überarbeitete Auflage, Landsberg 1983, S. 622-632

Schulz von Thun, Friedemann (1989):
Miteinander reden 2. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung, Reinbeck 1989

Tröndle, Dirk (1987):
Kooperationsmanagement, Bergisch Gladbach/ Köln 1987

 

Teil II: Strategien zur Konfliktlösung und Konfliktvermeidung: Konfliktmanagement in Teams (Teil II)

 

 

 

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Flo Fleissig besucht die Freifunk-Community (Folge 5)

„Wie ist denn das, wenn ich jetzt wirklich Interesse habe an Freifunk?… Ich würde mich gerne mal mit jemanden unterhalten, der das wirklich gut kann!“ Und deshalb zeigt euch Flo heute mal die c-base in Berlin.

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Vohergehende Folge: Freifunk: Die Suche nach dem Netz (Folge 4)

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An diesem Tag treffen sich Freifunker aus ganz Europa. Eine gute Gelegenheit auch mehr darüber zu erfahren, wie das alles angefangen hat mit Freifunk und wie die Freifunk-Idee immer mehr Leute begeistert. Die Philosophie von Freifunk klingt zwar einfach, aber ist dennoch revolutionär und spannend und „so infiziert sie immer mehr Leute“. Elektra: „Die Grundlage davon ist, dass alle sich gegenseitig helfen. … Wenn Du etwas schicken möchtest, was hinter mir liegt, und du weißt ich hab da Kontakt zu, dann gibst du es mir und es ist für mich selbstverständlich, dass ich es weiterschicke. … Also wir helfen uns gegenseitig… Diese Abmachung starten wir dadurch, dass wir das Protokoll starten“. Flo: “Klar verstehe! Hm, vielen Dank!“ Außerdem erfährt Flo Fleissig noch mehr über die Community in Weimar, wie das Dorf Sundhausen mit Hilfe von Freifunk endlich ein lokales Netz und Zugang zum weltweiten Internet erhält, wie Freifunk-Netze jetzt dreidimensional dargestellt werden können, wie die Freifunk-Netze immer schneller werden, wie die Entwickler ihre Fehler gegenseitig „ausbügeln“ und noch viel viel mehr…

 

Mehr zu Freifunk

Artikel über Freifunk: Freifunk in Berlin – Wenn ich mit meinem „Schleppi“… (offene Netzwerke)

Freifunk Initiative, http://www.freifunk.net
OLSR Experiment, http://olsrexperiment.de
Freifunk-Software für Access Points: http://sourceforge.net/projects/ff-firmware
Berliner Freifunk-Mailingliste: https://www.olsrexperiment.de/cgi-bin/mailman/listinfo/berlin
IP-Verwaltung: http://olsrexperiment.de/index.php?option=com_ipvergabe&Itemid=65

Zum Thema

Telepolis: Freie drahtlose Bürgernetze, Teil 1, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12554/1.html
Telepolis: Freie drahtlose Bürgernetze, Teil 2: Consume – der kollektive Verbrauch von Bandbreite Free, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/12/12633/1.html
Networks Community, http://www.freenetworks.org

Ich sollte über Ostern in Griechenland schreiben

Hoi Hoi! Wie geht’s Euch? Wahrscheinlich geht’s gut und mir geht’s. Deswegen bin ich wieder zurück auf dieser Seite und um dieses mal über Ostern zu schreiben. Ich hätte vorher eigentlich schon über den ersten April schreiben müssen, aber ich habe das vergessen. Ostern in Griechenland ist wirklich ein großes Fest, um nichts zu sagen das größte Fest des Jahres. Nicht wie im Ausland, wo alle Leute einfach vier Tage zuhause bleiben, damit ein langes Wochenende verbracht werden darf. Also, in Griechenland fangen die Ferien am Samstag (vor Ostern) an. Das heißt, dass am Montag eigentlich niemand arbeitet, außer die Läden im Zentrum, weil alle die nicht arbeiten einkaufen gehen. Unglaublich. Der Markt in der Tsimiskistrasse ist so voll, genau wie vor Weihnachten. Aber mit einem Unterschied. Das Wetter ist super, ist toll. Es ist schon Sommer in Griechenland! 20-25 Grad reichen schon, damit die Bevölkerung jeder Stadt ausgeht. Na ja. Das ist so bis Freitag. Am Freitag, der orthodoxe Karfreitag, gehen wir in die Kirche, damit wir an der Beerdigung von Jesus Christ teilnehmen. Danach ist es eine große Tradition, dass viele (meistens bis nach 12 Uhr in der Nacht) eine Taverna besuchen und Fischfood essen mit Ouzo oder Retsina. Das ist, sozusagen, eine Einführung, zudem was später kommt. Natürlich ist Samstag ein heiliger Tag. Allerdings bis 12 Uhr am Abend. Genau um 12 sind wir alle in der Kirche und wir hören das: „Christos Anesti ek nekron, thanato thanato patisas“. Viel Mal singen wir alle zusammen und brechen wir rote Eier. „Pasxha“ (Ostern) ist gekommen. Nach dem Gottesdienst gehen wir mit der Familie nach Hause und (am wichtigsten) wir essen heiße Magiritsa (eine spezielle griechische Suppe). Das kann bis 2, 3, 4 Uhr dauern, und danach geht es in einen Club, ins Mpouzoukia, oder wo immer jemand sagt. Am Sonntag ist das große Fest. Auf dem Dorf oder auch auf der Wiese in der Stadt wird ein Schaf gegrillt. Ein ganzes Schaf! Dazu gibt es griechischen Salate, Getränke, viel Musik und Freunde. Normalerweise fängt man schon am Morgen an und nicht erst am Ende des Tages vor dem Abend. Das ist echt ein Genuss. Das gleiche passiert auch am Montag, aber in Wahrheit sind viele Leute, wie ich auch, so müde, dass wir am Montag einfach ein Tee trinken, damit wir verdauen können. Ostern oder „Pasxha“ in Griechenland ist einfach eine super Party, wo alle (auch die nicht Orthodox sind) teilnehmen. Es geht um unsere Religion aber auch darum, dass es eine super Möglichkeit ist, die Zeit zu genießen. Dieses Jahr bin ich in Zürich, Ostern zu verbringen und ich denke, dass meine Mutter viele von diesen Sachen machen wird. Es wird genossen. Tschüss! Viel Spasssss!

Ostern in Paris, Eltern in Slowenien, Oma mit Katzen zu Hause, Bruder mit Marihuana in Desenzano

Ich muss doch sagen, Ostern in Desenzano ist zu langweilig, wenn es keine Gruppe von Freunden gibt, um auf’s Land zu fahren oder besser noch zu verreisen. Ja, reisen in Europa! Letztes Jahr war ich in Budapest. Und dieses Jahr hat mir P.G. eine Überraschung gemacht. Wir fahren nach Paris! In zwei Stunden nehme ich den Zug nach Zürich und von dort geht es mit P.G. nach Paris. Dann bin ich für 12 Tage ohne Internet. In Paris haben wir nur Internetcafé … aber zu teuer… nur die Türken in Kreuzberg in Berlin lohnen sich besucht zu werden!

Meine Eltern werden sich in den Thermen von Slowenien ausruhen und das Meer dort genießen. Mein Bruder wird frei sein, zu Hause heimlich Marijuana zu rauchen und meine Oma bleibt auch hier – ganz ruhig in Desenzano am Gardasee mit ihrer neuen Familie von Katzen auf dem Balkon….

Frohe Ostern! Eure Malenda Valeria!